Ein Tag Frauenpower: So war das große BRIGITTE Academy Symposium

Über 80 Speaker, mehr als 40 Classes und Vorträge, dazu persönliche Workshops und Coachings mit Achtsamkeits-Übungen, Finanzberatung, Netzwerk-Training oder Make-Up und Outfit-Tipps – das erlebten die 1000 Teilnehmerinnen des BRIGITTE Academy Symposiums.

Unser Aftermovie zum Event:

BRIGITTE Academy Symposium in Essen 2018

Den eigenen Weg finden 

Was verbindet Brigitte Huber (BRIGITTE), Ralf Kleber (Amazon), Sonja Jost (DexLeChem), Fränzi Kühne (TLGG) und Cawa Younosi (SAP)? Sie alle haben über Umwege Karriere gemacht und trotz Rückschlägen und Niederlagen nie den Mut verloren, an sich geglaubt und ihre Ziele erreicht. Die fünf eröffneten das BRIGITTE Academy Symposium mit einer Paneldiskussion und erzählten von ihrem persönlichen Werdegang. 

Sonja Jost berichtete von ihren ersten Start-Up-Jahren, als oft nur ausreichend Geld für zwei weitere Wochen auf dem Konto lag. „Aber ich habe gelernt, mit dem Risiko umzugehen, habe schwierige Situationen mit Humor genommen und einfach versucht, das Beste zu geben.“ Ralf Kleber ging sogar noch einen Schritt weiter und sagt: „Scheitern ist besser als sein Ruf, also seid mutig und experimentiert.“ Er selbst wisse auch nicht immer, was die Zukunft bringe, aber ihm helfe eine lange Vision zu haben: „Wir schauen nach vorne und trennen uns von allem aus der Vergangenheit, was uns nicht weiterbringt.“ Dem stimmt auch Cawa Yanoussi zu und sagt: „Wollen ist genauso wichtig wie Können. Um dabei die richtigen Impulse zu erhalten, darf man sich nicht immer nur mit gleichgesinnten, sondern auch mit anders denkenden umgeben, die einen voranbringen.“ Noch genauer kann es Fränzi Kühne formulieren: „Ich rate Frauen, auf Veranstaltungen wie diese zu gehen um Kontakte zu knüpfen und sich Mentoren zu suchen.“ 

Richard David Precht: Ein Blick in die Zukunft 

Obwohl er bestimmt auch Spannendes aus vergangenen Jahren zu berichten hätte, wählte Philosoph Richard David Precht für seinen Vortrag ein Zukunftsthema: Wie wird die Digitalisierung unser Leben verändern? Er zeichnete ein positives Bild von dem Ersatz simpler Arbeiten durch Maschinen, aber dem gleichzeitigen Erhalt von Handwerks- und Empathie-Berufen, wie in Medizin oder der Bildung. 

Die größte Gefahr der Digitalisierung aber geht für Richard David Precht von dem Ziel aus, alles planbar zu machen. Denn dadurch liefen wir Gefahr, auch aus unserem Leben einen Plan zu machen, das nach einem Problem-und-Lösungs-Schema verlaufe. „Was aber unser Leben wertvoll macht, sind Geschichten, die einfach passieren. Ich wünsche mir, dass wir den Wert von Geschichten nicht verlieren.“ Und mit diesen Worten entließ er die Teilnehmerinnen in die einzelnen Vorträge, Talks, Meet-Ups und Classes und motivierte sie: „Schreibt heute eure eigenen Geschichten.“ 

Drei Themenbereiche – ein Symposium 

In drei Bereiche unterteilte sich das Programm an diesem Tag nach dem Motto „Mein Leben, mein Job und ich“. Und viele Frauen wollten wissen: Wie vereinbare ich meine Ansprüche an diese drei Aspekte? Wie schaffe ich Raum für Ruhe? Wie entsteht Zufriedenheit? Wie schaffe ich den nächsten Karriereschritt und immer wieder: Wie hast du das geschafft? Und so entstanden intensive Gespräche auch nach den Workshops. Unter den Teilnehmerinnen, mit den Speakern und mit der BRIGITTE-Redaktion. 

Von anderen Gründerinnen lernen 

Frauen für das Unternehmertum begeistern und in der Selbstständigkeit unterstützen – das ist das gemeinsame Ziel der BRIGITTE und Amazon Academy. Und wie vielseitig weibliches Unternehmertum sein kann, verrieten erfolgreiche Gründerinnen selbst: In Meet-Ups erzählten Chanyu Xu von Ono Labs GmbH, Nicole Klasik von The Good Food, Inga Höltman von der Accelerate Academy oder Michaela Hagemann von das boep ihre Unternehmensgeschichten. Sie berichteten von Fehlern und Förderern und berieten die Teilnehmerinnen, die selbst gründen wollen. 

Zeit für mich – auch in stressigen Momenten

Ein Thema zog sich durch viele Talks und Coachings: Wie schaffe ich stressige Phasen in meinem Job- und Privatleben? Und was hilft, wenn mir der Stress über den Kopf wächst? Psychologin Britta Hölzel und Sterneköchin Léa Linster diskutierten im Plenum über den richtigen Umgang mit Stress. „Ich kann Stress positiv fühlen, wenn ich ihn als Motivation brauche. Denn ich nutze Stress, um zu Höchstform aufzulaufen. Sonst bin ich nur mittelmäßig und das darf ich manchmal nicht sein. Also stresse ich mich manchmal absichtlich ein bisschen,“ erzählt die Sterneköchin. Doch auch ihr werde es manchmal zu viel und auch dann nutze sie ihre Leidenschaft für gutes Essen. „Dann koche ich mir etwas Schönes und bin mit den Gedanken nur noch im Topf und nicht mehr bei den Problemen“, sagt Léa Linster. „Ich halte automatisch inne, wenn ich etwas esse. Am besten etwas, das noch leckerer schmeckt als der Stress böse ist.“ 

Für Psychologin Britta Hölzel ist dieses Innehalten der Schlüssel zur Balance: „Gerade wenn eigentlich keine Zeit ist für eine achtsame Pause, sollte man für sich selbst darauf bestehen. Innehalten ist für mich, als würde ich das innere Licht wieder anknipsen. Man kann es üben, sich in diesen Situationen wieder mit dem eigenen Körper zu verbinden. Dabei schafft man automatisch Abstand zu der Krisensituation.“ Den Zuhörerinnen rät sie „Auch der Weg zum Kopierer kann genutzt werden, um einfach mal tief durchzuatmen . Es ist schade, wenn man so gestresst ist, dass man sein ganzes Leben immer nur verschiebt.“ Um ganz aus anstrengenden Situationen herauszukommen, hilft bei Britta Hölzel Yoga: „Ich habe für mich Yoga als das Werkzeug gefunden, um wieder in meinen eigenen Kopf hereinschauen und Probleme lösen zu können.“ 

Als kleine Überraschung hat die Psychologin eine kurze Meditation mitgebracht. Und auf einmal ist es ganz still im ganzen Raum, alle lauschen den Übungsanweisungen, Atmen gemeinsam und öffnen lächelnd wieder die Augen. „Ich konnte die gemeinsame Energie richtig spüren,“ sagt jemand leise aus der zweiten Reihe. 

Von Vorbildern lernen: Ach so geht das! 

Ganz nach Richard David Prechts Wunsch ermöglichten Frauen mit außergewöhnlichen Lebensmodellen auf dem BRIGITTE Academy Symposium Einblicke in ihren Alltag. Laura Noltemeyer gehört zu Deutschlands erfolgreichen Influencerinnen und sprach mit BRIGITTE.de-Chefredakteurin Doris Brückner: „Egal welche Ziele ihr habt, man muss erst mal anfangen und dann hart arbeiten,“ erzählt sie. Denn genau so sei ihr Blog Designdschungel erfolgreich geworden, auch wenn zu Beginn nur wenige an sie geglaubt haben. Durch ihren großen Erfolg jetzt fühlt sie neue Verpflichtungen: „Ich habe den Wunsch etwas weiterzugeben und kann durch meine Reichweite und Möglichkeiten zum Beispiel das Projekt Juamii für Kinder in Afrika fördern.“ 

Oskar Holzberg, Diplom-Psychologe und BRIGITTE-Kolumnist spürte nach vielen Berufsjahren, wie er eine Auszeit brauchte. „Ich machte ein Sabbatical und blieb einfach Zuhause. Ich musste nicht nach Australien reisen oder eine neue Sprache lernen.“ Stattdessen wollte er einfach ohne Beschäftigung sein „und ich habe mich in dieser Untätigkeit verloren und das war auch gut so.“ Auf einmal dauerte das morgendliche Zeitungslesen nicht mehr nur eine halbe Stunde, sondern einen halben Tag. Aber auch das Schreiben der BRIGITTE-Kolumne brauchte auf einmal Stunde um Stunde. Und der Psychologe lernte: „Aufgaben beschränken sich gegenseitig, wenn man zu viel zu tun hat. Nur durch mehr Zeit für die einzelnen Aufgaben, kann neue Hingabe für Einzelnes entstehen.“ 

Und wie arbeitet es sich dort, wo andere ihren Urlaub verbringen? Maren und Matthias leben und arbeiten seit dem Jahr 2015 von ihrem Segelboot aus, führen von dort ihr Unternehmen Vast Forward und haben Mitarbeiter in verschiedensten Städten. Sie sagen: „Man muss nicht dort sein, wo die Arbeit ist, aber trotzdem erreichbar für Kunden bleiben.“ Deshalb haben sie selbst feste Zeiten, erwarten aber von ihren Mitarbeitern nicht, in irgendeinem Büro zu sitzen. Sie kommunizieren mit Kunden und Kollegen über Skype und wer mag, kann einmal pro Woche sogar an einer gemeinsamen Skype-Yoga-Stunde teilnehmen. „Unsere Form der Zusammenarbeit basiert auf Vertrauen nach dem Konzept des Work-Life-Blending. Arbeit und Freizeit fließen ineinander über.“ 

Du siehst aber gut aus! 

Zwischen den Vorträgen abschalten und ab ins Mini-Spa: An den Ständen von L.O.V. Cosmetic und Sally Hansen wurde professionell geschminkt, Nägel lackiert und beraten. Image- und Styling-Beraterin Carola Nahnsen analysierte die Outfits der Teilnehmerinnen und gab Tipps, welche Farben und Schnitte am Vorteilhaftesten sitzen. „Wenn ich morgens vor dem Kleiderschrank stehe, frage ich mich immer: Wie will ich heute wirken? Und danach wähle ich meine Outfits aus.“ Bei Madeleine konnten alle Teilnehmerinnen direkt neue Outfits anprobieren und bei Fotograf Markus Püttmann gab es neue Porträtfotos direkt zum Mitnehmen. 

Wir lieben Mutmach-Geschichten erfolgreicher Frauen 

Um 18.30 Uhr standen fast alle Teilnehmerinnen im Foyer und lauschten mit einem Glas Sekt in der Hand der Erfolgsgeschichte von Stephenie Landry, Global Vice President AmazonFresh, Prime Now & Amazon Restaurants. Sie begann vor 13 Jahren als Praktikantin bei Amazon und verriet einen ihrer Tricks: „Wir Frauen sind seit unserer Kindheit darauf trainiert, empathisch zu sein und schnell zu verstehen, welche Stimmung in Menschengruppen herrscht. Ich habe diese Fähigkeit oft in Meetings eingesetzt und mich immer bemerkbar gemacht. Denn keinen Eindruck zu hinterlassen, ist für mich schlimmer, als einen schlechten.“ 

Am Ende des Tages waren viele Notizbücher vollgeschrieben, Erinnerungsbilder am Foto-Booth der Amazon-Academy geschossen, Visitenkarten getauscht und bei Lunch- und Snackpausen neue Kontakte geknüpft. „Ich wäre am liebsten zu allen Vorträgen gleichzeitig gegangen,“ sagten viele Teilnehmerinnen. 

Das Team der BRIGITTE Academy bedankt sich bei allen Partnern und Unterstützern und freut sich darauf, alle Teilnehmerinnen auch bei zukünftigen Events zu treffen, denn: Gemeinsam sind wir Frauen unschlagbar!

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