Vorstellungsgespräch zur Ausbildung: Tipps und Tricks

Wer sich für eine Ausbildung bewirbt, hat meist wenig Berufserfahrung. Worauf es beim Vorstellungsgespräch zur Ausbildung ankommt, erfährst du hier.

Vorstellungsgespräch zur Ausbildung: Achte auf diese Unterlagen

  • Wegbeschreibung für unkomplizierte Anreise
  • Notizen zum Unternehmen und der Stelle
  • Notizen zu eigenen Fragen
  • Schreibmaterial
  • Schriftliche Bewerbung in doppelter Ausfertigung
  • Eine Einladung zum Gespräch

Vorstellungsgespräch zur Ausbildung: Ablauf

  1. Eröffnung: Das Gespräch startet mit der Begrüßung. Wenn du zuerst den Raum betrittst, dann beginnst du die Begrüßung. Als Bewerber wartest du jedoch immer auf dein Gegenüber mit dem Handschlag. Setze dich auch erst auf deinen Platz, wenn sich der Personaler bzw. dein Ansprechpartner hingesetzt hat. Meistens beginnt das Gespräch, indem typische Fragen zur Auflockerung gestellt werden. "Haben Sie gut zu uns gefunden?“, "Ob das Wetter wohl heute noch besser wird?“. Mache nicht den Fehler, hier zu sehr ins Detail zu gehen oder in zu lockerer Sprache zu reden. Eine kurze, freundliche Antwort reicht vollkommen.
  2. Selbstpräsentation: Die Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch markiert den Einstieg in die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Bewerber. Fragen wie "Erzählen Sie doch mal etwas über sich“ fordern dich dazu auf, in drei bis fünf Minuten auf für die Stelle wichtige Punkte in deinem Lebenslauf einzugehen und zu begründen, warum du dich beim Unternehmen beworben hast.
  3. Weitere Fragen: Nach deiner Selbstpräsentation können sich, je nach deinen Antworten, schon erste Nachfragen seitens des Personalers ergeben. Typische Fragen beim Vorstellungsgespräch zielen auf Stärken und Schwächen sowie deine Motivation und Ziele ab.
  4. Eigene Fragen des Bewerbers: Am Ende des Gesprächs wirst du aufgefordert, selber Fragen zu stellen. In unserem Artikel Eigene Fragen zum Vorstellungsgespräch findest du Tipps und Beispiele dafür. Stelle auf jeden Fall Fragen und achte bei der Auswahl darauf, dass diese Interesse und eine gute Vorbereitung deinerseits andeuten. Letztendlich geht es auch darum, dass du selber durch Fragen herausfindest, ob du die Ausbildung in dem Unternehmen und in dem Beruf machen möchtest.
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Vorstellungsgespräch zur Ausbildung: Achte auf diese 4 Punkte

  • Kleidung: Mit dem passenden Outfit sorgst du für einen guten ersten Eindruck und zeigst dem Unternehmen, dass du weißt, worauf es in dem Beruf bzw. der Ausbildung ankommt. Tipps für die richtige Kleidung im Vorstellungsgespräch findest du hier. Informiere dich auf jeden Fall vorab, welcher Stil in dem Unternehmen angesagt ist und erscheine lieber overdressed als underdressed.
  • Einstellung: Wer vor einem Vorstellungsgespräch nicht nervös ist, der zeigt wahrscheinlich kein großes Interesse an der Stelle. Mache dir bewusst, dass du dich authentisch und natürlich beim Gespräch zeigen kannst. Verstelle dich nicht und halte dich an die Gepflogenheiten der Berufe, für die du dich bewirbst. Wer sich als KFZ-Mechanikerin bewirbt, der kann vermutlich etwas flapsiger reden als ein angehender Bankkaufmann. Keiner erwartet Perfektion von dir. Als Bewerber für eine Ausbildung hast du wahrscheinlich noch wenig Berufserfahrung oder orientierst dich gerade um, sodass du noch keine tiefen Fachkenntnisse brauchst. Jedoch sollte klar sein, dass du die Stelle unbedingt haben möchtest und mit deiner Persönlichkeit gut zum Unternehmen passt.
  • Mimik und Gestik: Achte beim Gespräch auf eine offene, freundliche Körperhaltung. Verschränke deine Arme nicht und setze dich aufrecht hin. Mit den Händen kannst du beim Sprechen deine Worte durch sanfte Gesten verstärken, übertreibe es jedoch nicht. Ansonsten kannst du die Hände auch auf dem Tisch ablegen. Verstecke sie jedoch nicht. Halte Blickkontakt, vor allem beim Zuhören und lächele leicht. Wichtig ist, dass du dich selber wohlfühlst in der Situation.
  • Vorbereitung: Lies die Stellenanzeige sorgfältig. Welche Eigenschaften sollen Auszubildende mitbringen? Finde Beispiele, in denen du diese Merkmale schon gezeigt hast. Informiere dich auch über das Unternehmen und die Branche an sich. Was sind aktuelle Trends am Markt und warum möchtest du gerne in dem Bereich arbeiten? Wenn du noch wenig Erfahrung mit Vorstellungsgesprächen hast, dann nimm dir Freunde oder Bekannte und übe das Gespräch mit ihnen. So bekommst du Feedback für dein Auftreten und schulst gleichzeitig den Ablauf.

Vorstellungsgespräch zur Ausbildung: Vermeide diese 5 Dinge

  • Unpünktlich oder viel zu früh sein (5-10 Minuten vorher reicht)
  • Nach Gehalt oder Urlaub fragen (wird vom Arbeitgeber angesprochen)
  • Sagen, dass du eigentlich lieber ein Studium machen wolltest oder dass du nach der Ausbildung auf jeden Fall noch ein Studium planst
  • Die Eltern mitbringen
  • Undeutlich oder zu schnell sprechen

Tipps für eine interne Bewerbung oder für eine kreative Bewerbung bekommst du hier.

Wenn du dich zum Beispiel mit anderen über deine berufliche Karriere und passende Antworten für ein Vorstellungsgespräch austauschen möchtest, schaue mal in unserer BRIGITTE Community vorbei.

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