So gelingt die Abschiedsmail an Kollegen

Du suchst eine neue Herausforderung und wechselst den Job? Glückwunsch! Leider bedeutet das ja oft einen Abschied von liebgewonnen Mitarbeitern – was in deine Abschiedsmail an Kollegen gehört, erfährst du hier.

Puh, der letzte Arbeitstag ist nun schneller da, als gedacht. Und obwohl du dich sicher auf die neue Tätigkeit freust, verlierst du auch lieb gewonnene Kollegen. Häufig wird ein kleiner Abschiedstrunk mit Teamkollegen veranstaltet und du hast die Chance, dich noch mal persönlich zu bedanken und zu verabschieden. Doch auch dann sollte eine Abschiedsmail an Kollegen nicht fehlen: Es waren vielleicht nicht alle anwesend an deinem letzten Tag und auch nicht immer sitzen alle Kollegen am selben Standort. Wie du dich per E-Mail gebührend verabschieden kannst, zeigen wir dir hier.

Abschiedsmail an Kollegen: Grundlegende Tipps und Formulierungen

Hier findest du einige generelle Tipps für die Abschiedsmail an Kollegen:

  • Verfassen: Achte auf die Rechtschreibung und verfasse die Zeilen schon Tage vor dem Abschicken. So kannst du dir den Text später noch einmal in Ruhe ansehen und ggfs. noch ändern, falls dir noch etwas auffällt bzw. einfällt.
  • Zeitpunkt: Warte nicht bis zur letzten (Arbeits-)Minute mit dem Abschicken der Mail. Einige Kollegen möchten sich vielleicht noch auf diesem Wege von dir verabschieden oder Kontaktdaten mit dir austauschen. Auf der sicheren Seite bist du, wenn du die Mail schon ein paar Tage eher abschickst oder zumindest früh genug am letzten Arbeitstag, dass du noch Reaktionen darauf mitbekommst.
  • Empfängerkreis: Je nach Größe des Unternehmens solltest du die Empfängerliste genau auswählen. In kleinen und mittelgroßen Firmen kannst du ruhig alle Mitarbeiter anschreiben. In einem Unternehmen mit einer hohen Mitarbeiteranzahl und vielen (internationalen) Standorten liegt deine Abschiedsmail nicht bei jedem im Postfach richtig. Neben deinen direkten Kollegen und Vorgesetzten nimmst du noch Mitarbeiter in den Verteiler, mit denen du regelmäßig Kontakt hattest.
  • Begrüßung: Wähle dabei immer die Form, die zum Unternehmen passt. Duzt ihr euch in der Firma und es herrscht generell ein freundschaftlicher Umgangston, ist ein "Sehr geehrte Damen und Herren" auf einmal sehr sperrig, dagegen passt "Liebe Kolleginnen und Kollegen" hervorragend.
  • Verabschiedung: Du brauchst keine überschwängliche Abschiedsformel, mit "Auf Wiedersehen, eure XY", "Ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg!", "Es verabschiedet sich, eure XY",  "Mit viel Dankbarkeit verabschiedet sich eure XY" oder "Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedet sich, XY" verabschiedest du dich kurz, aber herzlich.

Abschiedsmail an Kollegen: negative Gründe für den Abschied

Nicht jeder Abschied verläuft reibungslos. Dennoch solltest du auch bei einer weniger erfreulichen Trennung vom Unternehmen höflich bleiben. Versuche die Probleme im persönlichen Gespräch zu klären: Kritik ist in einer Abschiedsmail nicht (mehr) der richtige Weg. Hier hilft dir Diplomatie mehr als jeder blöde Spruch, den du gerne reinschreiben wollen würdest. Daran würden sich zwar alle erinnern – aber möchtest du so in Erinnerung bleiben? Eben!

Fasse dich ruhig kurz – wahrscheinlich wird niemand einen herzzerreißenden Abschied erwarten – und bleibe dabei neutral. Bedanke dich höflich für die Zusammenarbeit und wünsche den Kollegen/dem Unternehmen alles Gute.

Abschiedsmail an Kollegen: das gehört rein

Neben entsprechender Begrüßung und Verabschiedung, solltest du Dankbarkeit und Respekt durchblicken lassen und positiv bleiben. Das bedeutet nicht, dass du Lobeshymnen schreiben sollst – aber Übertreibung ist hier fehl am Platz. Überlege, was dir an der Tätigkeit besonders gefallen hat. Gibt es eine lustige oder anders emotionale Anekdote, die du einfließen lassen kannst? Natürlich ohne irgendjemanden bloßstellen zu wollen, also keine Ausrutscher von der letzten Weihnachtsfeier ...

Möchtest du mit Kollegen und Kolleginnen in Kontakt bleiben? Dann schreibe Kontaktdaten (private E-Mail-Adresse, Profil-Links etc.) hinein – verzichte dabei auf die Mail-Adresse bei deinem neuen Arbeitgeber.

Wenn du nicht erwähnen möchtest oder kannst, was du nach deinem Abschied machst, weil du evtl. noch nichts Neues hast, musst du das auch nicht erwähnen. Bedanke dich für die gute Zusammenarbeit, schreibe, dass du dich "auf einen neuen Abschnitt" freust oder dass du "positiv in die Zukunft" blickst.

Abschiedsmail an Kollegen: darauf kommt es an

  1. Für den Ein- oder Ausstieg kannst du dich eines Zitates oder eines Sprichwortes bedienen, wie "man soll gehen, wenn es am schönsten ist ...".
  2. Blicke auf die gemeinsame Zeit und Erlebnisse bzw. ein besonderes Erfolgserlebnis zurück (z. B. Projekt XY geschafft, obwohl Zeit knapp war).
  3. Halte die Waage zwischen Zukunftsfreude und Abschiedswehmut.
  4. Bedanke dich für die gute Zusammenarbeit.
  5. Humor ist durchaus erlaubt, wenn es zur Unternehmenskultur passt.
  6. Die Abschiedsmail muss nicht ellenlang sein: 10 bis 15 Zeilen sind ein guter Umfang.

Du denkst im Urlaub immer an die Arbeit? Oder du fragst dich, wie viel andere im gleichen Job verdienen? Tausche dich mit anderen Frauen rund um den Job in der Brigitte Community aus.

Tipp: Hier erfährst du, was die Formulierungen im Arbeitszeugnis bedeuten und wie du den ersten Arbeitstag meisterst. 

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