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Detektiv Berufsbild, Gehalt, Ausbildung

Detektiv: Detektivin sitzt in ihrem Auto und macht heimlich Fotos
© Peyker / Shutterstock
In Filmen und Büchern ist der Job von Detektiven voller Nervenkitzel, aber wie sieht die Realität aus? Hier erfährst du alles, was du über den Beruf eines Detektivs wissen musst — von der Ausbildung bis zur Bewerbung.

Steckbrief: Detektiv

Art der Ausbildung.

Schulische Ausbildung

Ausbildungsdauer.

6 - 22 Monate

Durchschnittsgehalt.

Keine Angabe

Einstiegsgehalt.

Keine Angabe

    Das interessiert mich:
  • Berufsprofil
  • Ausbildung
  • Fähigkeiten
  • Arbeitgeber
  • Gehalt
  • Einstiegschancen
  • Bewerbung
  • Karriere
  • Arbeitsmarkt
  • Chancen für Frauen

  •  

    Das Berufsprofil:

    Miss Marple, Magnum oder Sherlock Holmes, sie alle haben eines gemeinsam: den Beruf des Detektivs oder der Detektivin. Natürlich gibt es eine große Diskrepanz zwischen den Tätigkeiten, die im Film, Fernsehen oder auch in der Literatur dargestellt werden und der alltäglichen Arbeit des Detektivs und der Detektivin in der realen Welt. Weniger glamourös und actionreich als in den Medien dargestellt aber nicht weniger interessant und vielseitig ist der Arbeitsalltag als Detektivin oder Detektiv.

    Grundsätzlich haben Detektivinnen und Detektive als private Ermittlerinnen oder Ermittler die Aufgabe, geschäftliche oder auch private Informationen für ihren Auftraggeber zu beschaffen. In die Detekteien kommen Privatpersonen aber auch Unternehmer. Dementsprechend vielseitig können die Auftragsbereiche als Detektivin oder Detektiv sein:

    • Recherche von Sorge- und Unterhaltsrecht
    • Untersuchungen im Rahmen von Zivil- und Strafprozessen
    • Beweisbeschaffung bei Versicherungsbetrug / Kreditbetrug
    • Abwehr von Computerkriminalität
    • Kundenüberwachung im Einzelhandel
    • Ermittlungen mit dem Ziel gestohlene Gegenstände aufzuspüren (beispielsweise Kunstgegenstände oder Antiquitäten)
    • Beratung zu Sicherheitsanlagen zum Schutz vor Einbrüchen /Diebstählen
    • Aufspüren von Erben, beispielsweise bei gerichtlichen Nachlassverfahren

    Außerdem ermittelt der Detektiv bei Verdacht auf…

    • Produkt- und Markenpiraterie
    • Patenverletzungen
    • Werkspionage/ Sabotage
    • Wirtschaftskriminalität
    • Kapital- und Anlagebetrug
    • Konkurrenzspionage
    • Mitarbeiterdelikte

    Im Vergleich zu Thomas Sullivan Magnum sind reale Detektivinnen und Detektive in der Regel nicht in spektakuläre Verfolgungsjagden im roten Ferrari verstrickt und auch der Besitz von Waffen ist eher unüblich. Tatsächlich findet ein Großteil der Arbeit als Detektivin oder Detektiv nicht im Sportwagen, sondern am Schreibtisch, beispielsweise in der eigenen Detektei, statt. Dort wird viel telefoniert, im Internet nach nützlichen Informationen recherchiert oder Schrift- und Bildmaterial begutachtet. Auch der Kontakt zu anderen Detekteien oder beispielsweise zu Archiven ist im Arbeitsalltag von Detektivinnen und Detektiven nicht unüblich, um an relevante Informationen zu gelangen.

    Doch nicht jede Privatperson oder jedes Unternehmen kann aus beliebigen Gründen eine Detektei aufsuchen, um eine Detektivin oder einen Detektiv zu beauftragen. Dafür müssen zunächst besondere Bedingungen erfüllt werden. Bevor ein Auftrag durch Detektivinnen oder Detektive angenommen wird, prüft deshalb eine Detektivin oder ein Detektiv zunächst, ob sich der Auftrag mit dem Bundesdatenschutzgesetz vereinen lässt und eine Ermittlung wirklich notwendig scheint. Nur wenn der Auftraggeber ein begründetes Interesse an Daten hat, die von der Detektivin oder dem Detektiv beschafft werden sollen, kann die eigentliche Arbeit erst beginnen.

    Nachdem die Detektivin oder der Detektiv festgestellt hat, dass ein sogenanntes „berechtigtes Interesse“ im Sinne des Bundesdatenschutzgesetzes gegeben ist, werden im Anschluss die Vertragsbedingungen für die anstehende Arbeit festgelegt. Danach erstellt die Detektivin oder der Detektiv einen Plan, wie die Ermittlungen ablaufen sollen:

    • Zunächst steht für Detektivinnen und Detektive in der Regel die Arbeit am Schreibtisch an. Dazu gehören Recherchen mithilfe des Computers oder Telefons, um beispielsweise Kontaktdaten von Personen zu erlangen, die anschließend befragt werden können.
    • Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, werden von Detektivinnen und Detektiven die ersten Nachforschungen außer Haus aufgenommen. Dabei kann ein Aufnahmegerät oder auch eine Kamera für die Detektivinnen und Detektive von großem Vorteil für die Aufnahme von belastenden, beziehungsweise entlastenden Fotos, Videos, Tonaufnahmen sein, beispielsweise der Aufnahme von Zeugenaussagen.
    • Um die nötigen Beweise zu erlangen, kann es auch mal vorkommen, dass eine Detektivin oder ein Detektiv einen ganzen Tag im Auto damit verbringt, Personen oder Objekte (unter gegebenen Umständen mit einem Fernglas) zu observieren. Vor allem bei Observationen kann auch mal die ein oder andere Nachtschicht oder Arbeit am Wochenende von den Detektivinnen und Detektiven gefordert werden. 
    • Auch im Einzelhandel sind Detektivinnen und Detektive oft für die Überwachung von Verkaufsräumen gefragt, um beispielsweise verdächtige Personen von einem Diebstahl abzuhalten. Sollte es zu einem Fluchtversuch kommen, haben Detektive und Detektivinnen das Recht, die Verdächtigen vorläufig festzunehmen.

    Ganz gleich, um welchen Fall es sich handelt, jede Ermittlung muss durch die jeweilige Detektivin oder den jeweiligen Detektiv mit einem klaren System und Plan durchgeführt und anschließend exakt dokumentiert werden. Diese Dokumentationen oder Berichte, die durch die Detektivin oder den Detektiven angefertigt werden, sind deshalb so wichtig, weil sie in möglichen Gerichtsverfahren als Beweismittel eingesetzt werden können.

    Vorteile   Nachteile

    Abwechslungsreich

    Unregelmäßige Arbeitszeiten

    Außergewöhnliches Berufsbild

    Hohes Maß an Flexibilität erforderlich

    Stetige Nachfrage

    Teils lange Observationszeiten

    Wie wird man Detektiv?

    In der Regel wird die Tätigkeit als Detektiv oder Detektivin nach einer beruflichen Erstausbildung aufgenommen. Im besten Fall bestand schon in der Erstausbildung eine gewisse Nähe zu den Aufgaben als Detektivin oder Detektiv, wie beispielsweise Ausbildungen bei der Polizei oder Bundeswehr. Um am Schreibtisch einer Detektei als Detektivin oder Detektiv Platz nehmen zu können, wird rechtlich zwar keine bestimmte Ausbildung vorausgesetzt. Eine Aus- beziehungsweise Weiterbildung kann sich allerdings im Beruf als Detektiv oder Detektivin als hilfreich erweisen und schafft eventuell zusätzliches Vertrauen bei den Auftraggebern. Das Angebot an Fortbildungen zur Detektivin oder zum Detektiv ist durch die fehlende staatliche Regulierung ungeordnet. Eine Auswahl an Bildungsangeboten findet sich allerdings auf Kursnet, einer Plattform der Bundesagentur für Arbeit.

    Eine seriöse Ausbildungsstätte ist beispielsweise die Zentralstelle für die Ausbildung im Detektivgewerbe (ZAD) mit Sitz in Berlin, die in Zusammenarbeit mit der IHK (Industrie- und Handelskammer) Kassel-Marburg sogenannte Fachzertifikats-Lehrgänge anbietet, worüber nach zweijähriger Ausübung der Arbeit als Detektivin oder Detektiv die folgenden Qualifikationen erlangt werden können:

    • „ZAD geprüfter Privatermittler“
    • „ZAD geprüfter Privatermittler - mit IHK-Zertifikat“

    Mit einer Kombination aus Fern- und Präsenzlehre, in Form von in Berlin stattfindenden Seminaren, kann entweder innerhalb von 10 Monaten (Intensiv-Kurs) oder auch 22 Monaten (Kombi-Kurs) ein Fachzertifikat nach erfolgreicher Ausbildung erlangt werden. Der Abschlusstest beinhaltet einen schriftlichen sowie einen mündlichen Test und zusätzlich wird eine schriftliche Thesenarbeit gefordert.

    Der 10-monatige Kurs kostet 3.800 Euro, die Kosten für den 22-monatigen Kombi-Kurs hingegen belaufen sich auf 3.708 Euro. Zu beiden Kursen kommen schließlich nochmal 200 Euro für das IHK-Fachzertifikat hinzu.

    Soll sich die spätere Arbeit auf die Kundenüberwachung im Handel als sogenannter „Kaufhausdetektiv“ beschränken, können als Alternative die folgenden Qualifikationen erlangt werden (ebenfalls nach zweijähriger Arbeit als Detektivin oder Detektiv):

    • „ZAD Geprüfte Bewachungsfachkraft im Handel“
    • „ZAD Geprüfte Bewachungsfachkraft im Handel - mit IHK Zertifikat“

    Die Ausbildung zur Bewachungsfachkraft ist mit sechs Monaten, durch den geringeren Umfang, ein wenig kürzer und zudem auch mit 1030 Euro (plus 200 Euro für IHK-Fachzertifikat) günstiger.

    Alle genannten Formen der Ausbildung müssen aus eigener Tasche bezahlt werden, doch mit ein wenig Glück findet sich womöglich eine Fördermöglichkeit durch die Bundesagentur für Arbeit.

    Unabhängig von der Institution, die die Ausbildung durchführt, können folgende theoretische und praktische Kenntnisse an die angehenden Detektivinnen und Detektive vermittelt werden:

    • Praktiken zu Observierungen und verdeckten Ermittlungen
    • Zu beachtende Punkte bei einer Verkaufsraumüberwachung und von Ladendieben häufig angewendete Techniken
    • Methoden zur Aufdeckung und Verhinderung von Diebstahl, Betrug und Unterschlagung am Arbeitsplatz
    • Richtiger Einsatz von Sicherheitstechnik und Überwachungshilfen
    • Grundlagen der IT-Sicherheit zur Abwehr von Cyberattacken
    • Erkennung, Sicherung und Auswertung von Spuren
    • Verhalten beim Feststellen einer Straftat und Umgang mit Ladendieben
    • Methoden zur Befragung (Durchführung und Dokumentation)
    • Stellung von Strafanträgen sowie Kenntnisse zum Ablauf von Gerichtsverhandlungen
    • Kommunikationstechniken und Methoden zur Deeskalation von Konflikten
    • Richtiger Umgang mit Verteidigungswaffen
    • Effektive Zusammenarbeit mit Polizei, Behörden und Auftraggebern
    • Rechtliche Rahmenbedingungen, die für den Beruf von Bedeutung sind (beispielsweise Straf- und Verfahrensrecht, Persönlichkeitsrechte, etc.)

    Analog zur theoretischen Ausbildung sollten die angehenden Detektivinnen und Detektive im optimalen Fall ein Praktikum in einer kompetenten Detektei absolvieren. Leider gestaltet sich das oft als schwierig, da die Anzahl an Praktikumsplätzen in Detekteien sehr limitiert sind. Daher lohnt es sich eventuell Mitglied des Bundesverbandes Deutscher Detektive (BDD) zu werden, um sich von erfahrenen Detektiven, die vielleicht selbst eine Detektei besitzen oder in einer Detektei arbeiten, Rat einzuholen. Nach erfolgreichem Ablegen der finalen Prüfungen und insgesamt zwei Jahren Arbeitserfahrung als Detektivin oder Detektiv, können sich die Absolventinnen und Absolventen der Ausbildung fortan „geprüfte Detektivin“/ „geprüfter Detektiv“ nennen. Diese Ausbildung ist zudem vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) anerkannt.

    Welche Fähigkeiten sollten Detektive mitbringen?

    Im Alltag der Detektivin oder des Detektivs ist kein Auftrag gleich. Beim Ermitteln ist daher ein hohes Maß an Flexibilität gefragt, um sich auf immer neue Zielpersonen oder auch lokale Umstände möglichst schnell einstellen zu können. Und ob am Schreibtisch, in der Detektei oder im Archiv: Sorgfalt sollte im Beruf der Detektivin oder des Detektivs ein stetiger Begleiter sein, um beispielsweise beim Überprüfen von Hinweisen und Unterlagen kein wichtiges Detail zu übersehen.

    Nicht selten sind es brisante Informationen zu Privatpersonen oder Unternehmen, die in die Hände der Detektivin oder des Detektivs gelangen. Daher sollten diese über die nötige Portion Diskretion und Verschwiegenheit verfügen, um verantwortungsbewusst mit den Ermittlungsergebnissen umgehen zu können. Verschwiegenheit soll aber nicht bedeuten, dass eine Detektivin oder ein Detektiv gar nichts sagen soll, im Gegenteil: von Detektivinnen und Detektiven ist sogar eine besondere Kommunikationsfähigkeit und Kontaktbereitschaft gefragt, um Kontakte zu Informanten aufzubauen und zu pflegen oder auch um mit Auftraggebern zu sprechen.

    Arbeitgeber: Wer sucht Detektive?

    Der wohl häufigste Arbeitgeber von Detektivinnen und Detektiven ist eine Detektei oder auch ein Ermittlungsbüro. Aber auch bei Sicherheits- und Wachdiensten, sowie beispielsweise bei Objektschutzgesellschaften ist eine Anstellung möglich. Nicht unüblich ist auch eine Anstellung im Einzelhandel als Bewachungskraft (oft als „Kaufhausdetektiv“ bezeichnet) entweder der angebotenen Waren oder auch im Bereich der Mitarbeiterüberwachung in Einkaufs- und Warenzentren. Möglich ist für Detektivinnen und Detektive darüber hinaus die Anstellung in Versicherungsunternehmen. Hier liegt der Schwerpunkt auf der Ermittlung bei Verdacht auf Versicherungsbetrug. Natürlich ist auch die Arbeit als selbstständige Detektivin oder selbstständiger Detektiv mit einer eigenen Detektei möglich.

    Gehalt: Was verdient ein Detektiv?

    Angehende Detektive oder Detektivinnen müssen sich der Tatsache bewusst sein, dass im Zeitrahmen der Ausbildung (bei der ZAD zwischen 6 und 22 Monaten) kein Gehalt gezahlt wird, da während der Ausbildung in der Regel in keinem Betrieb (beispielsweise in einer Detektei) gearbeitet wird. Falls die finanzielle Belastung ohne eine feste Einnahmequelle zur Zeit der Ausbildung zur Detektivin oder zum Detektiv zu hoch sein sollte, empfiehlt sich eventuell die von der ZAD angebotene 22 Monate andauernde Ausbildung in Zusammenarbeit mit der IHK Kassel. Diese ist speziell auf Interessentinnen und Interessenten zugeschnitten ist, die einen Hauptberuf parallel zur Ausbildung ausüben müssen oder möchten.

    Der Verdienst als Detektivin oder Detektiv lässt sich pauschal leider nicht feststellen, da es keine einheitlichen Regelungen gibt und die vielen möglichen Einsatzbereiche unterschiedlich hohe Anforderungen an die Detektivinnen und Detektiven stellen, wodurch die Bezahlung entsprechend variabel ausfällt. Allein in Nordrhein-Westfalen liegen genügend Daten vor, um ein Durchschnittsgehalt der Detektivinnen und Detektiven von 2.014 Euro bis 2.430 Euro angeben zu können. Zudem wird vom Statistischen Bundesamt das Durchschnittsgehalt auf 1.552 Euro (Stand 2017) beziffert. Wobei auch hier nicht klar ist, inwiefern diese Zahl auf alle Tätigkeitsfelder des Detektivberufes übertragen werden kann.

    Einstieg: Aussichten von Detektiven 

    Detektive schließen eine wichtige Lücke, die von beispielsweise der Polizei oder Staatsanwaltschaft nicht im gegebenen Umfang abgedeckt werden kann, weil der Staat aus unterschiedlichen Gründen nicht immer tätig werden darf oder kann. Laut Bundesagentur für Arbeit ist die Zahl an Detektivinnen und Detektiven über die letzten Jahre relativ konstant geblieben, wodurch der Detektivberuf als ein sicheres Arbeitsfeld eingestuft werden kann. Je nach Interessen und Stärken macht es im Beruf als Detektivin oder Detektiv Sinn, sich auf einen Bereich (IT, Handel, Wirtschaft, Versicherungswesen, …) zu spezialisieren, um die beruflichen Chancen zu erhöhen.

    Bewerbung: Womit punkten Detektive?

    Lebenslauf und Anschreiben sollten von den Detektivinnen und Detektiven genutzt werden, um die persönlichen Stärken, Erfahrungen und Interessen herauszuarbeiten, damit der zukünftige Arbeitgeber sich ein möglichst gutes Bild über die Fachkraft verschaffen kann. Interessant können, neben dem bisherigen beruflichen Werdegang, auch zertifizierte Ausbildungen als Detektivin oder Detektiv sein (beispielsweise von der ZAD), da sie beim Arbeitgeber signalisieren, dass spezifische Kenntnisse in Praxis und Theorie erworben wurden, die für die Ausübung des Berufes als Detektivin oder Detektiv qualifizieren.

    Karriere: Aufstiegschance für Detektive?

    Um die persönliche Karriere als Detektivin oder Detektiv voranzutreiben, stehen neben einer zertifizierten Ausbildung unterschiedliche Wege zur Verfügung. Grundsätzlich bedarf es als Detektivin oder Detektiv, wie in den meisten anderen Berufen auch, einer stetigen Weiterbildung, um beispielsweise auf dem neuesten Stand der Sicherheitstechnik zu bleiben. Darüber hinaus empfiehlt das ZAD besondere Fachliteraturzur Vermittlung von Grundlagen- und auch Spezialwissen, das für Detektivinnen und Detektive von Nutzen sein kann. Neben diesem notwendigen Selbststudium gibt es die zusätzliche Möglichkeit, beispielsweise durch ein Bachelor-Studium im Fach Sicherheitsmanagement, die Karrieremöglichkeiten zu erweitern.

    Arbeitsmarkt: Wie hat sich das Berufsfeld des Detektivs entwickelt?

    Der Beruf des Detektivs oder der Detektivin hat sich nach englischem Vorbild und im Rahmen der Industrialisierung auch in Deutschland Mitte des 19. Jahrhunderts etabliert. Während Detektivinnen und Detektive ursprünglich für Privatpersonen arbeiteten, wuchs auch in der Wirtschaft ein zunehmendes Interesse an Detektivinnen und Detektiven. Heute sind Detektivinnen und Detektive als Privatdetektivinnen oder Privatdetektive meist selbstständig tätig oder in Detekteien und Rechtskanzleien angestellt. Obwohl eine gesetzlich geregelte Ausbildung bislang gescheitert ist und im Berufsbildungsgesetz daher auch diese Ausbildung nicht vorkommt, bedient der Beruf bis heute eine wichtige Schnittstelle in unserer Gesellschaft mit einer hohen Nachfrage aus dem wirtschaftlichen und privaten Bereich.

    Detektivinnen: Welche Chancen haben Frauen im Detektivgewerbe?

    Die Zahl an Detektivinnen erscheint mit insgesamt ca. 7, 7 Prozent im Vergleich zu 92,3 Prozent (Stand 2017, Statistisches Bundesamt) Detektiven verhältnismäßig gering zu sein. Der Grund für dieses Ungleichgewicht kann nicht klar festgestellt werden, da die Voraussetzungen den Beruf auszuüben geschlechtsunabhängig sind. Da allerdings laut ZAD eine vorherige Tätigkeit bei Polizei, Bundesgrenzschutz oder Bundeswehr erwünscht ist und auch in diesen Berufen Frauen in der Minderheit sind (Soldatinnen: 12 Prozent ; Frauenanteil bei Polizei und Bundesgrenzschutz: 40 Prozent ), lässt sich der geringe Anteil an Detektivinnen zumindest teilweise erklären.

    Ähnliche Berufe wie Detektiv:

    Fachkraft für Schutz und Sicherheit, Servicekraft für Schutz und Sicherheit

    Quellen:

    Zentralstelle für die Ausbildung im Detektivgewerbe, Destatis, Berufenet


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