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Pflege für reife Haut

Eine strahlende, reine und für viele Jahre straffe Haut - wer wünscht sich die nicht? Mit der richtigen Pflege für reife Haut lässt sich zum Glück da einiges machen.

Wenn die Haut trocken ist

Jede Haut wird mit der Zeit trockener, und im Winter neigt sie mehr dazu als im Sommer. Trockene Haut produziert nicht ausreichend Fett, zudem fehlt es ihr auch an den so genannten natürlichen Feuchthaltefaktoren (wie Urea, Milchsäure und Aminosäuren). Die Folge: Die natürliche Hautbarriere ist gestört, die Haut ist rau, schuppig und spannt. Daher muss bei der Reinigung alles vermieden werden, was die Haut noch weiter austrocknen lässt. Das heißt: statt schäumender Waschgele oder Schaumbäder lieber rückfettende Duschcremes oder -öle verwenden, fürs Gesicht eine Reinigungsmilch, die mit lauwarmem Wasser oder einem in Tonic getränkten Wattebausch abgenommen wird.

Stattdessen lieber einmal in der Woche eine reichhaltige Creme-Maske auftragen. Eine Tagescreme mit hauteigenen Feuchtigkeitsbindern beugt Trockenzonen vor. Ceramide, Sheabutter, Traubenkernöl oder Nachtkerzensamenöl und Dexpanthenol stärken die natürliche Barriere der Haut und sorgen zusätzlich für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt. Für die Nacht kann die Creme reichhaltiger sein als am Tag: Auch zusätzliche Anti-Age-Wirkstoffe wie regenerierende pflanzliche Extrakte oder Vitamine werden dann besonders gut aufgenommen.

Aber auch bei sehr trockener Haut nicht übertreiben. Denn die liegen sonst wie eine dicke, undurchdringliche Schicht oben auf der Haut. Für die tägliche Reinigung gilt: nicht zu lange und zu heiß duschen und rückfettende Duschcremes benutzen. Hinterher mit einer reichhaltigen Bodylotion eincremen. Für die besonders trockenen Stellen am Körper, zum Beispiel an den Schienbeinen oder am Rücken, gibt es Intensivpflege, die den ganzen Tag vorm Austrocknen schützt.

Wenn die Haut glänzt

Bei Mischhaut glänzt die so genannte T-Zone im Gesicht - Stirn, Nase, Kinn - fettig, während die Wangen eher zu Trockenheit neigen. "Eigentlich bräuchten die beiden verschiedenen Zonen völlig unterschiedliche Pflege", meint die Hamburger Dermatologin Dr. Birgit Kunze. Das muss nicht kompliziert sein: "Erst eine etwas reichhaltigere Creme für trockene Haut nur auf die Seitenpartien, dann eine leichte Feuchtigkeitspflege auf das ganze Gesicht auftragen." Eine gute Alternative für die trockenen Partien ist es auch, die Feuchtigkeitscreme in der Handfläche mit einem Tropfen Gesichtsöl anzureichern und dann dort aufzutragen. Bei der täglichen Reinigung auf die trockene Haut Rücksicht nehmen und milde Reinigungsprodukte verwenden, einmal die Woche ein sanftes Peeling machen. Für die T-Zone ein alkoholhaltiges Gesichtswasser benutzen - aber auch nur dort. Für zwischendurch sind spezielle Puderblättchen gut, die überschüssigen Talg aufnehmen.

Pflege für reife Haut bei Fältchen und Pigmentflecke

Wie jung wir aussehen, bestimmen zu etwa einem Drittel unsere Gene - den Rest unser Lebensstil und die passende Pflege. Wer nicht älter aussehen will, als er ist, kann einiges dafür tun: Da unter UV-Strahlung im Körper freie Radikale entstehen, die die Zellen der Haut angreifen, sollte man keine ausgedehnten Sonnenbäder nehmen und Cremes mit UV-Schutz verwenden. Genauso wichtig: Nicht rauchen - nichts greift die Haut mehr an als die Schadstoffe einer Zigarette. Eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse unterstützt dagegen die körpereigenen Schutzmechanismen gegen freie Radikale, ebenso grüner Tee (enthält viele Radikalfänger) und ab und an ein Glas Rotwein. Es gibt auch spezielle Nahrungsergänzungsmittel, die viele Radikalfänger enthalten. Von Anti-Age- Cremes darf man natürlich keine Wunder erwarten, aber kleine Fältchen lassen sich damit durchaus ausgleichen, Pigmentflecke etwas beruhigen. Wer Linien aufpolstern möchte, kann das mit starken Feuchtigkeitsbindern tun - ganz neu ist zum Beispiel klein gehäckselte Hyaluronsäure. Langfristig kann das Bindegewebe aufgepäppelt werden mit Wirkstoffen wie zum Beispiel Peptiden, Pro- Xylane oder Vitamin A (Retinol). Auch spezielle Anti- Aging-Masken haben eine stärkere Wirkstoffkonzentration als Cremes und sorgen für glättenden Kurz- und Langzeit-Effekt. Die tägliche Reinigung sollte so mild wie möglich sein. Gut sind Massagen (sowohl am Körper als auch Gesichtsmassagen mit Cremes): Die Haut wird gut durchblutet und besser mit Sauerstoff versorgt, es bilden sich sogar kleine Gefäße neu. Gegen Altersflecke helfen Konzentrate mit natürlichen Substanzen wie Süßholzwurzelextrakt oder Vitamin-C-Derivaten. Etwa acht Wochen dauert es, bis eine leichte Aufhellung sichtbar wird.

Wenn alles in Ordnung ist

Sie ist das Ideal: Die normale Haut mit feinen Poren, die straff und leicht rosig ist, weder fettig glänzt noch spannt. Einziges Pflegeziel: Alles soll so bleiben, wie es ist! Das geht am besten, indem man die Haut nur schonend reinigt: Möglichst nicht öfter als einmal am Tag duschen, wer kein Make-up trägt, braucht dann keine zusätzlichen Reinigungsprodukte fürs Gesicht. Denn jede waschaktive Substanz macht nicht nur sauber, sondern stört auch immer ein wenig den schützenden Fettfilm der Haut. Make-up muss natürlich vor dem Schlafengehen runter - mit einer milden Reinigungsmilch oder Waschcreme. Die Auswahl der Creme richtet sich einfach nach der Außentemperatur: leichte Feuchtigkeitscremes im Sommer, reichhaltigere Pflege im Winter, am besten immer mit UV-Schutz. Extra-Tipp: Regelmäßige Saunagänge, ein- bis zweimal die Woche, kurbeln die Hautregeneration und Hautdurchblutung an. Anschließend gut eincremen, eine beruhigende Feuchtigkeitsmaske tut nach der Sauna besonders gut.

Wenn Pickel sprießen

Wer die Pubertät lange hinter sich gelassen hat und trotzdem immer wieder mit unreiner Haut (und nicht nur dem gelegentlichen Pickel) zu kämpfen hat, sollte Ursachenforschung betreiben: "Stress ist ein häufiger Auslöser, aber auch Hormonschwankungen können eine Rolle spielen", sagt Dr. Birgit Kunze, Dermatologin aus Hamburg und Begründerin des Akne-Forums (www.akne-forum.de). Schwere, dauerhafte Akne geht mit frei verkäuflichen Mitteln meist nicht weg und sollte auf jeden Fall von Ärzten behandelt werden - zur Not mit Antibiotika, Antiandrogenen oder Vitamin-A-Säure (Isotretinoin). Leichtere Formen unreiner Haut behandelt man am besten mit Cremes, die Fruchtsäure, Vitamin A oder Salicylsäure enthalten: "Aber man muss darauf achten, dass dadurch die Haut nicht zu sehr austrocknet", sagt Dr. Birgit Kunze.

Anders als in der Pubertät ist nämlich bei Erwachsenen fettige Haut nicht unbedingt die Ursache für Pickel - viele Betroffene der Acne Tarda, also der Spätakne, neigen sogar eher zu trockener Haut und machen die Akne durch die Behandlung mit aggressiven Produkten noch schlimmer. Daher bei der täglichen Reinigung und bei Cremes bitte nicht zu Pickelprodukten aus der Jugendabteilung oder Seife greifen, sondern milde Syndets und speziell ausgewiesene Mittel für unreine Haut bei Erwachsenen verwenden. Ein Gesichtsdampfbad mit Salz, Kamille oder Melisse öffnet auf sanfte Weise die Poren und hilft gegen Mitesser. Wichtig: bei Pflege und Kosmetik darauf achten, keine Produkte mit komedogenen (also Mitesser begünstigenden) Substanzen zu verwenden, wozu beispielsweise Olivenöl, Kakaobutter oder Lanolin zählen. Auf Kosmetikprodukten, die solche Stoffe nicht enthalten, steht oft "nichtkomedogen". Vorbeugend rät Dr. Kunze dazu, Zinktabletten einzunehmen. Und der einzelne, aber störende Pickel? Verschwindet, wenn spezielle austrocknende Produkte, Zinkpaste oder einfach reiner Alkohol aus der Apotheke vorsichtig draufgetupft werden.

Wenn die Haut sensibel ist

Die empfindliche Haut reagiert schon auf kleine Irritationen: Sie rötet sich schnell, juckt und schuppt. Man sollte daher alles vermeiden, was sie noch weiter reizen könnte: vor allem Duftstoffe, die Hautreizer Nummer eins. Bei sehr empfindlicher Haut sollte man auch auf Farbstoffe, Konservierungsstoffe oder sogar Emulgatoren verzichten - mit je weniger Inhaltsstoffen die Creme oder die Reinigung auskommt, umso besser. Bewährt hat sich bei sensibler Haut Pflege mit Thermalwasser. Zum Duschen keine Gels, sondern Duschöle oder Duschcreme verwenden, da zu viele Schaummacher (Tenside) die Haut empfindlicher machen. Verzichten dagegen sollte man auch auf Anti-Age-Wirkstoffe wie Fruchtsäuren, Vitamin A oder Vitamin C: Sie reizen empfindliche Haut zu stark. Und nicht ständig die Pflege wechseln, sondern lieber bei dem bleiben, was man gut vertragen hat.

Text: Sonja Niemannn Fotos: Andrea Herzog Produktion: Bénédicte Mohr Haare und Make-up: Patricia Bontscheff/Bigoudi

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