Zeitumstellung 2017: Wann stellen wir die Uhren auf Winterzeit um?

Zeitumstellung 2017 - das solltet ihr wissen

Ende Oktober ist es wieder soweit: Die Zeitumstellung auf Winterzeit bringt unseren Bio-Rhythmus einmal mehr durcheinander. Hier gibt's alles Wissenswerte.

Wann stellen wir 2017 auf Winterzeit um?

Die Zeitumstellung von Sommer- auf Winterzeit erfolgt 2017 am 29. Oktober 2017, dem letzten Sonntag im Oktober. Dabei werden die Uhren in der Nacht von Samstag auf Sonntag von 3 auf 2 Uhr zurückgestellt. Uns wird also mit der Umstellung auf die Winterzeit eine Stunde geschenkt.

Wann startet und endet die Sommerzeit?

Der Beginn der Sommerzeit ist auf den letzten Sonntag im März datiert. Dann wird nach mitteleuropäischer Zeit die Uhr in der Nacht von 2 auf 3 Uhr vorgestellt. Für die Zeitumstellung 2017 bedeutet das: 26. März 2017.

Im Herbst endet die Sommerzeit am letzten Sonntag im Oktober, in diesem Jahr also am 29. Oktober 2017. Die werden dann nachts von 3 auf 2 Uhr zurückgedreht, womit die Winterzeit beginnt.

Bei der Umstellung zur Sommerzeit wird uns also eine Stunde Schlaf genommen, während wir bei der Uhrumstellung im Winter eine Stunde "geschenkt" bekommen.

Wann findet die Zeitumstellung zukünftig statt?

  • Die Sommerzeit 2017 endet am 29. Oktober: An diesem Datum werden die Uhren in der Nacht auf Sonntag eine Stunde zurückgestellt.
  • 2018 erfolgt die Zeitumstellung jeweils am 25. März und 28. Oktober.
  • 2019 wiederum können wir uns die Daten 31. März und 27. Oktober im Kalender markieren.

Eselsbrücken zur Zeitumstellung:

Zeitumstellungen sorgen immer wieder für Verwirrung. Zum Glück gibt es einige Eselsbrücken, um sich die Umstellung der Uhrzeit besser merken zu können: Der Spruch: "Im Frühjahr stellt man die Gartenmöbel vor die Tür. Im Herbst stellt man sie zurück in den Schuppen", ist zum Beispiel so eine Hilfe. Hieraus lässt sich ganz einfach ableiten, dass die Uhr im Frühjahr vor- und im Herbst zurückgestellt wird.

Auf Englisch ist es noch leichter: "Spring forward, fall backwards" macht sich ein Wortspiel zunutze und ist wohl die schnellste gedankliche Stütze.

Alle Jahre wieder ...

Für viele ist die Zeitumstellung ein leidiges Thema, denn jedes Jahr aufs Neue wird der Biorhythmus wochenlang durcheinandergebracht. Und die meisten wissen nicht mal, warum. Andere wiederum freuen sich in der Sommerzeit über die eine Stunde länger Tageslicht am Abend.

Wie auch immer man zur Zeitumstellung eingestellt ist: Zwei Mal im Jahr kommen wir nicht um sie herum! Sie ist fester Bestandteil unserer mitteleuropäischen Zeitzone und wirft trotzdem immer noch viele Fragen auf. Die wichtigsten Fragen beantworten wir hier:

Was macht die Sommerzeit mit unserem Körper?

Der menschliche Schlafrhythmus ist durch eine innere Uhr gesteuert. Viele Körperfunktionen richten sich nach dem eigenen Bio-Rhythmus, der außerdem von Hormonen abhängig ist, die mit dem Tageslicht ausgeschüttet werden.

Wenn es zur Zeitumstellung kommt, wird der Bio-Rhythmus erst einmal durcheinander gebracht. Für viele Menschen bedeutet dies Schlafprobleme und extreme Müdigkeit am Morgen, da der Körper gefühlt eine Stunde früher aufstehen muss. Eh sich der Rhythmus wieder eingependelt hat, kann dies einige Wochen dauern.

Frauen leiden besonders unter der Zeitumstellung!

Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit mit 3.521 Befragten leiden Frauen fast doppelt so häufig wie Männer unter den körperlichen Folgen der Zeitumstellung. Mehr als jeder Fünfte hatte bereits körperliche und physische Probleme mit der Zeitumstellung auf Winter- oder Sommerzeit.

70 Prozent der betroffenen Männer klagten über Gefühle von Müdigkeit und Schlappheit. Bei den Frauen waren es sogar 79 Prozent. Ebenfalls ein häufiges Leiden: Einschlafprobleme und mangelnde Konzentration, unter denen etwa 60 Prozent der Betroffenen leiden. 12 Prozent sagten sogar, sie litten unter depressiven Verstimmungen. Kein Wunder also, dass fast drei Viertel der Deutschen für die Abschaffung der Zeitumstellung sind.

Warum wurde die Zeitumstellung überhaupt eingeführt?

Benjamin Franklin machte erstmals 1784 auf den Energieverbrauch während der Nachtzeit aufmerksam. Erst 1895 und 1907 kam - von zwei Briten unabhängig voneinander - der Vorschlag auf, die Uhrzeit während der Sommermonate zu verschieben. Diese Gedanken fanden aber zum damaligen Zeitpunkt noch keine Beachtung.

Erst infolge des Ersten Weltkrieges wurde die Sommerzeit im Deutschen Reich 1916 eingeführt, um in den Sommermonaten das Tageslicht am Abend länger ausnutzen zu können und so Energie einzusparen. Andere europäische Länder zogen nach. In den Folgejahren gab es immer wieder Episoden, in denen die Sommerzeit eingeführt und anschließend wieder abgeschafft wurde. Seit 1980 ist sie allerdings fester Bestandteil der Zeitreglung in Deutschland.

Bringt die Zeitumstellung etwas?

Die Forderungen zur Abschaffung der Sommerzeit werden immer lauter, denn inzwischen ist hinlänglich bewiesen, dass sie nicht mit einer Energieeinsparung einhergeht. Zwar werde in den Abendstunden der Sommerzeit seltener das Licht angemacht, allerdings heize man dafür in der Frühjahrs- und Herbstzeit am Morgen mehr. Letztendlich wird dadurch also der Energieverbrauch insgesamt nicht verringert.

Die Zeitumstellung ist EU-weit geregelt, wodurch in jedem EU-Land Sommer- und Winterzeit existieren. Demnach kann eine Abschaffung auch nur über die EU-Kommission veranlasst werden. Das wiederum ist mit einem großen bürokratischen Aufwand verbunden, weshalb sich die Umstellung der Uhren bisher weiterhin hartnäckig hält – auch wenn mittlerweile sogar von politischer Seite eine Abschaffung gefordert wird.

Was bedeutet "Normalzeit"?

Mit dem Ausdruck “Normalzeit“ ist die Uhrzeit der Winterzeit gemeint. Werden die Uhren auf die Sommerzeit umgestellt, wird einfach eine Stunde hinzuaddiert. Die Normalzeit (Winterzeit) der Westeuropäischen Zeitzone (betrifft zum Beispiel Großbritannien und Portugal) ist als Weltzeit (UTC) festgelegt. Diese wiederum gilt als Grundlage des internationalen Zeit-Systems. Die mitteleuropäische Zeit (betrifft zum Beispiel Deutschland, Österreich und Spanien) unterscheidet sich von der UTC um plus eine Stunde in der Winterzeit und um plus zwei Stunden während der Sommerzeit.

Uhren auf Winterzeit umstellen nicht vergessen!

Gut, dass die Zeitumstellung immer in der Nacht auf den Sonntag stattfindet – so haben wir einen Tag lang Zeit, unsere Uhren zu überprüfen. Funkuhren werden automatisch umgestellt. Mit entsprechender Einstellung erfolgen die Zeitumstellungen im Smartphone und am Computer ebenfalls von selbst.

Alle anderen Uhren müssen manuell angeglichen werden. Dabei ist es ratsam, alle Uhren im Haushalt nacheinander abzuarbeiten, um auch ja keine zu vergessen - das Dilemma am nächsten Arbeitstag wäre sonst groß!

CE

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