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Auditiver Lerntyp So lernst du viel schneller

Auditiver Lerntyp: Frau mit Kopfhörern blickt auf ihr Handy
© Rido / Shutterstock
Ein auditiver Lerntyp braucht viele akustische Signale, um Neues zu lernen. Welche Lernmethoden besonders gut geeignet sind, erfährst du hier.

Auditiver Lerntyp: Das macht ihn aus

Andere entspannen sich beim Lesen, du hörst am liebsten Musik oder einen Podcast? Geräusche, Musik oder Sprache zu hören ist für einen auditiv geprägten Menschen besonders wichtig. Vielleicht warst du schon immer die Person, die gerne Hörbücher hört und stundenlang telefonieren könnte. All das spricht für einen auditiven Lerntypen, für den akustische Reize besonders ansprechend sind.

Der auditive Lerntyp spricht extrem auf alles an, was er hören kann. Das bedeutet aber auch, dass es dir nichts hilft, beim Lernen nur die Nase ins Buch zu stecken oder dir immer wieder die gleichen Notizen zu machen – und sie dennoch nicht auswendig lernen zu können. Du musst hören, um zu lernen. Welche Lernmethoden dabei besonders empfehlenswert sind und wie ein auditiver Lerntyp schneller und effizienter lernen kann, erfährst du hier.

Lerntipp 1: Vorlesen wirkt beim Lernen Wunder

Ein visueller Lerntyp muss sich Aufgeschriebenes häufig durchlesen, um zu lernen. Der haptische Lerntyp müsste die Notizen eher öfters aufschreiben. Beides ist für dich nur bedingt geeignet – denn hier fehlt das akustische Signal.

Ein auditiver Lerntyp sollte daher unbedingt aufs Vorlesen setzen. Spreche das, was du dir einprägen möchtest, möglichst oft und möglichst laut. So verinnerlichst du den Inhalt am allerbesten. Bei Fremdsprachen ist das besonders hilfreich. Aber auch wenn du dir als auditiver Lerntyp nur ein Rezept einprägen möchtest, kann diese Methode helfen. Ein paar mal die Zutaten laut vorlesen und schon verankerst du sie besser in deinem Gedächtnis. Diesen Tipp sollte jeder, der sich als auditiven Lerntyp ansieht, ausprobieren.

Lerntipp 2: Ein auditiver Lerntyp braucht Audio-Aufnahmen

Der auditive Lerntyp profitiert enorm von eigens erstellten Aufnahmen, bei denen er sich selbst hören kann. Nimm dich zum Beispiel selbst auf, während du einen Vortrag sprichst oder Stichpunkte von Lerninhalten vorliest. Da es vor allem um die akustischen Reize geht, reicht eine Audio-Aufnahme völlig aus – ein Video muss es nicht gleich sein.

Diese Aufnahme spielst du am Tag öfters ab, zum Beispiel beim Kochen, beim Busfahren oder beim Putzen. Du musst die Audio-Aufnahmen auch nicht immer ganz bewusst hören und kannst sie auch einfach im Hintergrund ablaufen lassen. Dein Unterbewusstsein nimmt die Lerninhalte dennoch auf und speichert sie ab.

Eine Audio-Aufnahme kannst du ganz einfach mit deinem Smartphone aufnehmen. Dafür ist wirklich kein besonderes Equipment notwendig. Ob Android oder IOS – auf jedem Handy befindet sich die Option "Sprachaufnahme", auch "Sprach-Memos" genannt. Hier kannst du nach Herzenslust Audio-Aufnahmen aufnehmen, sammeln und immer wieder abspielen. Noch besser wird die Ton-Qualität, wenn du mit Kopfhörern arbeitest, die auch einen Mikrofonausgang besitzen. Einfach mal ausprobieren!

Lerntipp 3: Vorbilder bringen deinen Lerntyp weiter

Ein auditiver Lerntyp braucht außerdem Vorbilder, die ihn beim Lernen inspirieren. Möchtest du ein Instrument lernen, solltest du dir ein musikalisches Vorbild suchen, was das gleiche Instrument bereits extrem gut beherrscht. Hör dir die Experten-Spielweise immer wieder an, um selbst besser im Spielen zu werden. Bei einer Fremdsprache gilt es, auf Netflix-Serien in der besagten Sprache (mit Untertiteln) anzusehen. Und wenn eine wichtige Präsentation ansteht, kannst du dir online ebenfalls ein gutes Präsentationsvorbild suchen und seine Art, Lerninhalte vorzutragen, übernehmen. Hauptsache der Ton bleibt an, damit die gesprochenen Worte hören kannst.

Schau dich doch mal auf YouTube um – hier gibt es zu fast jedem Thema gut aufbereitete Lernvideos, in denen dir Profis ihre Talente vorstellen und erklären. Zurücklehnen und lernen in ruhiger Atmosphäre zu Hause – für den auditiven Lerntyp optimal.

Lerntipp 4: Rollenspiele helfen beim Lernen

Egal, ob du präsentieren lernen willst oder beim Italienischkurs weiterkommen willst: Setze die Theorie so oft wie möglich in die Praxis um. Schnapp dir einen Freund oder gehe ganz alleine Satz für Satz durch. Sprich sie laut aus, damit der akustische Reiz deinen Lernerfolg steigern kann. Ein auditiver Lerntyp profitiert von solchen Rollenspielen, die ihn beim Lernen schneller vorankommen lassen. Du kannst diese Gespräche auch aufnehmen und dir immer mal wieder anhören – so vereinst du gleich zwei Lerntipps. Weiter oben haben wir dir bereits erklärt, wie das schnell und unkompliziert funktioniert.

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Lerntipp 5: Vorträge und Vorlesungen für deinen Lerntyp

Vorlesungen können manchmal ganz schön ermüdend sein, oder? Das weiß jeder, der schon studiert hat oder gerade studiert. Und auch wenn das lange Sitzen und zuhören anstrengend ist, solltest du Vorlesungen dennoch nicht schwänzen. Klar, du könntest dir den Lernstoff auch zu Hause durchlesen. Aber, du ahnst es schon, hier fehlt wieder das akustische Signal.

Für den auditiven Lerntyp ist es sehr hilfreich, wenn Lerninhalte mündlich vorgetragen werden. Das solltest du auch später im Job bedenken: Vielleicht wirst du an einem Weiterentwicklungskurs teilnehmen müssen, bei dem das Besuchen von Vorträgen Pflicht ist. Auch hier gilt es aufmerksam zuzuhören, damit du dir die Lerninhalte schneller aneignen kannst.

Lerntipp 6: Die richtige Hintergrundmusik für deinen Lerntyp

Schöne Hintergrundmusik: Das ist für den auditiven Lerntyp Fluch und Segen zugleich. Einerseits kann ihn Musik vom Lernen abhalten, weil sie auf diesen dieser Lerntyp ablenkend wirkt. Durch den richtigen Song können Erinnerungen geweckt werden – und dann bist du in Gedanken plötzlich ganz woanders.

Andererseits können Klänge den auditiven Lerntyp auch dabei unterstützen, länger konzentriert und fokussiert zu arbeiten. Vor allem, wenn es zwingen nötig ist, schriftliches Material durchzugehen. Da hier die akustischen Signale fehlen, kann es für dich als auditiven Lerntyp schnell ermüdend werden. Mit etwas neutraler Background-Musik ist das Vorgehen nicht so langweilig und du hältst länger durch. Vermeide in solchen Situationen aber Musik mit sprachlichen Elementen – Songtexte lenken den auditiven Lerntyp beim Lernen zu stark ab. Ein schöner Beat, ausgeglichene Jazz-Musik oder ruhige klassische Themen sind am besten geeignet.

Du siehst: Ein auditiver Lerntyp kann aus vielen unterschiedlichen Lernmethoden wählen. Möchtest du außerdem produktiver werden? Hier findest du Tipps, um deine Produktivität steigern zu können. Lerne zusätzlich, wie die Ivy Lee-Methode dein Zeitmanagement optimiert und warum dir der Begriff Eat the Frog nicht unbekannt sein sollte, wenn du nichts mehr aufschieben möchtest. Und solltest du zu Hause arbeiten, können dir auch diese Homeoffice-Tipps beim Schaffen von mehr Aufgaben helfen.

Hier gibt's außerdem Infos zu den anderen Lerntypen:

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