Wie schafft man es, zusammen alt zu werden?

Zusammen alt werden: Älteres Paar

Zusammen alt werden, das ist der Traum aller Frischverliebten. Aber wie kriegt man das als Paar eigentlich hin? Dieser Frage geht unser Autor Till Raether nach.

Es gab eine Zeit, da war das Schönste, was wir uns vorstellen konnten. Nicht allein, allein stand nicht zur Debatte: Wir waren verliebt, es war unser erster gemeinsamer Urlaub. Und während Luise und ich über den Ostseestrand von Boltenhagen liefen, fanden wir immer neue Wege, einander zu sagen, wie ungewöhnlich groß unsere Liebe war. Ich kann es kaum erwarten, dich meinen Eltern zu zeigen, ach, das wird schrecklich schön! Willst du Kinder? Ja, ja, ja, und so sollen sie heißen. Und irgendwann, als alles gesagt war, aber der Weg zurück ins Hotel noch wunderbar schmerzhaft lang, sagte einer von uns den Satz, der alles übertraf, weil er unsere gemeinsame Zukunft ins Unendliche dehnte: Mit dir will ich alt werden.

Wir umarmten uns lange und küssten uns und träumten von uns als glücklichem alten Ehepaar. Das ist zwölf Jahre her, und in dieser Zeit ist viel passiert (die Kinder, ein paar Wohnungen, die Krisen, die Arbeit, und alles an viel zu kurzen Tagen). So viel, dass ich an eines in dieser Zeit kaum gedacht habe: das gemeinsame Älterwerden. Oder überhaupt: älter werden. Bis mir passierte, was den meisten in der so genannten Lebensmitte passiert: Ich blickte auf und sah, dass mir weniger Lebenszeit bleibt, als ich schon verbracht habe. Gut, das ist reine Statistik, aber sie verursacht ein tiefes Gefühl. Nicht nur Beklommenheit und Zweifel, die meinen eigenen Weg betreffen und die Zeit, die mir bleibt. Sondern auch die Frage: Wie soll es weitergehen mit uns?

Die verflixte Lebensmitte

Denn, ganz ehrlich: Die so genannte ist eine harte Zeit für Paare. Wir stecken mitten in der Kindererziehung, gleichzeitig erleben wir, dass die ersten Freunde anfangen, die Pflege ihrer alten Eltern zu organisieren. Ich bin längst nicht mehr so sorglos und belastbar wie vor zehn Jahren. Und was uns als Paar angeht: Es scheint sich wenig zu entwickeln, die Konflikte sind immer die gleichen - ich sage nicht, wie's mir geht, ich habe schlechte Laune und bin erschöpft, Luise nervt mich mit Plänen und einer Aufbruchstimmung, hinter der ich eine dräuende Unzufriedenheit mit unserem Leben vermute.

Aber wir reden selten. Weil nie genug Zeit ist und weil wir beide zu oft die Erfahrung gemacht haben, dass unsere Gespräche in Vorwürfen enden. Wir schleichen um unsere Probleme, als hätten wir Angst, auf Minen zu treten: Die Lebensmitte ist eine Zeit, in der ungelöste Probleme in der Partnerschaft "explodieren", so hatte das die renommierte Psychologin Rosemarie Welter-Enderlin mal formuliert. Viele unserer Freunde und Bekannten trennen sich. Auch wir haben mehr als einmal "Es reicht mir!" geschrien oder leise gesagt: "Ich halte es hier nicht mehr aus."

Tue ich aber doch. Weil ich die Hoffnung habe, dass es auch anders geht. Weil es Wege geben muss, die Harmonie und das Glück und die Nähe, also das, wovon wir am Anfang geträumt haben, in die nächsten Jahre und Jahrzehnte zu reden. Alles andere käme mir vor wie Verrat an den Menschen, die wir waren, als wir uns ineinander verliebten.

Warum ist die Zeit ab 45 so entscheidend dafür, ob wir glücklich zusammen alt werden? Der Altersforscher Hartmut Radebold und seine Frau Hildegard schreiben in ihrem Buch "Älterwerden will gelernt sein", dass die Lebensphase ab 45 für die Partnerschaft nach dem 60. Lebensjahr "entscheidende Bedeutung" hat. Denn nach der Verliebtheit ist die Beziehung dadurch geprägt, wer wir sind: von unseren Persönlichkeiten und den Konflikten, die daraus entstehen. In späteren Jahren ist die Beziehung dann geprägt von unserem Verhalten, also durch die Art und Weise, wie wir gelernt haben, mit unseren Konflikten umzugehen.

Wir haben irgendwann angefangen, jedes Missverständnis sofort aufzuklären

Es wird also Zeit: Wenn wir ab 45 endlich einen guten Weg finden, miteinander zu reden und einander zu akzeptieren, dann brauchen wir uns ab 60 nicht mehr aneinander abzuarbeiten. Ich kenne ältere Paare, denen das gelungen ist, und es ist gut, sich Vorbilder zu suchen. Die übersprudelnde, tatkräftige Kollegin mit ihrem schweigsamen, stoischen Mann, bei denen wir alle am Anfang dachten, Gegensätze ziehen sich an, ist ja klar. Und die dann aber über die Jahre offenbar einen Weg gefunden haben, ihre Gegensätze nicht unentwegt aufeinanderprallen zu lassen, sondern sie auszugleichen: "Wir haben irgendwann angefangen, jedes Missverständnis sofort aufzuklären", hat die Kollegin einmal gesagt, "denn ich habe gemerkt: Wenn ich mir immer nur sage, er ist halt so, dann kommen wir nicht weiter." Aber viele Studien zeigen, dass Paare sich gerade in der entscheidenden Phase auseinanderentwickeln statt zueinander hin. Vielleicht, weil das Älterwerden jeden auf sich selbst zurückwirft: Wenn ich mich frage, wie viel Zeit mir noch bleibt und was ich am besten damit anfange, ist von "wir" keine Rede. Schlimmstenfalls endet man wie die Eltern eines guten Freundes. Nachdem wir uns von ihnen verabschiedet hatten, musste ich noch mal ins Haus, weil ich was vergessen hatte. Die Mutter saß in ihrem Zimmer, rauchte und sah fern.

Der Vater saß, zwei Türen weiter, in seinem Zimmer, rauchte und sah fern. Beide schauten den "Tatort". Die Schweizer Psychologin Pasqualina Perrig-Chiello, eine der führenden Forscherinnen über das Älterwerden von Paaren, sagt, uns stehe "eine schwierige Gratwanderung zwischen Eigenständigkeit und Gemeinsamkeit" bevor: "Wir müssen unsere Partnerschaft immer wieder neu definieren, und diese Re-Definition ist vor allem in der Lebensmitte zwingend, wegen der vielen biografischen und familiären Übergänge in dieser Zeit." Eine sehr nüchterne Formulierung für das Chaos aus anstrengenden Kindern, geknickten Karrieren und Krankheiten, das wir Leben nennen. Am Anfang, verliebt, haben wir gedacht, dass wir alle Herausforderungen gemeinsam meistern werden. Jetzt stellen wir fest, dass diese Herausforderungen einsam machen, wenn man alles einfach so laufen lässt.

Wir werden auf unterschiedliche Weise älter

Erleben Frauen das Älterwerden anders als Männer? Wir werden zwar gemeinsam älter, aber nicht gleichzeitig und nicht auf die gleiche Weise. Auch deshalb entfernen wir uns voneinander. Es gibt individuelle Unterschiede, aber auch grundsätzliche: Frauen und Männer erleben ihr Älterwerden unterschiedlich. Individuell ist, dass ich mich nicht mehr als jung empfinde. Die Frage, ob ich jung oder alt bin, beschäftigt mich. Luise, die so alt (oder jung) ist wie ich, hat sich diese Frage nie gestellt, sie sagt, im Moment gebe es doch so oder so genug zu tun. Wir erleben also nicht das Gleiche. Und das werden wir auch weiterhin nicht. Wenn es ums Älterwerden geht, müssen Frauen sich mit den Wechseljahren, neuen beruflichen Herausforderungen (zum Beispiel nach spätem Wiedereinstieg) und Doppel- und Dreifach-Belastungen in der Familie auseinandersetzen.

Weil die Kinder in der Pubertät sind, die Eltern pflegebedürftig und der Mann unter Umständen ein Trauerkloß ist. Denn ein durchschnittlicher Mann wie ich erlebt das Älterwerden als eine Zeit, in der er im Beruf und privat an Bedeutung verliert. Im Job rücken die Jungen nach, und zu Hause dämmert uns, dass die meisten Sozialkontakte über die Frau laufen und wir nicht genug Freunde haben. Wobei Männer viel eher als Frauen die Möglichkeit haben, auszubrechen: indem sie mit einer jüngeren Frau scheinbar noch einmal von vorn anfangen. Was die Verlassenen nicht nur als Verletzung, sondern auch als Flucht vor der gemeinsamen Aufgabe empfinden: dem Älterwerden.

Die meisten Menschen werden mit zunehmendem Alter verträglicher, gewissenhafter und emotional stabiler.

Was kann ich dazu beitragen, dass das gemeinsame Älterwerden gelingt? Ich glaube, jedes unglückliche alte Paar, das ich mit erloschenen Gesichtern in der Fußgängerzone beigefarbene Popelinejacken kaufen sehe, ist den gleichen Weg gegangen: zusammen alt zu werden, als wäre es ein Schicksal, das man über sich ergehen lassen muss. Die Psychologie unterscheidet zwischen Menschen, die daran glauben, dass ihnen ihr Leben passiert, und jenen, die glauben, dass sie es selbst beeinflussen können. Im zweiten Fall spricht man von Menschen, die eine hohe "Selbstverantwortlichkeit" haben. Es sind Menschen, die "wissen, es kommt auf einen selber an, man kann sich und die jeweilige Situation verbessern, gestalten und akzeptieren", so die Psychologin Perrig-Chiello. Es ist erwiesen, dass selbstverantwortliche Menschen viel zufriedener sind, vor allem im Alter. Und wenn Selbstverantwortlichkeit der Schlüssel zur Zufriedenheit ist, dann muss man sich auch der Partnerschaft in den Jahren ab 45 so stellen: im Bewusstsein, dass man sie gestalten und verbessern kann. Es stimmt nämlich nicht, dass Menschen immer unflexibler und festgelegter werden, je älter sie werden. "Die meisten Menschen werden mit zunehmendem Alter verträglicher, gewissenhafter und emotional stabiler", sagt der Altersforscher Hans-Werner Wahl. Das klingt wunderbar, aber mir kann es nur gelingen, wenn ich meine Einstellung ändere. Wenn ich akzeptiere, dass es an mir und an uns als Paar liegt, ob wir uns in zehn Jahren noch über die gleichen Dinge streiten werden wie heute, ob wir zu zweit einsam werden oder ob wir Verantwortung dafür übernehmen, dass es mit uns besser wird denn je.

Unsere Großeltern sahen die Beziehung noch als unveränderlich an

Vielleicht sind wir zu sehr geprägt von der Generation unserer Großeltern. Sie schien ihre Beziehung als etwas Unveränderliches zu sehen: Man arrangierte sich miteinander, man beschied sich, und es wäre doch gelacht gewesen, wenn man das nach zwei Weltkriegen nicht auch noch durchgestanden hätte. Inzwischen sehen Experten das "Fördern der Beziehung" als menschliche Entwicklungsaufgabe, gerade in höherem Alter. Eigentlich versteht die Psychologie unter "Entwicklungsaufgaben" solche, die jeder Mensch für sich lösen muss, um erwachsen zu werden. Beispielsweise zu akzeptieren, dass einen die Eltern nicht mehr beschützen können, oder Illusionen über sich selbst aufzugeben. Dass es auch eine gemeinsame Aufgabe ist, als Paar erwachsen zu werden, indem man ein Leben lang die Beziehung fördert, ist eine neue und spannende Sichtweise.

Wie fördert man eine Partnerschaft, die seit vielen Jahren besteht? Ja, es geht um "Vertrauen, Toleranz, Offenheit und stillschweigendes Verstehen", wie die Psychologin Perrig-Chiello sagt; es geht um die Veränderung der Sexualität zu einer "ganz neuen Zärtlichkeit", es geht um kreative Lösungen beim Zusammenleben, vielleicht sogar um getrennte Wohnungen; alles, was hilft, Gemeinsamkeit und Eigenständigkeit auszubalancieren. Der Eheberater Hans Jellouschek spricht von der Bedeutung, die ein neues "Drittes" hat, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Davon, in eine gemeinsame Richtung zu schauen, indem man sich zusammen engagiert, im Garten, als Groß­eltern oder - ein Beispiel, das mir sofort einfällt - gegen "Stuttgart 21". Jellouschek beschreibt auch, wie wichtig es ist, sich mit der gemeinsamen Vergangenheit zu versöhnen, einander zu verzeihen und unerledigte Angelegenheiten irgendwann hinter sich zu lassen.

Wo ist die Lust am Neuanfang, wenn man sie braucht?

All das klingt schön und vertraut, weil wir am Anfang dachten, nichts wäre leichter als das: offen sein, einander zuhören, nachsichtig sein, Rücksicht nehmen. Verliebte sind darin unschlagbar. Jetzt, mit Anfang, Mitte 40, haben wir all das gründlich verlernt. Wir hören nicht zu, weil wir sowieso schon wissen, was der andere wieder sagen wird. Wir vergessen, Zeit für uns als Paar einzuplanen, und verdrängen, was es zu verzeihen gäbe. Wo ist die Lust am Neuanfang, wenn man sie braucht? Denn einander gerade jetzt wieder nahezukommen, da jeder mit sich selbst beschäftigt ist, auszubrechen aus festgefahrenen Rollen und Verhaltensweisen: Das wäre ein echter Aufbruch. Es wäre ein größerer Neuanfang als die kleine Galerie, von der Luise träumt, oder der dusselige Marathon, den ich mir jedes Jahr aufs Neue vornehme und für den ich dann doch nicht trainiere.

Warum ist es so wichtig, dass wir einander ähnlicher werden? "Wer stereotyp an Geschlechterrollen festhält, wird es schwer haben", sagt die Psychologin Perrig-Chiello und spricht von der Notwendigkeit einer "Androgynisierung", also dem Ausbalancieren von weiblichen und männlichen Eigenschaften mit zunehmendem Alter. Es gibt wissenschaftliche Evidenz, dass Männer im Alter "weiblicher", also vor allem gefühlvoller werden und Frauen "männlicher", aktiver, durchsetzungsstärker. Allerdings läuft das nicht automatisch, sondern unsere Mitarbeit ist gefragt: indem wir aus alten Rollenmustern ausbrechen. Es gibt gute Gründe dafür. Zum einen belegen Studien, dass androgyne Menschen nicht nur eine höhere Lebenserwartung haben, sondern im Alter als attraktiver empfunden werden und dass eine "androgyne Rollenorientierung" das Älterwerden erleichtert. "Wer sich als Frau im Alter noch als Weibchen aufführt, macht sich lächerlich, und wer sich als alternder Mann noch auf die Rolle des Machers beschränkt, ist zum Scheitern verurteilt", sagt Pasqualina Perrig-Chiello. Es mag ein Zufall sein, aber das sympathischste Paar Mitte 50, das ich kenne, hat vor einigen Jahren die Rollen getauscht. Jetzt macht er eine Yoga-Ausbildung und kümmert sich um die Kinder, während sie Vollzeit arbeitet. Klar, die beiden haben auch ihre Probleme; aber weil jeder im Laufe der Zeit verschiedene Welten kennen gelernt hat, leben sie jetzt in einer gemeinsamen.

Ich bin am Ende trotz allem glücklicher, wenn ich mehr Zeit mit den Kindern als im Büro verbringe.

Warum können wir uns trotz aller Herausforderungen entspannen? Dass der Abschied von festgelegten Rollen so wichtig ist fürs gemeinsame Älterwerden, macht mir Hoffnung. Mit knapp 43 gehöre ich zu einer Übergangsgeneration: Ich glaube, dass wir die Ersten sind, die mehr oder weniger erfolgreich seit Jahren versuchen, uns von den alten Rollen zu lösen. Zum Teil, weil wir müssen: Welche Familie kann heute noch von einem Gehalt leben? Zum Teil, weil wir wollen: Ich bin am Ende trotz allem glücklicher, wenn ich mehr Zeit mit den Kindern als im Büro verbringe. Schön zu hören, dass wir damit auf einem guten Weg in die gemeinsame Zukunft sind. Denn dieser Weg kostet viel Kraft, von der ich manchmal nicht weiß, woher ich sie noch nehmen soll. Eine relativ neue Studie hat ergeben, dass in Deutschland die Lebenszufriedenheit von Männern und Frauen mit 42,9 Jahren auf dem Tiefpunkt ist. Exakt mein Alter. Mit 20 sind wir äußerst zufrieden, dann geht es bis 42,9 bergab und von da an nur noch bergauf. Über die Gründe wird spekuliert: Vermutlich liegt es daran, dass wir im Laufe unseres Lebens immer besser lernen, mit Niederlagen umzugehen, und dass wir anfangen, uns realistischere Ziele zu setzen.

Das Älterwerden scheint eine Zeit der Ungleichheit zu sein

Ich gebe zu, dass ich stillschweigend davon ausgegangen bin, dass man mit fortschreitendem Alter tapfer gegen eine wachsende Traurigkeit ansingen muss. Dass dies bewiesenermaßen nicht so ist, sehe ich als Geschenk: Zufriedenheit gibt Kraft, und nachdem mir klargeworden ist, dass gemeinsam älter werden Arbeit ist, kann ich mir jetzt vorstellen, woher die Kraft für diese Arbeit kommen soll. Wie gesagt, seit sind zwölf Jahre vergangen. Bisher haben wir die großen Dinge zeitgleich erlebt, kein Wunder: Wir waren zur gleichen Zeit verliebt, wir haben am selben Tag geheiratet, waren zur selben Zeit junge Eltern. Das Älterwerden aber scheint eine Phase der Ungleichzeitigkeit zu sein, nicht mal in Rente gehen wir zum selben Termin. Es wird Geduld erfordern, wir werden nach Jahren wieder aufeinander warten müssen. Neulich habe ich Luise im Bad überrascht. Sie stand vor dem Spiegel und zählte in ihren dunkelbraunen Haaren die grauen. Und weil sie schon dabei war, zeigte sie mir auch gleich ihre Falten. Nein, sie waren mir noch nicht aufgefallen. Dann untersuchte sie meine Falten. Und ich dachte, wie gut, wie schön, denn warum soll man uns nicht ansehen, dass wir schon recht viele Jahre miteinander verbracht und viel zusammen erlebt haben? Und ich dachte, wie sehr es mich erdet, dass meine Frau nicht mehr so jung aussieht wie mit 30, weil ich daran sehe, dass ich nicht allein bin auf dem Weg in die Zukunft. "Wir werden alt", sagte sie. "Stimmt", sagte ich. Ich bin mir nicht sicher, ob das aus ihrer Sicht die richtige Antwort war; falls nicht, werde ich hoffentlich noch viele Jahre Zeit haben, es wiedergutzumachen.

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Text: Till Raether Fotos: iStockphoto

Kommentare (4)

Kommentare (4)

  • Sipporah
    Sipporah
    Grundsätzlich:
    1. Es ist ein Armutszeugnis, dass hier ständig Themen veröffentlicht werden, die schon einige bzw. mehrere Jahr alt sind.
    2. Seit man registriert sein muss, gibt es kaum noch Kommentare.
    @Cheyenna: ich gebe Ihnen grundsätzlich recht, aber als Till Raether den Artikel schrieb, war er Mitte 40. Es geht auch eher um das Altern ab 40, das ja viele in die Krise bringt. Und das darüber entscheidet, wie man die Jahre bis 80 gemeinsam gestaltet. Da ich über 80 bin, seit 1978 in Partnerschaft, weiß ich,dass es gut gehen kann. Sipporah
  • cheyenna
    cheyenna
    Schön, dass es eine andere Leserin hier schon vor 10 Monaten moniert hat: Gemeinsam alt werden ist wohl kaum ein Thema, wenn Mann 50++ ist, und Frau 30+, wie das Foto hier suggeriert. Ob sich das in absehbarer (Medien-)Zeit noch einmal ändern wird, wenn noch nicht einmal in einer Zeitschrift wie dieser hier?
  • schattenwoelfin
    schattenwoelfin
    Nur mal eben eine Anmerkung zum Bild: Es hat für mich mit zusammen alt werden herzlich wenig zu tun, denn ich sehe (mal wieder) eine junge Frau an der Seite eines deutlich älteren Mannes. Schade, ich dachte im Hause BRIGITTE sei man da "weiter".
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Ich bin mit meinem Mann jetzt seit über 30 Jahren zusammen und werden wie ich es damals erhofft hatte zusammen alt. Mit hochs und tiefs aber glücklich zu frieden. Das klappt aber nicht durch Tolleranz. T. bedeutet nur tolererieren, nur nebenher. Akzeptanz ist das richtige Wort. Ich akzeptiere meinen Mann. Er mag nicht gerne raußgehen, freut sich aber wenn ich mal was unternehme. Er zieht die Zahnpaste von der Tube mit der Bürste ab(eklig), kann er doch aber machen, denn ich kaufe mir meine eigene Zahnpasta. Wir kaufen unsere Lebensmittel oft zusammen ein und planen unser Wochende gerne. Je länger wir zusammen sind, so ähnliche sind unsere Gedanken. Das genieße ich. Miteinandernreden ist das "neue Streiten" Wir kennen undere Empfindlichkeiten, reden aber trozdem darüber. Ach, und erziehen oder ändern wollte keiner von uns den anderen. Aber wir haben uns selbstverständlich geändert. Wie sollte es 30 Jahre später auch anders sein. Ich bin jetzt 55. Es wird wohl so weitergehen

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