Fitflops: Training to go

Die Figur in Form zu bringen, kann ein zeitaufwändiges Unterfangen sein. Wie schön wäre es da, wenn Po und Beine sich ganz nebenbei trainieren ließen. Fitflops, eine Art Flipflop mit eingebautem Fitnessstudio, versprechen genau das: Ein Training to go. Ob das funktioniert?

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Die Fitflops fallen durch ihre dicke Sohle auf

Die Fitflops fallen durch ihre dicke Sohle auf

Fast den ganzen Tag macht sich mein Hintern breit - erst auf meinem Bürostuhl, dann auf meinem Sofa. Und ja, das "breit" ist wörtlich zu verstehen. Offensichtlich fühlt er sich vernachlässigt, langweilt sich, wenn ich arbeite. Wenn Hunde sich vernachlässigt fühlen, pinkeln sie in die Wohnung. Mein Hintern wird dick. Er will wie ein Hund "Gassi geführt", sprich: bewegt werden. Meist fehlen mir die Zeit und der Wille für formgebende Aktivitäten. Wie verheißungsvoll klingen da Worte wie Fitflops. Das sind Flipflops, die laut Hersteller eine "magische Sohle" haben. Jeder Schritt sei durch die Instabilität der Sohlen ein "wirkungsvolles Workout" für Waden, Oberschenkel- und Gesäßmuskulatur. Sogar gegen Cellulitis sollen sie helfen. Hallo?! Heißt das, dass jeder Gang - ob nun zur Kaffeemaschine oder zum Briefkasten - denjenigen zum Fitnessstudio überflüssig macht? Hört sich verdammt verführerisch an.

Als ich die Fitflops das erste Mal in meinen Händen halten, fange ich an zu zweifeln. Ich hätte mir eine andere Farbe aussuchen sollen, vielleicht schwarz oder braun. Meine haben giftgrüne und mit Lack verzierte Riemen. Die weiße Plastiksohle ist zum Teil vier - gefühlte zehn - Zentimeter dick. Nicht gerade dezent. Nun gut, irgendwo muss das "eingebaute Fitnessstudio" ja untergebracht werden. Also erst mal Socken aus, reinschlüpfen und ein paar Fitness-Schritte wagen. Das erste, das mir in den Kopf schießt sind: Wolken. Ich gehe auf Wolken. Bequem sind die Fitflops, da kann man nicht meckern. Dass sie instabil sein sollen, spüre ich überhaupt nicht. Wenn Fitness sich immer so gut anfühlen würde, hätte ich längst eine Klum-Figur. Zurzeit blicke ich allerdings eher auf Klump-Füße.

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  • Text: Britta Hesener
    Fotos: Theresa Rundel
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