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Kurzprofil: Wann ist es wichtig?

Kurzprofil: Bewerberin schreibt Lebenslauf
© prapat1120 / Shutterstock
Ein Kurzprofil findet sich nur in wenigen Bewerbungen. Wann es wirklich Sinn ergibt und wie du es aufbaust, erfährst du hier.

Kurzprofil: Was steckt dahinter?

Das Kurzprofil ist bei weitem nicht so relevant wie der Lebenslauf oder das Anschreiben. Es handelt sich dabei um ein optionales Dokument für deine Bewerbung. Genau wie etwa auch das Deckblatt oder die dritte Seite (Motivationsschreiben).

Doch was ist das Kurzprofil überhaupt?  Es handelt sich dabei um eine übersichtliche Zusammenstellung deiner Erfahrung und Fähigkeiten. Dazu zählen:

  • Fachliche Kenntnisse
  • Berufsbezogene Kenntnisse
  • Soft Skills

Mit einem Kurzprofil hast du die Möglichkeit, deine Qualifikationen so darzustellen, wie du es möchtest. Du selbst entscheidest, in welcher Form du welche Angaben machst. Das ist der Unterschied zum Lebenslauf, wo du an eine klare Abfolge gehalten bist und deinen ganzen Werdegang schilderst.

Somit bietet dir ein Kurzprofil den Vorteil, dem Personaler auf einen Blick alle relevanten Faktoren zu liefern. Ob mit Zeitleisten oder speziellen Grafiken bleibt ganz dir überlassen.

Aufbau und Struktur

Eckdaten:

  • Überschrift
  • Name
  • Kontaktdaten
  • Bewerbungsfoto (optional)
  • Berufsbezeichnung
  • Slogan/Kernkompetenz

Fachliche Kenntnisse:

  • Qualifikationen
  • Kompetenzen
  • Schwerpunkte
  • Erfahrung

Soziale Kompetenz:

  • Charakterzüge
  • Führungskompetenz
  • Verantwortungsbereiche
  • Interessen

Kurzprofil: Beantworte diese Fragen

In der gesamten Bewerbung solltest du dir immer die Frage stellen: Was möchte ich mit diesem Dokument und diesem einzelnen Satz für eine Botschaft vermitteln? Mit dem Kurzprofil möchtest du dem Personaler sofort darlegen, warum der Job super zu dir passt. Und vor allem: Warum bringst du dem Unternehmen maximalen Mehrwert? An folgenden Fragen kannst du dich im Kurzprofil orientieren:

  • Was sind meine beruflichen Kernkompetenzen?
  • Wieso passt der neue Job perfekt zu meiner Vita?
  • Welche Kenntnisse bringe ich mit, die ich optimal im neuen Job anwenden kann?
  • Warum bietet mir der Job eine neue Perspektive mich weiterzuentwickeln?

Wann verwende ich ein Kurzprofil?

  • Jobmessen
  • Als zusätzlicher Part in den Bewerbungsunterlagen
  • Als Dokument in Jobportalen wie Xing oder Linkedln
  • Interne Bewerbung
  • Initiativbewerbung
  • Vor allem bei Führungs- und Fachpositionen

Wichtige Tipps zum Kurzprofil

  • Keine Unterschrift: Im Unterschied zu Anschreiben und Lebenslauf kannst du im Kurzprofil auf Unterschrift sowie Datum verzichten.
  • Vermeide Dopplungen: Das Kurzprofil stellt eine Ergänzung zu Lebenslauf und Anschreiben dar. Vermeide daher eine Einleitung am Anfang und gestalte den Aufbau so, dass er sich von den anderen Dokumenten abhebt. Das schaffst du vor allem, indem du das Kurzprofil so konkret wie möglich auf die ausgeschriebene Stelle auslegst und darauf eingehst. Diese jobspezifische Anpassung kannst du im Lebenslauf so nicht realisieren.
  • Stichpunkte: Auch langen Fließtext solltest du im Jobprofil vermeiden. Es handelt sich schließlich nicht um ein Langprofil. Das Anschreiben oder die dritte Seite sind für ausformulierte Texte vorgesehen.
  • Bewerbungsfoto: Ein Bewerbungsfoto ist in der Bewerbung nicht mehr vorgeschrieben, jedoch unbedingt zu empfehlen. Mit dem Foto kannst du die Seite für den Personaler viel persönlicher gestalten und damit auch deinen Stichpunkten ein ganz anderes Gewicht verleihen.

Den richtigen Aufbau deiner Bewerbungsmappe erfährst du hier. Zudem geben wir dir Tipps für deine Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch.

Wenn du dich mit anderen über berufliche Themen austauschen möchtest, kannst du das auf unserer BRIGITTE-Community machen. Egal, ob es ums Arbeitszeugnis oder deine Soft Skills geht, hier bekommst du tolle Anregungen.


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