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So ein Besichtigungstermin stellt wichtige Weichen im Leben: Wo werde ich künftig wohnen? Werde ich mich im Alltag wohlfühlen? Fünf Steps, mit denen Sie Makler und Eigentümer bei Ihrem nächsten Besichtigungstermin um den Finger wickeln.
1) Achtung, Achtung, dies ist ein Bewerbungsgespräch!
Auch, wenn der Besichtigungstermin am Sonntagvormittag stattfinden sollte: Restalkohol im Blut und abgeplatzter Nagellack sind heute ein No-Go. Kleiden Sie sich gepflegt und kommen Sie ausgeschlafen und pünktlich zum Besichtigungstermin. Wie bei einem Bewerbungsgespräch punkten Sie mit Freundlichkeit, einer offenen Art und interessiertem Nachfragen.
Vermieter und Makler freuen sich, wenn alle nötigen Unterlagen vorliegen. Bringen Sie zum Besichtigungstermin eine Bewerbungsmappe mit, in der Sie Gehaltsnachweis, Schufa-Auskunft, Lebenslauf und Mietschuldenfreiheitsbestätigung gesammelt haben. Zusätzlich von Vorteil sind die Kontaktdaten zu Ihrem jetzigen Vermieter: Eine Anfrage unter Kollegen kann die Entscheidung zu Ihren Gunsten beeinflussen.
Eigentümer achten auf das persönliche Umfeld der Kandidaten: Passen sie in die Hausgemeinschaft? Als Bewerberin können Sie natürlich nicht wissen, ob Sie da reinpassen - aber vielleicht haben Sie ja schon vor dem Besichtigungstermin Gelegenheit, etwas über Ihre Nachbarn in spe rauszukriegen?
Rauchen Sie? Selbstverständlich nicht! Hören Sie laut Musik? Niemals! Um ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, sollten Sie die Fragen von Vermietern und Maklern zwar offen beantworten. Kleine Hintertürchen bleiben Ihnen aber: Ob Sie rauchen, geht Ihren Vermieter in spe genauso wenig an, wie Ihre Nationalität, Ihre Religion oder ob Sie vorbestraft sind. Feiern Sie oft? Auch so eine Frage, die Sie mit einem Lächeln und einem "selten!" abtun können.
Es gibt Lebensbereiche, bei denen Sie die Wahrheit sagen müssen: Beim Familienstand, der Anzahl Ihrer Kinder und Haustiere. Sonst kann der Vermieter den Mietvertrag nachträglich anfechten – so wie ein Arbeitgeber den Arbeitsvertrag, wenn Sie bei bestimmten Dingen gelogen haben. Und das wäre schade!
Wie ist das zu verstehen? Ich zahle den Makler, die Miete, bekommen häufig viele Versprechen, die nicht in die Tat umgesetzt werden und dafür soll ich all diese Leistung im Vorfeld erbringen? Da muss man sich fragen welche Leistungen bekomme ich für mein Geld?
The Quibbler
am 26.07.11 um 06:21
Bewerbungsmappe mit Gehaltsnachweis, Schufa-Auskunft, Lebenslauf, Mietschuldenfreiheitsbestätigung, Kontaktdaten zu Ihrem jetzigen Vermieter ... Weiter keine Wünsche? Unglaublich, dass erwartet wird, sich vor dem Vermieter praktisch nackt auszuziehen. Unter derartigen Umständen würde ich dankend verzichten. Aber die Medien schüren das Misstrauen fleißig mit mit ihren Sendungen über Mietnomaden und dergleichen, ganz nach dem Motto "Menschen, Tiere, Sensationen".
Man möchte brechen.
tuta
am 25.07.11 um 20:38
soll das eine satire sein? wenn ja -- es fehlt das komplement: wie stelle ich mich als vermieter, hausgemeinschaft etc. vor ... z.b.: lieber vermieter, zeigen sie mir bitte 'mal ihren kontostand. woher soll ich wissen, ob sie das geld bei reperaturen haben? ... oder nimmt die brigitte den würdelosen mieter-selbstverkauf etwas ernst?
Man möchte brechen.