Einen ersten skeptischen Blick haben sich die Dinger schon verdient. Die Magic Touch Handschuhe versprühen einen gewissen Skiurlaubs-Charme und liegen schwer in der Hand. Kein Wunder: Schließlich sollen sie ja nicht vor Wärme schützen, sondern beim Tragen die Hände mit Pflege versorgen. Zu diesem Zweck sind die weißen Handschuhe auf der Innenseite mit einem Feuchtigkeit spendendem Gel beschichtet, dass sich aus Jojoba-, Avocado und Olivenöl zusammensetzt.
Diese Mischung steigt mir bereits lange vor der erhofften Pflege in die Nase. Die Handschuhe riechen intensiv, und leider nicht besonders gut. Wer den versprochenen Pflegeeffekt für trockene, raue und schwielige Hände genießen will, muss da allerdings durch. Und das gleich dreimal pro Woche, jeweils für 30 Minuten.
Der kritische Blick auf meine Hände verrät: Ich gehöre ganz klar zu dieser Gruppe. Meine Handrücken fühlen sich meistens ein wenig nach feinem Schmirgelpapier an. Besonders zwischen den Fingern ist die Haut immer trocken. Da ich mit der traditionellen Handcreme eigentlich nur Hassgefühle verbinde (beim Gedanken an Cremerückstände zwischen den Fingern läuft es mir eiskalt den Rücken hinunter), kommen mir die Magic Touch Handschuhe gerade recht.
Also ziehe ich sie bei der nächsten Gelegenheit über, am Feierabend vor dem Fernseher. Die erste Bekanntschaft mit dem pflegenden Gel fühlt sich allerdings seltsam an. Kalt und klebrig schmiegt sich das Gel an die Haut, nach den ersten Minuten beginnt das Schwitzen. Während die Finger von Minute zu Minute mehr kribbeln, bin ich komplett bewegungsunfähig. Dank der Pflegehandschuhe sehe ich nicht nur aus wie Mickey Mouse, zusätzlich ist meine Feinmotorik auch vorübergehend lahm gelegt. Also muss ich mich während der Wartezeit auf einen Fernsehsender festlegen - umschalten aussichtslos.
Ein Opfer, das sich lohnt. Als ich nach wenigen Minuten kurz die Handschuhe ausziehe, ist der Pflegeeffekt bereits spürbar. Nachdem ich sogar volle 30 Minuten durchgehalten habe und die Handschuhe erleichtert abstreife, fühlen sich meine Hände deutlich zarter an, die trockenen Stellen sind verschwunden. Zwar hängt der Geruch noch einige Zeit in der Luft, aber dafür bleibt mir dieses unangenehme Gefühl von Creme zwischen den Fingern erspart. Und das für lange Zeit, wie der Text auf der Verpackung verrät, denn: Die Magic Touch Handschuhe sind waschbar.
Allerdings nur per Hand, und auch nur mit einem milden Waschmittel. Also ab mit den Handschuhen in eine Schüssel mit warmen Wasser und los geht's. Nach 24 Stunden Trocknen auf der Leine bestäube ich die Handschuhe, wie von der Anleitung gefordert, mit Talkum-Puder und staune. Sie sind wie neu. Eigentlich sogar besser, denn der Pflegeeffekt bleibt der gleiche, aber der Geruch lässt nach. So lange man sie nur nicht in die Mikrowelle legt, denn davor warnt der Text auf der Verpackung eindringlich. Alles klar.
Fazit: Theoretisch tatsächlich eine Alternative zum schnöden Eincremen - wenn man seine Hände für insgesamt eineinhalb Stunden pro Woche entbehren kann.
Die Magic Touch Handschuhe mit Feuchtigkeit spendendem Gel auf der Innenseite gibt's für 49,98 Euro bei HSE 24.
Bewertung
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