Bewerbungsfoto selber machen: Genial oder Schnapsidee?

Deine Bewerbung muss schnell fertig werden und du hast noch kein Foto? Ob und wie du das Bewerbungsfoto selber machen solltest, erfährst du hier.

Bewerbungsfoto selber machen: Ergibt das Sinn?

  • Das Bewerbungsfoto ist seit einigen Jahren nicht mehr Pflicht. Du kannst also deine Bewerbungsmappe auch ohne Foto absenden. Doch egal, ob auf einem Deckblatt in der Bewerbung (ebenfalls optional) oder im Lebenslauf – das Bewerbungsfoto macht die Dokumente rund und sorgt für ein viel persönlicheres Erscheinungsbild deiner Bewerbung. Wenn du also wirklich zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden möchtest, setze immer auf ein Bild.
  • Doch nun zur eigentlichen Frage: Das Bewerbungsfoto selber machen und Zeit und Geld sparen? Klar ist: Ein schlechtes Bewerbungsfoto wirkt unprofessionell und kostet dich wahrscheinlich alle Chancen auf den Job. Nicht umsonst gibt es viele Fotografen, die insbesondere auf Bewerbungsfotos spezialisiert sind. Wenn du also auf Nummer sicher gehen möchtest und selber wenig Erfahrung in Fotografie hast (und niemanden kennst), dann geh am besten zu einem Fotografen.
  • Wer jedoch auch etwas Zeit und Anstrengung in ein eigenes Foto steckt, der kann durchaus mit der eigenen Kamera ein Foto machen. Personaler interessiert letztlich nur, ob das Foto angemessen ist und nicht die Entstehung.
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Bewerbungsfoto selber machen: 5 wichtige Tipps

  1. Kamera: Die Kamera ist logischerweise die Grundlage für gute Fotos. Verwende eine hochauflösende Digitalkamera. Frag auch Freunde und Bekannte, wenn du selber keine Kamera besitzt. Zur Not besteht auch die Möglichkeit, sich eine Kamera von einem Elektrohändler zu mieten. Du fragst dich: Kann ich auch mein Smartphone verwenden? Wenn du ein modernes Modell mit 12 Megapixeln besitzt, spricht nichts dagegen.
  2. Umgebung: Auch die beste Kamera hilft dir nicht, wenn du keinen angemessenen Hintergrund oder schlechtes Licht hast. Ein Bewerbungsfoto wird nicht im Bad oder in der Innenstadt geschossen. Du benötigst eine helle und einfarbige Wand als Hintergrund. Halte etwas Abstand zur Wand und achte wirklich darauf, dass keine Gegenstände im Bild sind. Du bist der Darsteller im Foto und jede Ablenkungen ist hinderlich. Ebenfalls zentral sind die Lichtverhältnisse. Wer keine professionelle Beleuchtung hat, kann sich mit anderen Lichtquellen behelfen.  Wähle zudem einen Raum, der viel Sonnenlicht erhält.
  3. Outift: Die Anforderungen an die Kleidung ändern sich ja nicht, nur weil du das Foto selber erstellst. Wie immer solltest du dich am Arbeitgeber orientieren sowie an deiner eigenen Persönlichkeit. Alles zur Kleidung für das Bewerbungsfoto erfährst du hier.
  4. Haltung: Lächeln oder nicht? Steif oder lässig? In die Kamera schauen oder zur Seite? Wichtig ist: Das Foto soll natürlich und nicht zu gestellt rüberkommen. Nimm in jedem Fall die Hände aus dem Gesicht. Entspanne deine Schultern und nimm eine aufrechte Haltung ein. Ein leichtes Lächeln ist angenehm, jedoch nicht übertreiben. Den Oberkörper kannst du minimal schräg anwinkeln, schaue aber direkt in die Kamera. Tipp: Mach das Foto während du ausatmest. Du wirst sowieso viele Fotos benötigen, bis du das passende gefunden hast. Also probiere dich einfach aus.
  5. Fotograf: Natürlich kannst du versuchen, das Foto komplett alleine mit einem Stativ und Selbstauslöser zu erstellen. Doch dafür benötigst du wirklich gute Koordination und Übung. Im Idealfall fragst du einen Freund oder Bekannten, der schon mal eine Kamera in der Hand gehalten hat. So geht es wesentlich einfacher und schneller.
  6. Nachbearbeitung: Wenn du dein Foto endlich im Kasten hast, gilt es die richtigen Feinheiten zu beachten. Für Papierbewerbungen empfiehlt sich eine Auflösung von 300 dpi. Bei der Online-Bewerbung solltest du höchstens 800 Pixel in der Breite verwenden. Als Standardgröße für das Bild hat sich 6 mal 4 Zentimeter etabliert. Mit einem Bildbearbeitungsprogramm kannst du dein Bild in Ruhe nachbearbeiten. Füge es in digitaler Form in deinen Lebenslauf ein und klebe es nicht nachträglich auf. Das wirkt professioneller.

Bewerbungsfoto selber machen: Vermeide diese 2 Fehler!

  • Selfie: Selfies sind beliebt und jeden Tag werden Milliarden von Selfies auf der Welt geschossen. Doch für ein Bewerbungsfoto eignen sie sich nicht! Selfies wirken künstlich und unprofessionell. Eigenschaften, die du nicht mit dir als Bewerber in Verbindung bringen möchtest.
  • Kein Feedback: Auch wenn du schon Erfahrung mit Kameras hast – bevor du deine Bewerbungsunterlagen abgibst, lässt du sie nochmal von Freunden oder Bekannten prüfen. Vielleicht kennst du auch einen Unternehmer in deinem Umfeld, der seine Sicht als Arbeitgeber einbringen kann. So gehst du sicher, dass das Foto, aber auch der Rest der Bewerbung, nicht nur dir gefällt.

Du freust dich über weitere Tipps zu deiner Bewerbung? Wie deine Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch gelingt und wie du eine perfekte Bewerbung schreibst, zeigen wir dir hier. Zudem verraten wir dir, was es bei einer Kurzbewerbung zu beachten gibt.

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