Lebensmittel liefern lassen

Machen Sie Ernst mit dem Vorsatz, gesünder zu essen: Der Lebensmittel-Lieferservice KommtEssen bringt Rezepte und frische Zutaten ins Haus, Sie müssen nur noch kochen.

  Lisa Rentrop gründete KommtEssen vor drei Jahren

Lisa Rentrop gründete KommtEssen vor drei Jahren

Jetzt steht Ihrem Wunsch, sich gesünder zu ernähren, nichts mehr im Weg! Denn wer bei KommtEssen ordert, muss sich um Fragen wie "Was koche ich morgen?" oder "Wer kümmert sich um den Einkauf?" keine Gedanken machen. Immer am Montagabend werden Tüten mit den Zutaten für drei bis fünf Mahlzeiten samt Rezepten an die Haustür geliefert. Es wird auf saisonale, regionale, umwelt- und klimabewusste Zutaten geachtet, und mindestens ein Viertel davon sind Bioprodukte.

Bei einem Test mit drei weiteren vergleichbaren Lieferanten ging KommtEssen kürzlich als Sieger hervor (RTL EXTRA im November 2012). Eine Ernährungswissenschaftlerin, die die Angebote beurteilte, lobte die frischen, abwechslungsreichen Zutaten, die ausgewogenen Rezepte und die Zusammenstellung aus viel frischem Gemüse, nachhaltig gefischtem Fisch und frischem Fleisch.

Eine, die KommtEssen schon ausprobiert hat, ist BRIGITTE-Redakteurin Christine Hohwieler. Lesen Sie auf den folgenden Seiten, wie der Lieferservice ihr Familienleben umkrempelte.

BRIGITTE-Redakteurin Christine Hohwieler hat "KommtEssen" schon ausprobiert. Hier berichtet sie, wie der Lieferservice ihr Familienleben umkrempelte.

Meine Kinder mögen keine Frikadellen. "Wurfgeschosse", "platt gedrückte Kackwürste", "Würg", so lauten die Kommentare, die Hackbällchen bei ihnen hervorrufen. Doch diesmal ist alles anders. Die Buletten-Hasser sitzen vor ihren Tellern, sie schlingen und quietschen, sie fordern Nachschub und verkünden, dass ich ja schon viel früher auf die Idee hätte kommen können, die Klopse aus Lammfleisch zuzubereiten. Wo Lammkeule doch ihr Lieblingsessen ist.

Dumme Mutter, ich. Und die Idee für die Frikadellen-Variante stammt nicht mal von mir. Sie befand sich in einer Papiertüte, die mir zwei Tage zuvor nach Hause geliefert worden war. Eine Kollegin aus dem Kochressort hatte mich gefragt, ob ich das nicht mal ausprobieren wolle: den Service der Firma KommtEssen, die ihren Kunden jeden Montag einen Wochenplan mit fünf unkomplizierten Rezepten für vier Personen samt Zutaten vorbeibringt. Hauptzielgruppe: gestresste berufstätige Eltern.

Ich verspüre einen Energieschub

Also: ich. Obwohl ich der ganzen Sache nicht viel zutraute. Klar, es klang ganz praktisch - eine Woche lang nicht einkaufen. Eine Woche lang keinen Gedanken daran verschwenden, welches meiner zehn Standard-Kindergerichte ich heute auf den Tisch bringe. Andererseits witterte ich Stress: fünfmal hintereinander kochen. Fünfmal Gemäkel über das "komische Grüne" in der Soße (Bonnie) oder Gemüse, das roh "tausendmal besser schmeckt" (Finn).

Meine Kinder sind - trotz ihrer ungewöhnlichen Leidenschaft für Lammfleisch - typische Vertreter ihrer Gattung. Nudeln sind eine sichere Bank, Würstchen, Pizza, Pellkartoffeln mit Quark. Dass mit der Anlieferung einer großen Papiertüte ein neues Lebensgefühl in unseren Alltag Einzug hält, war das Letzte, womit ich gerechnet hätte.

Und deshalb staune ich über mich selbst, als ich Montagabend in der Küche stehe und beschwingt nach dem Messer greife. Statt der Feierabend-Ohnmacht, die mich ereilt, sobald ich nach einem Arbeitstag plus Einkaufs-Sprint die Wohnungstür hinter mir schließe, verspüre ich einen Energie-Schub. "Flotte Tomaten-Fischpfanne mit Brokkoli" steht auf dem Programm. Klingt lecker. Und der Fisch sieht wunderbar frisch aus. Das Gemüse auch.

Ein Gefühl von Feierabend und Frieden

Nichts, was ich sonst kochen würde, aber schauen wir mal. Schauen wollen jetzt auch die Kinder, sie stehen neben dem Herd und möchten wissen, was drin ist in der Tüte. Fünf Minuten später zersäbelt Bonnie den Lauch, Finn hackt die Zwiebeln. Als ich gerade den Fisch in Würfel schneide, ruft meine Freundin Julia an, sie hat nichts vor heute Abend, "komm zu uns", sage ich vergnügt, "es gibt was richtig Gutes".

Nach einer halben Stunde ist Julia da und die Pfanne fertig. Wir sitzen zu viert am Tisch, wir essen und lachen, und plötzlich macht sich ein Gefühl in mir breit, das ich in die Welt der Bullerbü-Romantik und Eltern-Ratgeber-Klugscheißerei verbannt hatte: der Segen einer gemeinsamen Mahlzeit. Ein Gefühl von Feierabend und Frieden. Mini-Pizzen aus der Tiefkühltruhe lösen das nicht aus.

Wir kochen und mampfen uns durch den Wochenplan. Die Frikadellen: der Knaller. Die bunte Schweinefilet-Pfanne mit Chorizo: "Ganz okay." Das Hühnchen mit buntem Ofengemüse: "Oberlecker." Ich finde alles super. Und bin fünf Abende hintereinander in Hochstimmung. Weil ich, wenn mein Arbeitstag vorbei ist, noch was Schönes vorhabe: Kochen nämlich. Ich hatte ganz vergessen, wie viel Spaß mir das macht.

Wieder Lust am Kochen

Die Rezepte aus der KommtEssen-Tüte entpuppen sich als der perfekte Wiedereinstieg: in einer halben Stunde ist alles fertig, keine exotischen Zutaten. Knoblauch, Zwiebeln, Brühe, Peperoni, Pfeffer, Salz - viel mehr ist es nicht, was für Würze sorgt. Auch die Gemüsesorten überschreiten die kindliche Toleranz in unserer Test-Woche nicht: gelbe und rote Paprika, Zucchini, Tomaten.

Dass viele Zutaten Bio-Qualität haben, ist schön, aber viel wichtiger finde ich, dass ich wieder Lust bekommen habe, in meinen Kochbüchern zu blättern. Dass ich durch keinen Supermarkt hetzen muss. Dass meine Kinder mithelfen und wir länger als zehn Minuten zusammen am Tisch sitzen. Das wird in der Papiertüte nämlich alles mitgeliefert: eine ordentliche Portion Familienleben.

Text: Christine Hohwieler Foto: Brita Sönnichsen

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