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6-3-5-Methode 108 Ideen in 30 Minuten – so geht's!

6-3-5-Methode: Team sitzt am Schreibtisch
© G-Stock Studio / Shutterstock
Mit der 6-3-5-Methode lassen sich in kurzer Zeit viele neue Ideen generieren. Wir erklären, wie die Technik funktioniert. 

Vermutlich jeder kennt die Technik oder zumindest das Wort Brainstorming. Hinter der Kreativitätstechnik verbergen sich verschiedene Ansätze für die Ideenfindung. Die 6-3-5-Methode gehört zu den Brainwriting-Techniken, d. h. hier werden die Ideen nonverbal und schriftlich festgehalten. Entwickelt hat sie der Unternehmensberater Bernd Rohrbach bereits in den 1960er Jahren. Wofür sie gut ist und wie genau sie funktioniert, erklären wir hier.

6-3-5-Methode

Die Methode ist ideal für kleinere Gruppen von jeweils 6 Personen oder größere Gruppen, die in 6er Teams aufgeteilt werden. Die Grundidee der 6-3-5-Methode lautet:

  • 6 Teilnehmer entwickeln jeweils 3 Ideen in weiteren 5 Durchgängen zu einer konkreten Fragestellung.

Eine Moderator*in kann die Technik anleiten, es ginge aber auch ohne. Die Vorbereitung für die 6-3-5-Methode ist überschaubar: Jeder Teilnehmer erhält ein Blatt Papier, auf dem eine Tabelle mit drei Spalten und sechs Zeilen aufgezeichnet wird. Das können die Mitspieler selber machen oder die Moderator*in bereitet es im Vorfeld vor.

Eine Vorlage im PDF-Format kannst du hier herunterladen. 

So ist der Ablauf:

Sobald die Frage bzw. das Thema vorgestellt wurde, geht es los:

  1. Die Moderator*in gibt für die Runden festgelegte Zeiten vor (drei bis fünf Minuten), je nach Thema können diese geringer oder großzügiger ausfallen.
  2. In der ersten Runde schreibt jeder Teilnehmer nun in Zeile eins jeweils eine Idee in die drei Spalten.
  3. Zum Start in die zweite Runde werden die Blätter im Uhrzeigersinn an den nächsten weitergegeben.
  4. In der zweiten Runde werden die Ideen des Vorgängers aus Zeile eins aufgegriffen und ausgebaut oder weiterentwickelt. Auch neue Ideen sind in Ordnung.
  5. In diesem Ablauf geht es weiter bis die Blätter einmal die komplette Teilnehmerrunde durchlaufen haben, also insgesamt 6 Runden, davon 5 Weitergaben.  
  6. Anschließend können die Ideen diskutiert und bewertet werden. Eine mögliche Vorgehensweise: Jeder sucht sich drei vielversprechende Themen aus, die gemeinsam besprochen werden.

Leitfaden für die Durchführung

  • Out-of-the-box-Denken erwünscht
  • Ideen so präzise wie möglich formulieren
  • Ordentlich schreiben
  • Andere Ideen werden nicht (negativ) kommentiert
  • Es wird während des gesamten Ablaufs nicht gesprochen

Wofür eignet sich die Methode?

Diese Technik fördert viele Ideen in wenig Zeit und mit wenig Aufwand: Veranschlagt ihr fünf Minuten pro Runde können bei sechs Teilnehmern mit je drei Ideen und 6 Runden 108 Ideen in 30 Minuten zusammenkommen. Vorteil: Ideen können nicht von anderen von Vornehinein schlecht geredet werden. Durch die schriftliche Arbeit steht die Idee im Vordergrund und nicht die Person, die sie vorträgt. Eine Schwäche lässt sich vermutlich nicht gänzlich ausmerzen: Verständnisfragen zu den Ideen können nicht sofort beantwortet werden.

Schreiben Teilnehmer nicht immer drei Ideen auf oder schaffen es nicht in der vorgegebenen Zeit, ist das überhaupt kein Problem. Kreativität lässt sich nicht erzwingen, auch die 6-3-5-Methode ist kein Zaubermittel und soll vielmehr als Hilfestellung für die Ideenfindung dienen. Die Technik kann auch als Vertiefung von bereits vorhandenen Ideen angewandt werden.

Auch für große Teams ist die Methode ideal, durch die Unterteilung in kleinere Teams wird der Ideenfindungsprozess deutlich übersichtlicher.

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