Milena Moser: Tipps von der Expertin

Die erfolgreiche Autorin Milena Moser unterrichtet Menschen, die ihren Schreibstil verbessern möchten. Uns hat sie einige ihrer wichtigsten Tipps verraten.

Geschichten schreiben: Milena Moser

Milena Moser

Die Schweizer Autorin Milena Moser hat ihre Liebe zum Schreiben zum Beruf gemacht. Wer regelmäßig BRIGITTE WOMAN liest, kennt sie bestimmt. Über das Gefühl eine Lebenskünstlerin zu sein, schreibt sie beispeisweise in dem Artikel Der Tanz zwischen Freiheit und Sicherheit. Zudem hat sie mehrere Romane verfasst. Ihr letzter heißt "Möchtegern" (464 Seiten, 19,90 Euro, Nagel & Kimche).

Ihr Wissen über das Schreiben gibt sie gern weiter. Zusammen mit der Autorin Sibylle Berg hat sie eine Schreibschule in Aarau in der Schweiz aufgebaut.

Einen kleinen exklusiven Schreibkurs gibt Milena Moser auf BRIGITTE-woman.de - indem sie uns ein paar wichtige Fragen beantwortet.

Wie finden Sie die Ideen für Ihre Geschichten, die Sie erzählen möchten?

: Oft erst auf dem Papier - viele Gedankenfetzen, Bilder tummeln sich in meinem Kopf, manchmal beobachte, höre, lese ich etwas und denke: darüber möchte ich schreiben. Wenn ich mich dann aber hinsetze, kommt meist etwas ganz anderes dabei heraus.

Was hat Ihnen auf dem Weg zur Autorin am meisten geholfen?

Milena Moser: Ich sage oft, ich sei wie Obelix als Kind in den Zaubertrank gefallen. Ich bin ja Schriftstellerin in der zweiten Generation, ich konnte bei meinem Vater und seinen Freunden beobachten, wie das Bedürfnis nach Anerkennung die Kreativität zerstört. Mir geht es um mein Schreiben, um das, was auf dem Papier passiert, nicht um die Rezeption meines Schreibens. Die ist zweitrangig. Das hat mir geholfen, meinen Stil zu entwickeln und in den über zwanzig Jahren seit meiner ersten Veröffentlichung auch Buch für Buch weiterzuentwickeln, ohne Angst.

Was ist Ihr wichtigster Ratschlag für diejenigen, die Geschichten schreiben wollen?

Milena Moser: Schreiben. Schreiben. Schreiben.

Wie fängt man eine Geschichte an?

Milena Moser: Nicht mit dem ersten Satz! Mit dem, was sich im Kopf gerade nach vorne drängt, auf's Papier. Jede Geschichte muss mindestens drei bis fünf Mal geschrieben werden, bevor sie stimmt.

Wie strukturiert man all die Gedanken zur Geschichte?

Milena Moser: Im Nachhinein! Wer seine Geschichte plant, engt sie ein - das Wichtigste passiert erst auf dem Papier.

Wie gelangt man zu seinem persönlichen Schreibtstil?

Milena Moser: In dem man sich Satz für Satz laut vorliest, jedes Wort in den Mund nimmt. Die Sprache, die einem leicht über die Lippen geht, ist die eigene.

Kann man lernen, kreativ zu schreiben?

Milena Moser: Ich glaube, jeder kann das, die meisten haben es allerdings vergessen oder im wahrsten Sinne des Wortes verlernt - mit Pseudowissen zugeschüttet. Meine Rolle als Dozentin sehe ich eher im Befreien der eigenen Sprache, der eigenen Geschichten, dem Befreien von Regeln und Vorstellungen, was ein guter Text sein soll. Man kann das eigene Schreiben entdecken, stärker, besser, grösser machen.

Was sollte jeder neue Autor auf jeden Fall sein lassen?

Milena Moser: Sich mit anderen vergleichen. Sicherheit erwarten. Denken, man könne vom Bücherschreiben leben.

Foto: Nina Süsstrunk

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