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Controller Berufsbild, Gehalt, Ausbildung

Controller: Frau sitzt am Laptop mit Statistiken
© fizkes / Shutterstock
Der Beruf des Controllers ist hoch angesehen. Hier erfährst du alles, was du über den Beruf eines Controllers wissen musst — von der Ausbildung bis zur Bewerbung.

Steckbrief: Controller (m/w/d)

Art der Ausbildung

 IHK-Ausbildung, Studium der Betriebswirtschaftslehre

Ausbildungsdauer

 3 Jahre Bachelorstudium, 3 Jahre kaufmännische  Ausbildung + min. 2 Jahre Berufserfahrung

Durchschnittsgehalt

 ca. 3.700 Euro

Einstiegsgehalt

 ca. 3.550 Euro

    Das interessiert mich:
  • Berufsprofil
  • Ausbildung
  • Fähigkeiten
  • Arbeitgeber
  • Gehalt
  • Einstiegschancen
  • Bewerbung
  • Karriere
  • Arbeitsmarkt
  • Chancen für Frauen
  • Das Berufsprofil: Controller

    Um ein erfolgreiches und wirtschaftlich effizientes Unternehmen zu führen, bedarf es neben einem soliden Geschäftsmodell vor allem einer stabilen Wirtschaftssteuerung durch das Controlling für alle strategischen und operativen Entscheidungen eines Unternehmens, die von Controllern durchgeführt werden. Die Position des Controllers ist deswegen äußerst wichtig für den wirtschaftlichen Erfolg einer Firma.

    Der Controller bewegt sich im Reich der Zahlen und Statistiken und als Zuständiger kümmert sich der Controller auf seiner Position nicht nur um das sogenannte Rechnungswesen, also Aufgaben der Buchführung, sondern ist als Controller auch gleichzeitig verantwortlich für die operative und strategische Ausrichtung eines Unternehmens und somit von größter Wichtigkeit für die Geschäftsführung.

    Der Controller gewährleistet alles, von der Umstrukturierung einer Firma, um die wirtschaftliche Effizienz einer Firma zu optimieren, bis hin zur strategischen Analyse der Bilanzen und dem Erkennen von Trends und Entwicklungen innerhalb der jeweiligen Branche, um ein Unternehmen in der Funktion des Controllers zum wirtschaftlichen Erfolg zu führen.

    Das Arbeitsfeld des Controllings bietet also für angehende Controller eine Aufgabenfülle für analytische Strategen, die einen Sinn für Innovationen und neue, flexible Lösungen im Arbeitsalltag haben. Im Unternehmensalltag stehen immer wieder neue Herausforderungen für den Controller an, auf die es sich immer wieder neu einzustellen gilt. Wichtig ist deswegen, dass im Controlling nicht nur Planungsgenauigkeit des Controllers und Liebe fürs Detail vorherrscht, sondern auch die Fähigkeit des Controllers zur exakten Analyse von Statistiken und Unternehmenszahlen, um versteckte Potentiale innerhalb einer Firma aufzudecken und betriebsinterne Abläufe zu optimieren. Controller treffen deswegen gemeinsam mit der Geschäftsführung verantwortungsvolle und zielführende Controlling-Entscheidungen, um zu gewährleisten, dass die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens stets gegeben ist.

    Durch ein vielfältig gestaltetes Weiterbildungsangebot im Bereich des Controllings können und sollten Controller nicht nur auf dem neusten fachlichen Stand bleiben, sondern auch spezielle, neue Fachkenntnisse erwerben, oder bestehende Kenntnisse erweitern und damit noch besser auf die jeweilige Unternehmensstruktur einwirken zu können und diese Fachkenntnisse für das individuelle Unternehmen fruchtbar zu machen.

    Auch in der Unternehmensentwicklung ist das Controlling ein äußerst wichtiger Faktor für den Erfolg eines Betriebs, denn ein Controller sollte durch seine täglichen Aufgaben dafür sorgen, dass ein Unternehmen nicht nur wettbewerbsfähig bleibt, sondern gleichzeitig seine wirtschaftliche Effizienz immer weiter steigern kann und durch die weitsichtige Planung und Steuerung die Unternehmensziele immer positiv zu beeinflussen.

    Vorteile   Nachteile

    Zahlreiche Karrierechancen in unterschiedlichen Branchen als Controller

    durchgängige und manchmal trockene Bürotätigkeit  

    Verantwortungsvolle Planung und Steuerung zur Optimierung eines Unternehmens

    es bedarf vieler Weiterbildungen und viel Praxiserfahrung, um befördert zu werden

    Im Rahmen des Berufsbildes des Contollers ergibt sich ein abwechslungsreiches Tätigkeitsfeld rund um Zahlen und Statistiken

    selten Quereinstieg in das Berufsfeld des Controllers

    Wie wird man Controller?

    Der Weg zum Beruf des Controllers führt entweder über ein Studium der Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Rechnungswesen und Controlling oder über eine kaufmännische Ausbildung im selben Controlling- Bereich mit entsprechender Berufserfahrung als Controller ans Ziel. Ein Studium kann hierbei gleichermaßen an einer privaten, sowie staatlichen Universität absolviert werden, auch Fachhochschulen und Fernuniversitäten bieten Studiengänge für angehende Controller an. Wichtiger als der Ort der Ausbildung ist Arbeitgebern im Bereich Controlling vor allem, dass nach der Ausbildung zum Controller bereits ausreichende Berufserfahrung, durch etwa Unternehmenspraktika oder Studentenjobs im Controlling-Bereich, vorhanden ist.

    Der Vorteil eines Studiums im Bereich Controlling an einer privaten Hochschule ist vor allem, dass neben einer individuelleren Betreuung der angehenden Controller auch besser mit potentiellen Arbeitgebern nach der Ausbildung in Kontakt kommt, da private Hochschulen besser vernetzt sind mit großen Unternehmen speziell im Finanzsektor. Der Nachteil einer solchen Ausbildung besteht hier jedoch in der teilweise hohen Studiengebühr, die schon mal mehrere tausend Euro im Jahr betragen kann. Wer sich deswegen lieber für ein Controller-Studium an einer staatlichen Universität entscheidet, hat hier dann den Vorteil einer größeren Auswahl an Studienfächern und der Spezialisierungen auf das eigene Interessenfeld.

    Das Studium im Bereich Controlling bereitet die angehenden Controller auf die neuen Aufgaben in ihrem zukünftigen Arbeitsfeld vor. Folgende Themen werden unter anderem im Studium behandelt:

    • Unternehmensführung
    • Controlling/Rechnungswesen
    • Analyse von Statistiken und Unternehmenszahlen
    • Kostenanalyse, Kostenmanagement und Prozessmanagement
    • Steuerrecht

    Nach dem Bachelorstudium gibt es bei den meisten Universitäten die Möglichkeit sich mit einem Master-Studiengang noch konkreter innerhalb des Controllings zu spezialisieren und damit die eigenen Chancen auf dem Arbeitsmarkt noch weiter zu verbessern.

    Der Job eines Controllers kann aber nicht nur durch ein Studium mit Schwerpunkt Controlling, sondern auch durch eine reguläre Berufsausbildung im kaufmännischen Bereich mit dem Schwerpunkt Rechnungswesen/Controlling erlernt werden. Die Industrie- und Handelskammern (IHK) bieten neuerdings dafür auch zertifizierte Abschlüsse im Controlling an, deren Kosten allerdings von Bundesland zu Bundesland schwanken.

    Eine weitere Möglichkeit sich zum Controller ausbilden zu lassen, besteht darin eine betriebliche Ausbildung, wie beispielsweise ein duales Studium oder ein Traineeprogramm direkt bei einem Unternehmen zu absolvieren. Immer mehr große Unternehmen bieten diese Möglichkeit für angehende Controller an.

    Die Industrie- und Handelskammer bietet neuerdings auch Controller-Abschlüsse für Weitergebildete an, wenn diese bestimmte Kriterien, wie ein abgeschlossenes Studium, eine kaufmännische Ausbildung und zusätzliche Berufserfahrung im Controlling vorzuweisen haben. Die IHK-Zertifizierung qualifiziert die neuen Controlling-Anwärter dann für eine Stelle als Controller.

    Ebenfalls bieten Akademien und Fachhochschulen Weiterbildungsprogramme im Bereich Controlling an, um sich beispielsweise vom Buchhalter oder Kaufmann für Rechnungswesen zum Controller weiterbilden zu lassen. Hier besteht dann auch die Möglichkeit sich auf die IHK-Prüfung zum Controller vorzubereiten.

    Welche Fähigkeiten sollten Controller mitbringen?

    Controller sind täglich mit neuen, verantwortungsvollen Aufgaben betraut, die der Geschäftsführung unmittelbar bei der Steuerung und Planung der Unternehmenszukunft im Rahmen des Controllings hilft. Ohne kommunikationsfähige und zuverlässige Mitarbeiter im Controlling ist das nicht durchführbar. Controller müssen nehmen einem gewissenhaften Umgang mit Statistiken und Unternehmenszahlen vor allem auch soziale Kompetenz und Empathie im Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten zeigen.

    Die Arbeit als Controller verlangt eine stressresistente Persönlichkeit ebenso wie Durchsetzungsfähigkeit und einen Sinn für Trends und Innovationen in der Wirtschaftswelt ab. Der tägliche Umgang mit sensiblen Unternehmensdaten erfordert ebenfalls ein hohes Maß an Professionalität im Controlling und Sorgfalt im Arbeitsalltag. Um das operative Geschäft als Controller am Laufen zu halten werden im Controlling auch Planungssicherheit und ein Blick für Details hoch geschätzt.

    Arbeitgeber: Wer sucht Controller?

    Generell werden Controller in jedem wirtschaftlichen Betrieb benötigt. Das Arbeitsfeld rund um das Rechnungswesen ist wichtiger Bestandteil, um die Effizienz eines Unternehmens sicher zu stellen. Arbeitsplätze gibt es hier in der Privatwirtschaft sowie im öffentlichen Dienst gleichermaßen. In der Regel arbeiten Controller als Angestellte entweder für eine Behörde im Bereich Controlling oder für ein Unternehmen und übernehmen neben den buchhalterischen Aufgaben auch strategische Aufgaben in Bezug auf das Controlling. Controller, die freiberuflich tätig sind, sind oft in der Funktion des Wirtschaftsprüfers als externe Berater tätig. Controller gelten oft durch die Arbeit im Rechnungswesen und die damit verbundene Nähe zum Finanzwesen als gefragte Experten auch für den Finance-Sektor.

    Neben Betrieben unterschiedlichster Größen zählen also auch beispielsweise Banken, Versicherungen, Steuerkanzleien und Logistikunternehmen zu beliebten Arbeitgebern von Controllern. Spezialisierte Arbeitsfelder im Controlling sind zum Beispiel folgende:

    • Controlling im Vertrieb
    • Controlling-Logistik
    • Investitionsmanagement
    • Marketing-Logistik
    • Produktionscontrolling

    Gehalt: Was verdient ein Controller?

    Das Gehalt eines Controllers hängt, wie fast in jedem anderen Berufsfeld auch, von unterschiedlichen Faktoren ab. Neben der Branche und der Art der Ausbildung ist die bereits vorhandene Berufserfahrung allerdings der entscheidendste Faktor für die Gehaltsverhandlung. Ebenfalls wichtig bei der Beurteilung des Einstiegsgehalt als Controller ist, die Art des Abschlusses der Berufsanfänger.

    So wird doch meist der Master-Abschluss einem Bachelor-Abschluss aus nachvollziehbaren Gründen bevorzugt, da auch mehr Praxiserfahrung vorausgesetzt werden kann.

    So verdienen Juniorcontroller mit Bachelor-Abschluss durchschnittlich rund 42.600 € jährlich, Berufseinsteiger mit Master-Abschluss hingegen verdienen rund 47.800 € pro Jahr.

    Das Gehalt eines Controller-Trainees liegt zum Einstieg mit ca. 39.100 € nur knapp unter dem eines Bachelorabsolventen im Controlling-Bereich.

    Mit steigender Berufserfahrung ist dann ein höheres Gehalt zu erwarten. Controller sind aufgrund ihres Ansehens und des verantwortungsvollen Berufsfeld zu den Besserverdienenden zu zählen und ein Brutto-Jahresgehalt von durchschnittlich rund 60.400 € ist keine Seltenheit. Abhängig vom Bundesland und Größe des Unternehmens kann das Gehalt eines Controllers bis zu ca. 84.000 € brutto im Jahr betragen.

    Einstieg: Aussichten von Controllern

    Controller haben auf dem Arbeitsmarkt zur Zeit sehr gute Aussichten. Laut der Agentur für Arbeit beklagen ca. 50 % der deutschen Unternehmen seit mehreren Jahren sogar einen Fachkräftemangel im Bereich Rechnungswesen/Controlling.

    So ist die Arbeitslosigkeit unter Controllern auch sehr gering und dauert nicht lange an, da es ein reiche Auswahl an Jobangeboten im Bereich Controlling gibt. Dieser Trend scheint auch in den kommenden Jahren nicht abzureißen, obwohl es durch die Qualifikation durch die IHK mehr Controller in den Arbeitsmarkt eintreten

    Bewerbung: Womit punkten Controller?

    Neben einem detaillierten Lebenslauf, sollte eine Bewerbung als Controller auch ein persönliches Anschreiben enthalten, dass dem potentiellen Arbeitgeber einen ersten Einblick in die Persönlichkeit des angehenden Controllers gibt und vielleicht sogar schon erste Hinweise darauf gibt, ob der Bewerber auf die ausgeschriebene Stelle und ins bestehende Team passen würde. Des Weiteren sind erworbene Zeugnisse von Hochschulabschlüssen und/oder Zusatzqualifikationen von hoher Bedeutung im Bewerbungsprozess.

    Ein professionelles Erscheinungsbild der Bewerbungsunterlagen gibt dem zukünftigen Arbeitgeber hierbei schon einmal einen Ausblick auf die Sorgfalt und die Organisationsfähigkeit des Bewerbers.  Im nächsten Schritt wird der Controller-Anwärter dann in der Regel zu einem persönlichen Bewerbungsgespräch geladen, auf das auch noch ein Eignungstest folgen kann, um festzustellen, ob der angehende Controller für den Job geeignet ist und dem jeweiligen Berufsprofil entspricht.

    Karriere: Aufstiegschance für Controller?

    Die Aufstiegschancen als Controller stehen sehr gut, wenn man bereit ist sich im Controlling stets fortzubilden, um immer auf dem neusten Stand zu bleiben. Allein durch die über die durch die dazu gewonnene Berufserfahrung qualifiziert sich beispielsweise der Junior Controller für eine Beförderung zum Senior Controller. Schon während des Studiums können Anwärter auf den Beruf des Controllers schon den Grundstein für eine erfolgreiche Karriere legen, indem sie bereits soviel Praxiserfahrung sammeln, wie nur irgendwie möglich. Praktika und Nebenjobs während des Studiums helfen Nachwuchscontrollern dabei erfolgreich ins Berufsleben zu starten.

    Eine Spezialisierung auf ein bestimmtes Fachgebiet, wie zum Beispiel Vertrieb oder Investitionsmanagement, durch eine Fort- oder Weiterbildung innerhalb des Controllings kann auch dabei helfen besonders erfolgreich im Beruf des Controllers zu werden.

    Controllerinnen: Welche Chancen haben Frauen im Controlling?

    Die große Nachfrage nach Fachkräften im Controlling macht den Einstieg für Frauen in den Finanzsektor besonders attraktiv. Allerdings sind die Verdienstchancen für Frauen als Controllerinnen noch lange nicht die gleichen wie für ihre männlichen Kollegen. Laut Statista sind nur rund 23 % des Führungspersonals im Controlling Frauen. Im Schnitt verdienen Controllerinnen auch je nach Branche rund 13 % weniger wie Männer.

    Aufgrund der großen Nachfrage sind die tatsächlichen Arbeitsbedingungen für Frauen jedoch trotzdem interessant, da viele Unternehmen für Mitarbeiter im Controlling flexible Arbeitsmodelle schaffen und so die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern.

    Arbeitsmarkt: Wie hat sich das Berufsfeld des Controllers entwickelt?

    Heute sowie in den vergangenen Jahren sind Controller auf dem Arbeitsmarkt heiß begehrt. Aufgrund eines bestehenden Fachkräftemangels besteht ein großer Bedarf an Fachkräften im Bereich Controlling und die Aussichten sind weiterhin sehr gut. Das Informationszeitalter macht natürlich auch nicht vor Controllern halt. Eine Trendwende im Bedarf ist nämlich nicht zu erkennen. Die Suche nach Fachkräften führte sogar dazu, dass durch eine Qualifikation durch die IHK auch Quereinsteiger mit genug Praxiserfahrung den Einstieg in den Beruf des Controllers finden können. Für qualifizierte Arbeitskräfte im Bereich Controlling sind die Aussichten auf eine Festanstellung ausgezeichnet

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    Lohnbuchhalter, Steuerfachangestellter, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer

    Quellen:

    controllingportal.de, statista.de, berufenet.arbeitsagentur.de


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