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Abschiedsmail an Kollegen und Kolleginnen So gelingt am letzten Arbeitstag die Nachricht zum Weggang

Abschiedsmail an Kollegen: Beispiele und Tipps: Frau sitzt am Schreibtisch mit Laptop und tippt
© Josep Suria / Shutterstock
Du suchst eine neue Herausforderung und wechselst den Job? Glückwunsch! Leider bedeutet das Wechseln der Stelle ja oft einen Abschied von liebgewonnen Mitarbeitenden – was in deine Abschiedsmail an Kollegen gehört, erfährst du hier.

Puh, der letzte Arbeitstag ist nun schneller da, als gedacht. Und obwohl du dich sicher auf die neue Tätigkeit, deinen Ruhestand oder deine Zukunft freust, verlierst du mit dem Abschied auch lieb gewonnene Kolleg:innen. Häufig wird ein kleiner Abschiedstrunk mit Teamkolleg:innen veranstaltet und du hast die Chance, dich noch mal persönlich zu bedanken und zu verabschieden. Doch auch dann sollte eine Abschiedsmail an Kollegen und Kolleginnen nicht fehlen: Es waren vielleicht nicht alle anwesend an deinem letzten Tag und auch nicht immer sitzen alle Kolleg:innen am selben Standort. Wie du dich per E-Mail gebührend verabschieden kannst, zeigen wir dir hier.

Grundlegende Tipps und Formulierungen für die Abschiedsmail an Kollegen und Kolleginnen

Hier findest du einige generelle Tipps und Beispiele für die Abschiedsmail an Kollegen und Kolleginnen:

  • Verfassen: Achte auf die Rechtschreibung und verfasse die Zeilen schon Tage vor dem Abschicken. So kannst du dir den Text später noch einmal in Ruhe ansehen und gegebenenfalls noch ändern, falls dir noch etwas auffällt, beziehungsweise einfällt.
  • Zeitpunkt: Warte nicht bis zur letzten (Arbeits-)Minute mit dem Abschicken der Mail. Einige Kolleg:innen möchten sich vielleicht noch auf diesem Wege von dir verabschieden, alles Gute wünschen oder Kontaktdaten mit dir austauschen. Auf der sicheren Seite bist du, wenn du die Mail schon ein paar Tage eher abschickst oder zumindest früh genug am letzten Arbeitstag, dass du noch Reaktionen darauf mitbekommst.
  • Empfänger:innenkreis: Je nach Größe des Unternehmens solltest du die Empfänger:innenliste genau auswählen. In kleinen und mittelgroßen Firmen kannst du ruhig alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen anschreiben. In einem Unternehmen mit einer hohen Mitarbeitendenanzahl und vielen (internationalen) Standorten liegt deine Abschiedsmail nicht bei jedem und jeder im Postfach richtig. Neben deinen direkten Kolleg:innen und Vorgesetzten nimmst du noch Mitarbeiter:innen in den Verteiler, mit denen du regelmäßig Kontakt hattest.
  • Betreffzeile: Die richtige Wahl der Betreffzeile ist gar nicht so einfach. Sie sollte nicht zu lang, aber auch nicht zu trocken sein. Ein gutes Mittelmaß könnten witzige Abschiedssprüche sein, zum Beispiel "Tschüss, goodbye und auf Wiedersehen" oder "Macht's gut, liebe Kolleginnen und Kollegen". Die Betreffzeile sollt die Aufmerksamkeit elegant auf sich ziehen.
  • Begrüßung: Wähle dabei immer die Form, die zum Unternehmen passt. Duzt ihr euch in der Firma und es herrscht generell ein freundschaftlicher Umgangston, ist ein "Sehr geehrte Damen und Herren" auf einmal sehr sperrig, dagegen passt "Liebe Kolleginnen und Kollegen" hervorragend.
  • Verabschiedung: Du brauchst keine überschwängliche Abschiedsformel, mit "Auf Wiedersehen, eure XY", "Ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg!", "Es verabschiedet sich, eure XY",  "Mit viel Dankbarkeit verabschiedet sich eure/euer XY" oder "Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedet sich, XY" verabschiedest du dich kurz, aber herzlich.

Abschiedsmail an Kollegen und Kolleginnen: negative Gründe für den Abschied

Nicht jeder Abschied und Jobwechsel verläuft reibungslos. Dennoch solltest du auch bei einer weniger erfreulichen Trennung vom Unternehmen höflich bleiben. Versuche die Probleme lieber im persönlichen Gespräch unter vier Augen zu klären: Kritik ist in einer Abschiedsmail nicht (mehr) der richtige Weg. Hier hilft dir Diplomatie mehr als jeder blöde Spruch, den du gerne gegen die Firma oder Vorgesetzten reinschreiben wollen würdest. Daran würden sich zwar alle erinnern – aber möchtest du so in Erinnerung bleiben? Eben!

Fasse dich ruhig kurz – wahrscheinlich wird niemand einen herzzerreißenden Abschied erwarten – und bleibe dabei neutral. Bedanke dich höflich für die Zusammenarbeit und wünsche den Kolleg:innen oder dem Unternehmen alles Gute.

Das gehört in die Abschiedsmail an Kollegen und Kolleginnen

Neben entsprechender Begrüßung und Verabschiedung solltest du Dankbarkeit und Respekt durchblicken lassen und positiv bleiben. Das bedeutet nicht, dass du Lobeshymnen schreiben sollst – aber Übertreibung ist hier fehl am Platz. Überlege, was dir an der Tätigkeit besonders gefallen hat. Gibt es eine lustige oder emotionale Anekdote, die du einfließen lassen kannst? Natürlich ohne irgendjemanden bloßstellen zu wollen, also keine Ausrutscher von der letzten Weihnachtsfeier.

Möchtest du mit Kollegen und Kolleginnen in Zukunft in Kontakt bleiben? Dann schreibe Kontaktdaten (private E-Mail-Adresse, Profil-Links etc.) hinein – verzichte dabei auf die Mail-Adresse bei deinem neuen Arbeitgeber.

Wenn du nicht erwähnen möchtest oder kannst, was du nach deinem Abschied machst, weil du evtl. noch nichts Neues hast, musst du das auch nicht erwähnen. Bedanke dich für die gute Zusammenarbeit, schreibe, dass du dich "auf einen neuen Abschnitt" freust oder dass du "positiv in die Zukunft" blickst.

Darauf kommt es in der Abschiedsmail an Kollegen und Kolleginnen an

  1. Für den Ein- oder Ausstieg kannst du dich eines Zitates oder eines Sprichwortes bedienen, wie "man soll gehen, wenn es am schönsten ist ...".
  2. Blicke auf die gemeinsame Zeit, Erlebnisse oder Herausforderungen, bzw. ein besonderes Erfolgserlebnis zurück (z. B. Projekt XY geschafft, obwohl Zeit knapp war).
  3. Halte die Waage zwischen Zukunftsfreude und Abschiedswehmut.
  4. Bedanke dich für die gute Zusammenarbeit.
  5. Humor ist beim Abschied durchaus erlaubt, wenn es zur Unternehmenskultur passt.
  6. Die Abschiedsmail muss nicht ellenlang sein: 10 bis 15 Zeilen sind ein guter Umfang.

Am wichtigsten ist es jedoch, dass du dich mit den Worten deiner Abschiedsmail wohlfühlst. Ein kleiner Witz zum Ruhestand (vielleicht wie du dir deinen Alltag jetzt vorstellst) oder ein großes Dankeschön an deine Vorgesetzten für die vergangenen Jahre dürfen schon auch emotional berühren. Du hast mit diesen Menschen immerhin einen Großteil deiner Zeit verbracht. Schwelge ruhig in Erinnerungen, bevor du deinen Jobwechsel oder Ruhestand antrittst. Vielleicht gibt es bald ein Wiedersehen in gelassener Runde. Bist du für einen besonderen Spruch bekannt? Lasse ihn doch in deine Abschiedsmail einfließen.

Wenn du dich in Elternzeit begibst, ist es sogar nur ein Abschied auf Zeit. Liebe Worte und eine Information über den Zeitraum deiner Elternzeit lesen deine Kolleg:innen gerne. Die lieben Rückmeldungen werden dich mit einem guten Gefühl in deine Auszeit schicken.

Tipp: Hier erfährst du, was die Formulierungen im Arbeitszeugnis bedeuten und wie dein erster Arbeitstag ein voller Erfolg wird. 

Brigitte

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