Interne Bewerbung: Mit diesen Tipps bekommst du die Stelle

Eine frei gewordene Stelle in Unternehmen wird oft durch Kontakte oder interne Bewerber neu besetzt. Wie du eine interne Bewerbung schreibst, erfährst du hier.

Interne Bewerbung: Hintergrund

  • Eine interne Bewerbung hat für dich und den Arbeitgeber mehrere Vorteile. Du kennst das Unternehmen bereits und benötigst keine so lange Einarbeitungszeit. Zudem hast du dich im Optimalfall schon fachlich und menschlich bewiesen und bist bei den Vorgesetzten und Kollegen anerkannt. Außerdem kannst du dich schon vorab bei Kollegen über die Position und den Vorgesetzten informieren und dich perfekt auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten.
  • Viele Arbeitnehmer, die den nächsten Karriereschritt gehen möchten, denken gar nicht an eine interne Bewerbung. Das ist ein Fehler. Doch die interne Bewerbung ist kein Selbstläufer. Gerade wenn du in deiner jetzigen Abteilung gute Arbeit machst, wird dein Vorgesetzter dich nicht mit Kusshand gehen lassen.
  • Worauf es bei der internen Bewerbung ankommt, damit du die gewünschte Stelle auch bekommst, erfährst du jetzt.

Interne Bewerbung: Lebenslauf und Anschreiben nicht als Muster

  • Jede Bewerbung inklusive Lebenslauf und Anschreiben sollte individuell auf das Unternehmen und die Position zugeschnitten sein. Nur weil es sich um eine interne Bewerbung handelt, bedeutet dies nicht, dass du dir weniger Mühe geben brauchst. Mache auch nicht den Fehler und bewirb dich mit demselben Anschreiben und Lebenslauf, den du schon für die alte Position verwendet hast.
  • Alle Muster, die du im Internet findest, sind Personalern aufgrund immer wiederkehrender Floskeln und Phrasen bekannt. Nimm dir deshalb ausreichend Zeit, dir Gedanken über eine passende Bewerbung zu machen. In manchen Fällen verlangt dein Unternehmen gar keine Bewerbung und lädt dich direkt zum Vorstellungsgespräch in der neuen Abteilung ein, da die Wege kurz und dein Lebenslauf bereits bekannt sind.

Interne Bewerbung: Offene Stellen entdecken

Im ersten Schritt geht es zunächst darum, auf offene Stellen in deinem Unternehmen aufmerksam zu werden. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:

  1. Kontakte: Gerade wenn du schon länger in einem Unternehmen angestellt bist, kennst du wahrscheinlich auch über deine Abteilung hinaus einige Mitarbeiter und Abläufe. Du bekommst mit, wenn jemand in Rente geht, befördert wird oder eine Elternzeit macht. Manche Mitarbeiter kündigen auch ihren Job oder werden gekündigt. Wenn du gut vernetzt bist, kannst du die Fluktuation rechtzeitig wahrnehmen und dich für interessante Stellen in Position bringen.
  2. Intranet: Gerade große Unternehmen schreiben ihre offenen Stellen im Intranet, einer Mitarbeiterzeitung oder einem schwarzen Brett aus. Da sich auch die Unternehmen durch interne Bewerbungsschreiben viel Aufwand sparen können, hast du gute Chancen, wenn du dich rechtzeitig bewirbst. Nachteil: Jeder Mitarbeiter hat Einblick in die internen Stellenausschreibungen und du verlierst den zeitlichen Vorsprung.
  3. Stellenausschreibungen: Normalerweise werden die Unternehmen die freien Stellen zuerst intern ausschreiben, zur Sicherheit solltest du jedoch auch einschlägige Jobportale aufsuchen und dich umschauen, welche Jobs dein Arbeitgeber derzeit besetzen möchte. Auf diesem Kanal konkurrierst du zwar mit allen externen Bewerbern, kannst aber zumindest weiterhin den Vorteil der internen Bewerbung ausspielen.

Interne Bewerbung: Motivation richtig verkaufen

  • Eine interne Bewerbung hat zwar viele Vorteile, doch es besteht auch eine Gefahr. Wenn du dich in der Bewerbung negativ über deine derzeitige Stelle äußerst oder dich selbst in ein schlechtes Licht rückst, dann verpasst du nicht nur den Karrieresprung, sondern wirst auch Probleme in der zukünftigen Zusammenarbeit mit Kollegen und Vorgesetzten bekommen können.
  • Gehe daher bei der internen Bewerbung so diskret wie möglich vor. Informiere nicht alle Kollegen, sprich lediglich mit deinem Vorgesetzten über dein Vorhaben und mache ihm deine Motivation klar, warum du dich gerne verändern möchtest.
  • Wichtig ist, dass du kommunizierst, dass du nicht wechseln möchtest, weil du dich für etwas Besseres hältst oder mit deinem derzeitigen Job nicht zurechtkommst. Vielleicht kannst du Fähigkeiten, die du dir in den letzten Jahren angeeignet hast, in einer anderen Stelle noch besser ausspielen und dich dort deinen Stärken entsprechend besser verwirklichen. Wichtig ist, dass du bei einer Absage ohne Schwierigkeiten in deiner Position weiterarbeiten kannst.

Interne Bewerbung: Aufbau der Bewerbung

Die interne Bewerbung (sofern eine gefordert wird) unterscheidet sich nicht von einer externen Bewerbung. Du solltest sogar die Bewerbung so formulieren, als ob du dich neu im Unternehmen bewirbst. Bedenke, alles was du über dich erzählst kann viel besser nachgeprüft werden, da du ja schon im Unternehmen arbeitest. Bleib also bei den Tatsachen, stell dich trotzdem so gut es geht dar und betone deine Stärken und Ziele.

Folgende übliche Dokumente gehören in ein Bewerbungsschreiben:

  1. Anschreiben
  2. Lebenslauf
  3. Zeugnisse
  4. Referenzen
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Interne Bewerbung: Vermeide diese 2 Fehler

  • Bewerbung unterschätzen: Viele interne Bewerber sehen sich schon aufgrund ihrer Zugehörigkeit zum Unternehmen im Vorteil und geben sich daher bei der Bewerbung inklusive des Vorstellungsgesprächs weniger Mühe. Es bedarf jedoch dieselbe Vorbereitung und dasselbe Verhalten, wie etwa bei einer Initiativbewerbung für eine externe Stelle. Fange nicht an, den potenziell neuen Vorgesetzten im Gespräch zu duzen oder zu viel lockeren Smalltalk zu führen.
  • Leistungen nicht belegen: Gerade, weil du dem Unternehmen schon bekannt bist, ist es wichtig, dass du deine Stärken und erbrachten Leistungen auch klar benennen und belegen kannst. Es hilft dir nicht, schwammige Formulierungen anzubringen, die in keinem Zusammenhang mit deiner bisherigen Tätigkeit oder Qualifikation stehen. Mach auch deutlich, dass du eine positive Entwicklung durchlebt hast und jetzt eine neue Herausforderung suchst.

Fragen zum Vorstellungsgespräch bekommst du hier. Antworten auf die Frage: Wie finde ich den richtigen Job? Kannst du hier nachlesen. 

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