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Arbeitsvermittler Berufsbild, Gehalt, Karriere

Arbeitsvermittler: Arbeitsvermittlerin im Gespräch
© fizkes / Shutterstock
Arbeitsvermittler vermitteln Arbeitssuchenden Beschäftigungen. Hier erfährst du alles, was du über den Beruf eines Arbeitsvermittlers wissen musst — von der Ausbildung bis zur Bewerbung. 

Steckbrief: Arbeitsvermittler (m/w/d)

Art der Ausbildung

Weiterbildung/Quereinstieg

Ausbildungsdauer

12 Monate bis 3 Jahre 

Einstiegsgehalt

ca. 1.700 Euro

Durchschnittsgehalt

ca. 3.000 Euro

    Das interessiert mich:
  • Berufsprofil
  • Ausbildung
  • Fähigkeiten
  • Arbeitgeber
  • Gehalt
  • Einstiegschancen
  • Bewerbung
  • Karriere
  • Arbeitsmarkt
  • Chancen für Frauen
  • Das Berufsprofil: Arbeitsvermittler 

    Die Jobsuche ist für viele Menschen ein anstrengender Prozess. Egal, ob es um junge Absolventen einer Berufsausbildung geht oder um erfahrene Arbeitnehmer, die sich neue Herausforderungen wünschen – Arbeitsvermittler und Arbeitsvermittlerinnen helfen bei der Jobsuche. Das Aufgabenfeld des Arbeitsvermittlers ist genauso aufregend wie abwechslungsreich. Wer gerne mit Menschen in Kontakt ist und sie gleichzeitig bei der Berufssuche unterstützen will, sollte über eine Karriere als Arbeitsvermittler bzw.  Arbeitsvermittlerinnachdenken. Zu den täglichen Aufgaben eines Arbeitsvermittlers gehört aber nicht nur die Vermittlung eines neuen Arbeitsplatzes, sondern auch noch viele weitere Tätigkeiten.

    Zu Beginn des Arbeitsvermittlungsprozesses liegt der Schwerpunkt auf einer umfangreichen Analyse der Fähigkeiten seines Kunden, um damit ein aussagekräftiges Jobprofil zu erstellen. Mithilfe dieses Profils werden Jobanwärter und Jobanwärterinnen dann von einem gut informierten Arbeitsvermittler bei der Jobsuche ausführlich beraten. Neben den Wünschen des Arbeitssuchenden müssen Jobvermittler und Jobvermittlerinnen auch die Neigungen, Fähigkeiten und Zusatzqualifikationen des jeweiligen Bewerbers sowie die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt in ihren Vermittlungsprozess miteinbeziehen.

    Hierbei ist es wichtig, dass der Arbeitsvermittler ein umfassendes Wissen über Branchen und Arbeitschancen hat und so die Arbeitsvermittlung zum Erfolg führen kann. Ein Arbeitsvermittlers sollte zudem sensibel sein und ein psychologisches Geschick im Umgang mit Arbeitssuchenden haben, da der Prozess der Jobsuche für viele sehr nervenaufreibend ist.

    Arbeitsvermittler und Arbeitsvermittlerinnen sichten täglich eine Vielzahl von Stellenangeboten und analysieren, ob die Stellen für ihre Kunden infrage kommen könnten. Nach der Erstellung des Vermittlungsprofils geben Arbeitsvermittler und Arbeitsvermittlerinnen den Bewerbern dann Hilfestellung.

    Arbeitsvermittler geben beispielsweise wichtige Hinweise zur Erstellung von Bewerbungsunterlagen, schulen Arbeitsanwärter in ihren Fähigkeiten und zeigen ihnen, wie sie sich bei einem Bewerbungsgespräch im richtigen Licht präsentieren können. Aber auch beim Ausfüllen eines Bewerbungsformulars sind Arbeitsvermittler und Arbeitsvermittlerinnen zur Stelle, wenn ihre Kunden dabei Rückfragen haben.

    Hat der Arbeitssuchende dann gemeinsam mit dem Arbeitsvermittler den richtigen Job gefunden, enden die Aufgaben der Jobvermittler noch nicht. Weiterhin stehen sie den Anwärtern mit Rat und Tat zur Seite. Dank ihres breiten Wissens können Arbeitsvermittler und Arbeitsvermittlerinnen auch beim Antragstellen für Leistungen zur Arbeitsförderung helfen oder beraten hinsichtlich Rechten und Pflichten in der Probezeit. Die Tätigkeiten von Arbeitsvermittlern und Arbeitsvermittlerinnen werden allerdings nicht nur von Arbeitnehmern, sondern auch von Arbeitgebern hoch geschätzt. Hier unterstützen Arbeitsvermittler meistens im Bereich der Human Resources Unternehmen dabei, die geeigneten Bewerber für offene Stellen zu finden und vorzuschlagen.

    Vorteile als Arbeitsvermittler:

    • Quereinstieg als Arbeitsvermittler möglich
    • abwechslungsreiches Arbeitsfeld
    • gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt

    Nachteile als Arbeitsvermittler:

    • keine einheitlich geregelte Ausbildung
    • oft stressiger Arbeitsalltag
    • Tätigkeit kann psychologisch belastend sein

    Arbeitsvermittler und Arbeitsvermittlerin: Der Weg zum Ziel

    Der Weg zum Berufsbild des Arbeitsvermittlers bzw. der Arbeitsvermittlerin ist nicht gesetzlich festgelegt. Das heißt, dass es keine einheitlich gestaltete Ausbildung gibt, um den Beruf des Arbeitsvermittlers zu erlernen. Viel mehr ist dieses Berufsbild darauf ausgelegt, eine Weiter- bzw. Fortbildung zu sein.

    Zugang zum Beruf des Jobvermittlers kann man also auf vielfältige Weise erhalten. Gern gesehen ist es, wenn man als Voraussetzung bereits ein abgeschlossenes Studium oder eine Berufsausbildung mitbringt, jedoch ist das nicht zwangsläufig verpflichtend. Der Bedarf an Arbeitsvermittlern war in den letzten Jahren sehr hoch und deswegen wurde im Jahr 2012 sogar das Berufsbild des Fachangestellten für Arbeitsmarktleistungen ins Leben gerufen.

    Der Beruf des Arbeitsvermittlers und der Arbeitsvermittlerin ist bestens für Quereinsteiger geeignet. Unterschiedlichste Arbeitgeber sind auf der Suche nach qualifizierten Arbeitsvermittlern. In vielen Branchen sind Jobanwärter mit akademischen Kenntnissen sehr gerne gesehen. Studienfächer, die im Beruf des Arbeitsvermittlers von Vorteil sein können, sind beispielsweise:

    • Betriebswirtschaftslehre
    • Volkswirtschaftslehre
    • Psychologie
    • Sozialwissenschaften

    Aber auch Interessenten mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung haben sehr gute Chancen als Arbeitsvermittler bzw. Arbeitsvermittlerin Fuß zu fassen. Besonders beliebt bei Arbeitgebern sind Jobanwärter und Jobanwärterinnen aus dem kaufmännischen Bereich. Berufsausbildungen, die den Einstieg als Jobvermittler erleichtern können, sind folgende:

    • Kaufmann für Büromanagement
    • Industriekaufmann
    • Kaufmann für Bürokommunikation

    Die Weiterbildung selbst ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Sowohl die Vergütung als auch die Dauer der Ausbildung zum Arbeitsvermittler wird betriebsintern geregelt. Eine Weiterbildung zum Jobvermittler dauert bei der Bundesagentur für Arbeit beispielsweise 12 Monate im Vollzeitmodell. Viele Berufsanfänger lernen das Handwerk innerhalb ihrer regulären Arbeitszeiten durch Trainings und Workshops. Viele der Lehrangebote haben einen praktischen Ansatz und sind darauf ausgerichtet, dass die Berufseinsteiger so schnell wie möglich Arbeitssuchenden wichtige Hilfestellungen geben können.

    Inhalte der Weiterbildung zum Arbeitsvermittler bzw. zur Arbeitsvermittlerin sind unter anderem:

    • Arbeitsrecht
    • Arbeitsmarktprozesse
    • Arbeitsmarktgeschehen
    • Beratung
    • Coachtraining
    • Bewerbungsunterlagen und -gespräche
    • Zielgruppenorientierung

    Die Ausbildung zum Arbeitsvermittler und zur Arbeitsvermittlerin kann ebenfalls als Fernstudiengang "Arbeitsmarktmanagement" an unterschiedlichen privaten Hochschulen absolviert werden. Die Hochschule der Bundesagentur für Arbeit bietet diesen Studiengang ebenfalls an.

    Auch eine Umschulung zum Arbeitsvermittler kann zur Neuorientierung der Karriere absolviert werden. Private Hochschulen und Bildungsinstitute bieten auch diverse Fernlehrgänge im Bereich Personal- und Arbeitsvermittlung an. In der Regel dauern diese Lehrgänge drei Monate und nach erfolgreichem Abschluss erhält man ein Zertifikat, das einen als Arbeitsvermittler bzw. Arbeitsvermittlerin ausweist.

    Soft Skills: Welche Fähigkeiten sollte ein Arbeitsvermittler mitbringen?

    Als Arbeitsvermittler bzw. Arbeitsvermittlerin hat man es jeden Tag mit Menschen zu tun, die einen neuen Job suchen. Besonders wichtig ist in diesem Berufsbild deswegen, dass man viel Einfühlungsvermögen und Empathie mitbringt. Bei der Beratung und dem angeschlossenen Coaching muss der Arbeitsvermittler viel psychologisches Geschick besitzen, um den Arbeitssuchenden in die richtige Richtung zu lenken und gleichzeitig auf dessen Bedürfnisse und Sorgen einzugehen. Teil des Berufs eines Arbeitsvermittlers ist es, den Kunden gewissenhaft zuzuhören, um ein optimales Ergebnis der Arbeitsberatung zu erzielen.

    Ein verantwortungsbewusstes Vorgehen ist als Arbeitsvermittler unverzichtbar. Arbeitssuchende verlassen sich auf den Arbeitsvermittler und erwarten ein professionelles Vertrauensverhältnis. Verständnis für das Gegenüber sollte ein Arbeitsvermittler genauso mitbringen, wie eine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit. Ein erfolgreicher Arbeitsvermittler bzw. Arbeitsvermittlerin sollte an effektiven Problemlösungen interessiert sein und dabei nie die Interessen des Arbeitssuchenden aus den Augen verlieren. Der Dienstleistungsgedanke sollte stets im Vordergrund stehen.

     

    Arbeitgeber: Wer sucht Arbeitgebervermittler? 

    Arbeitsvermittler und Arbeitsvermittlerinnen werden von den unterschiedlichsten Unternehmen gesucht. Am bekanntesten sind wohl die Jobvermittler bei der Bundesagentur für Arbeit. Hier sind die meisten Arbeitsvermittler angestellt. Aber auch private Personalvermittlungen stellen Arbeitsvermittler an, um Arbeitssuchenden eine neue Perspektive auf ihre Karriere zu bieten.

    Viele Unternehmen suchen für Bereich der Human Resources ebenfalls Arbeitsvermittler und Arbeitsvermittlerinnen, um die passenden Bewerber zu finden und den Bewerbungsprozess für offene Stellenausschreibungen anzustoßen.

    Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten für Arbeitsvermittler bieten sich in folgenden Branchen:

    • Jobbörsen
    • Zeitarbeitsfirmen
    • Jobcenter
    • Personalberatung
    • Jobcoaching-Agenturen

    Auch eine freiberufliche Laufbahn als selbstständiger Jobvermittlerbzw. Jobvermittlerin ist möglich. Hier ist es wichtig, dass Interessierte sich über die hohe Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt durch große Arbeitsvermittler bewusst sind, bevor sie in die Selbstständigkeit starten. Wer es schafft, einen großen Kundenstamm aufzubauen und ein breites Angebot an Dienstleistungen für Arbeitssuchende bieten kann, könnte sich durchaus auf dem Arbeitsmarkt durchsetzen.

    Auch im Bereich der Ausbildung können Arbeitsvermittler tätig werden. Hier sorgen sie dafür, dass sie ihr Fachwissen an die nächste Generation an Arbeitsvermittlern weitergeben können.

    Arbeitsvermittler: Was verdient man?

     Das Gehalt eines Arbeitsvermittlers und der Arbeitsvermittlerin ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Neben der Art und Größe des Unternehmens ist vor allem entscheidend, welche Vorbildung man mitbringt. Ebenfalls entscheidend für das monatliche Gehalt ist, in welchem Bundesland man als Arbeitsvermittler tätig ist.

    Wer mit einem abgeschlossenen Studium in eine Karriere als Arbeitsvermittler bzw. Arbeitsvermittlerin startet, verdient zwar während des Studiums nichts – im Zweifelsfall müssen sogar noch Ausgaben wie Studienmaterialien aus eigener Tasche bezahlt werden. Aber dafür steigt man mit einem guten Anfangsgehalt von ca. 1.700 Euro brutto monatlich ein.

    Wer eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich vorweisen kann, hat bereits während der Ausbildung eine Vergütung erhalten, steigt aber mit einem niedrigeren Gehalt von ca. 1.500 Euro brutto ein.

    Wer im Laufe seiner Karriere viel Interesse beweist und nicht nur Arbeitserfahrungen sammelt, sondern auch fortlaufend Weiterbildungen im eigenen Fachbereich besucht, hat eine realistische Chance auf ein monatliches Bruttogehalt von bis zu 3.200 Euro brutto monatlich. In Führungspositionen in der Arbeitsvermittlung wartet sogar ein Gehalt von ca. 3.700 Euro brutto auf einen Arbeitsvermittler bzw. eine Arbeitsvermittlerin, wenn eine Bereitschaft vorhanden ist, Verantwortung im Berufsfeld zu übernehmen und Personal zu führen.

    Einstiegschancen: Aussichten von Arbeitsvermittlern 

    Jobvermittler und Jobvermittlerinnen haben zurzeit sehr gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. Aufgrund der großen Nachfrage wurde sogar eigens für das Berufsfeld des Arbeitsvermittlers im Jahr 2012 die Berufsausbildung zum Fachangestellten für Arbeitsmarktdienstleistungen ins Leben gerufen. Die Arbeitslosenquote lag im Jahr 2017 bei 3,7 Prozent und ist damit sehr gering.

    Da ein Quereinstieg in das Berufsbild des Arbeitsvermittlers gut möglich ist, sind die Einstiegsmöglichkeiten in den Beruf ebenso gut wie die Aussichten, einen Arbeitsplatz als erfahrener Arbeitsvermittler zu finden.

    Bewerbung: Womit punkten Arbeitsvermittler?

    Die Bewerbungsunterlagen eines Arbeitsvermittlers sollten neben einem aussagekräftigen Lebenslauf, der kurz und prägnant die bisherigen Arbeitserfahrungen beschreibt, auch ein persönliches Anschreiben und Nachweise über relevante Zeugnisse und Zusatzqualifikationen enthalten. Besonders wichtig für Arbeitsvermittler und Arbeitsvermittlerinnen sind im Arbeitsalltag Soft Skills, die Bewerber bereits im Bewerbungsgespräch unter Beweis stellen sollten. Bei einem persönlichen Kennenlernen im Rahmen eines Vorstellungsgespräches sollten Bewerber also offen und freundlich auftreten.

    Bereits erlangte Berufserfahrungen können ebenfalls im Bewerbungsprozess für eine Stelle als Arbeitsvermittler von Vorteil sein. Arbeitgeber sind sehr an der jeweiligen Ausbildung der Bewerber interessiert. Wenn es dem Bewerber oder der Bewerberin gelingt, überzeugend zu beschreiben, wie er mit eigenen Fähigkeiten das Unternehmen bereichern kann, steht der Karriere als Arbeitsvermittler fast nichts mehr im Weg. Gern gesehen sind im Bewerbungsprozess neben Berufserfahrungen durch Praktika oder vorherige Anstellungen ebenfalls Fremdsprachenkenntnisse und Erfahrungen mit der aktuellen Arbeitsmarktsituation unterschiedlicher Branchen.

    Im Rahmen eines Vorstellungsgesprächs für die Position eines Arbeitsvermittlers könnte der angehende Arbeitgeber den Bewerber mit einerFallstudie konfrontieren, die vom angehenden Arbeitsvermittler exemplarisch analysiert werden muss. So erfährt der zukünftige Arbeitgeber bereits vor Arbeitsbeginn, ob der Jobanwärter bzw. die Jobanwärterin geeignet für die ausgeschriebene Stelle ist.

    Karriere: Entwicklungs- und Aufstiegschancen als Arbeitsvermittler 

    Arbeitsvermittler und Arbeitsvermittlerinnen haben eine Vielzahl an beruflichen Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Vor allem durch Weiterbildungen und weiterführenden Bildungsangeboten, wie einem Fach- oder Hochschulstudium, können sich Arbeitsvermittler nicht nur persönlich und finanziell weiterentwickeln, sondern auch lernen, leitende Positionen zu übernehmen und sich so beruflich weiterzubilden. Es bieten sich in unterschiedlichen Fachbereichen Weiterbildungen für Arbeitsvermittler an:

    • Personalmanagement
    • Sozialökonomie
    • Rechtswissenschaften
    • Staats- und Verwaltungswissenschaften
    • Verwaltungsmanagement
    • Personaldienstleistungen

    Wer noch einmal die Schulbank drücken will, um die eigene Karriere voranzutreiben, kann sich auch dafür entscheiden, Arbeitsmarktmanagerbzw. Arbeitsmarktmanagerin zu studieren. Auch ein Fachstudium als geprüfter Personaldienstleistungsfachwirt bzw. als Personaldienstleistungsfachwirtin ist denkbar. Mithilfe eines akademischen Abschlusses stehen einem eine Vielzahl an Führungsposten offen, wenn man genug Berufserfahrung mitbringt.

    Arbeitsvermittlerinnen: Chancen für Frauen in der Arbeitsvermittlung

    Laut dem Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) waren im Jahr 2017 rund 72 Prozent aller Arbeitsvermittler weiblich. Die Jobaussichten für Frauen als Arbeitsvermittler sind also sehr gut. Die meist fallbasierte Arbeit lässt für Frauen, die versuchen wollen, Karriere und Familie unter einen Hut zu bringen, Möglichkeiten der beruflichen Verwirklichung zu. Da die Nachfrage an Arbeitsvermittlern zurzeit sehr hoch ist, bieten viele Arbeitgeber für Arbeitsvermittlerinnen Teilzeitmodelle an.

    Der Beruf der Arbeitsvermittlerin bietet sich zudem als gute Möglichkeit des beruflichen Wiedereinstiegs nach der Schwangerschaft an. Da ein Quereinstieg als Arbeitsvermittlerin realistisch ist, bietet diese Berufsgruppe nicht nur gute Perspektiven für die eigene finanzielle Sicherheit, sondern auch positive Aufstiegschancen für Frauen. Verbesserungsmöglichkeiten bestehen für das Berufsbild der Arbeitsvermittlerin vor allem darin, dass weibliche Arbeitnehmerinnen in Zukunft genauso vergütet werden, wie die männlichen Kollegen. Dies ist laut der Agentur für Arbeit bis jetzt noch nicht der Fall – leider.

    Arbeitsmarkt: Wie hat sich das Berufsfeld von Arbeitsvermittlern entwickelt?

    Das Berufsfeld der Arbeitsvermittler erfreut sich immer größerer Beliebtheit. In den letzten sieben Jahren sind die Beschäftigungszahlen laut Agentur für Arbeit um 26.225 Angestellte gestiegen. Gleichzeitig ist die Arbeitslosenquote unter Arbeitsvermittlern von Jahr 2013 bis hin zum Jahr 2017 um ein Prozent gesunken. Da die Nachfrage an Arbeitsvermittlern und Arbeitsvermittlerinnen so groß ist, wurde im Jahr 2012 sogar eine Berufsausbildung für dieses Berufsbild eingeführt, um die Ausbildung einheitlicher zu gestalten.

    Die Entwicklung der Arbeitsvermittler-Branche unterliegt in der letzten Dekade einer durchweg positiven Entwicklung und die Prognosen sind laut Statista ebenfalls hoffnungsvoll. Eine Karriere als Arbeitsvermittler bietet neben finanzieller Sicherheit auch sehr gute Aufstiegschancen. Zusätzlich wird das Berufsbild des Arbeitsvermittlers dadurch attraktiv, dass es keiner langen Ausbildung bedarf, um eine Karriere in dieser Branche zu begründen. Im Rahmen der zunehmenden Digitalisierung entstehen immer mehr neue Berufsbilder, die eine umfassende Beratung durch Arbeitsvermittler weiterhin nötig machen.

    Ähnliche Berufe wie Arbeitsvermittler: 

    • Arbeitsmarktmanager
    • Berater für Bildung
    • Beruf und Beschäftigung
    • Berufsberater
    • Geprüfter Personalfachkaufmann

    Quellen:

    bisds.iab.de, berufenet.arbeitsagentur.de, spiegel.de, statista.com


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