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Einrichten: So finden Sie Ihren Stil!

Wie zieht mehr Persönlichkeit zu Hause ein? Stylistin Conni Kotte verrät ihre Tricks für mehr Stil beim Einrichten.

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Foto: Reto Klar

Conni Kotte, 52, stattet Räume bei Filmarbeiten mit Möbeln und Requisiten aus (z. B. "Der freie Wille", 2006). Nach fast 25 Jahren Weltenbummeln als Filmausstatterin wollte die Mutter von zwei Töchtern (15 und 20 Jahre) sesshafter werden. Seit Ende 2007 hat die Stylistin ein Einrichtungsgeschäft in Hamburg. Stil ist für sie nicht nur eine Frage der richtigen Proportionen, sondern kommt aus dem Bauch. Sie selbst bezeichnet sich als "Mischung aus Einrichtungsvermittlerin, Möbelagentin und Raumgestalterin". www.connikotte.com

BRIGITTE: Sie sorgen bei Filmen fürs passende Wohnambiente. Braucht ein Raum eine Dramaturgie?

Conni Kotte: Nein. Das Konzept ist eine eigene Vision. Dazu muss man mal in sich reinhören, vielleicht Magazine oder Wohnbücher blättern, die Seiten kopieren und sammeln, die einem gefallen, und dadurch ein Gefühl für die Stimmung entwickeln, in der man leben will. Das kann man dann nachahmen. So entsteht eine gesunde Basis. Man muss sich beim Einrichten selbst die Frage stellen, ob es Möbel oder Farben gibt, die einem guttun, oder ob sie Kraft kosten, weil man ständig versucht, darüber hinwegzusehen.

BRIGITTE: Wie gibt man einem Raum Persönlichkeit?

Conni Kotte: Indem man ihn durch ausgefallene Dinge bereichert. Das kann eine Vase vom Flohmarkt sein, ein toller Stoff für ein gewöhnliches Sofa, ein Regal aus den 60ern oder ein schöner Vorhang. Es sollten Dinge sein, die einem irgendwie entsprechen, zu denen man eine Beziehung hat.

BRIGITTE: Wie wichtig ist es, einen Stil konsequent beizubehalten?

Conni Kotte: Gar nicht. Konsequenz ist schrecklich und langweilig. Wer sich konsequent einrichtet, lebt wie im Katalog. Es fehlt das Leben. Deshalb rate ich Leuten, die sich neu einrichten, sich Zeit zu lassen und nicht innerhalb von sechs Wochen komplett neue Möbel zu kaufen. Ein Zimmer muss wachsen. Besser, man sieht mal drei Monate auf eine leere Wand und entwickelt irgendwann eine Idee davon, was passen könnte, als wenn man jahrelang auf etwas guckt, was ein Schnellschuss war und einen ärgert. Die Möbel kommen zu einem.

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  • Foto: Reto Klar
    Interview: Nicole Lötters
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