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Elektrotechniker Berufsbild, Gehalt, Ausbildung

Elektrotechniker: Elektrotechnikerin arbeitet an einem Computerteil
© PRESSLAB / Shutterstock
Elektrotechniker verbauen Technik in unseren Alltagsgeräten - ohne sie würde uns einiges fehlen. Hier erfährst du alles, was du über den Beruf eines Elektrotechnikers wissen musst — von der Ausbildung bis zur Bewerbung.

Steckbrief: Elektrotechniker

Art der Ausbildung.

Weiterbildung

Ausbildungsdauer.

2 Jahre

Durchschnittsgehalt.

3.000 Euro

Einstiegsgehalt.

2.200 Euro

    Das interessiert mich:
  • Berufsprofil
  • Ausbildung
  • Fähigkeiten
  • Arbeitgeber
  • Gehalt
  • Einstiegschancen
  • Bewerbung
  • Karriere
  • Arbeitsmarkt
  • Chancen für Frauen

  •  

    Das Berufsprofil:

    Technik lässt sich aus unserem Alltag nicht mehr wegdenken, doch wer entwickelt eigentlich die Sprachsteuerung in unseren Autos oder die Updates für unsere Smartphones? Wer wartet die Energiesysteme und schließt Sicherheitslöcher in unserer Computersoftware? Die Antwort auf alle diese technischen Fragen lautet – der Elektrotechniker.

    Elektrotechniker arbeiten an der Entwicklung neuer Technologie, überprüfen und reparieren Anlagen, wenn etwas kaputt geht. Als technische Weiterbildung ist die Ausbildung zum Elektrotechniker darauf ausgerichtet, eine Führungsperson anzulernen und spezialisierte Fachkräfte für verschiedene Bereiche in die Arbeitswelt zu entlassen. Elektrotechniker haben die Möglichkeit, unter verschiedenen Schwerpunkten auszuwählen. Denn der Bandbreite der Technik sind in der heutigen Gesellschaft praktisch keine Grenzen mehr gesetzt und ebenso verhält es sich mit dem Berufsbild der Elektrotechniker.

    Die Arbeit als Elektrotechniker beginnt mit technischen Zeichnungen, führt über die Programmierung der verschiedenen Bauteile bis hin zur Zusammensetzung einer gesamten technischen Anlage. Elektrotechniker arbeiten in verschiedenen Schwerpunkten an interessanten Projekten, wie zum Beispiel Automatisierungs- oder Digitalisierungstechnik.

    Vorteile   Nachteile

    Zukunftssicher

    Stets hochkonzentriertes Arbeiten mit manchmal sehr kleinen Bauteilen

    Vielfältig

    Laute Maschinen

    Sich stets weiter entwickelnde Branche

    Konstante Weiterbildung für die Ausführung des Berufs nötig

    Wie wird man Elektrotechniker?

    Elektrotechniker ist eine Weiterbildung nach der Ausbildung zum Elektroniker, Mechatroniker, Industriemechaniker oder Elektroanlagenmonteur. Schulisch gesehen reichen ein Hauptschulabschluss und berufliche Erfahrung nach der Ausbildung als Voraussetzung für die Weiterbildung zum Elektroniker aus. An manchen Schulen fallen Gebühren an und der angehende Elektrotechniker muss auch die Unterrichtsmaterialien selbst bezahlen.

    Die Ausbildung zum Elektrotechniker wird an Fachschulen angeboten und kann entwederin Vollzeit oder auch in Teilzeit neben dem Beruf absolviert werden. In Teilzeit kann die Ausbildung drei bis vier Jahre dauern, die Vollzeitvariante dauert nur zwei Jahre. Die Teilzeit-Ausbildung bietet sich besonders an, weil die Ausbildung unvergütet ist und rein schulisch abläuft. Will sich ein angehender Elektrotechniker auch nach der Weiterbildung noch um seine berufliche Entwicklung kümmern, hat er während der schulischen Ausbildung die Möglichkeit, ein Fachabitur zu machen.

    Wenn man sich in der Ausbildung zum Elektrotechniker ganz auf das Lernen konzentrieren möchte, sollte man sich zuvor Kapital für die Zeit der Ausbildung zurückgelegt haben. Diese Variante ist zeitlich lukrativer, denn in Vollzeit lässt sich die Prüfung zum Techniker schneller absolvieren und der Elektrotechniker kann dementsprechend schneller in leitenden oder besser bezahlten Tätigkeiten aufsteigen.

    Die Ausbildung zum Elektrotechniker gibt es mit verschiedenen Schwerpunkten, welche sich inhaltlich weit voneinander unterscheiden:

    1. Elektrotechniker ohne Schwerpunkt
    2. Energie
    3. Automatisierungstechnik
    4. Informations- und Kommunikationstechnik

    Die fachübergreifenden Kenntnisse von Elektrotechnikern sind ziemlich ähnlich und beinhalten betriebstechnisches Englisch, betriebliche Kommunikation und Betriebswirtschaftslehre. Ebenfalls sind Kurse zum Projekt- und Personalmanagement in jeder Weiterbildung zum Elektrotechniker enthalten.

    Im Bereich Energie setzen sich Elektrotechniker mit Energieerzeugungssystemen und der Übertragung und Verteilung von Energie auseinander. Ebenfalls werden in der Weiterbildung zum Elektrotechniker mit dem Schwerpunkt Energie gebäudetechnische Anlagen, Antriebssysteme und Grundzüge der Automatisierungstechnik besprochen. Entscheidet sich ein angehender Elektrotechniker für den Schwerpunkt Automatisierungstechnik, setzt er sich gezielt mit der Steuerung, Regelkreisen für Prozesstechnik und Sensoren auseinander und lernt diese in der Weiterbildung einzurichten, zu überprüfen und zu reparieren. Leitsysteme und die Entwicklung neuer elektrotechnischer Prozesse und Bauteile gehören ebenfalls zum Arbeitsalltag eines Elektrotechnikers mit dem Schwerpunkt Automatisierungstechnik.

    Elektrotechniker mit dem Schwerpunkt Informations- und Kommunikationstechnik spezialisieren sich während ihrer Weiterbildung auf Datenverarbeitung. Dies beinhaltet die Errichtung von Datenbanken und die Kommunikation- und Datenübertragungstechnik. Weitere Bestandteile der Tätigkeit und Ausbildung eines Elektrotechnikers mit Schwerpunkt Informations- und Kommunikationstechnik sind Formen der digitalen Technik sowie Messtechnik, Schaltungstechnik und Signalverarbeitung. Kurzum kümmern sich Elektrotechniker mit diesem Schwerpunkt um alles Nötige, was man für Digitalisierung und Netzwerke braucht.

    Elektrotechniker ohne speziellen Schwerpunkt erhalten während ihrer Weiterbildung einen generellen Überblick über alle möglichen Einsatzgebiete der Elektrotechnik, zusammen mit Inhalten zur generellen Überwachung von Mess-, Informations- und Stromtechnik. Ebenso erhalten Elektrotechniker ohne Schwerpunkt eine Ausbildung in den Bereichen Antriebs- und Energietechnik und Steuerungs- und Regelungstechnik.

    Einige Fachschulen bieten sogar einen Lehrgang zum Qualitätsassistenten im Tätigkeitsbereich der Elektrotechniker an, der zusätzlich zu den Qualifikationen des eigentlichen Lehrgangs belegt werden kann. In dieser Einheit lernen Elektrotechniker Qualitätsmanagement-Software kennen sowie deren Einsatzmöglichkeiten, um sowohl betriebliche Statistiken zu erstellen als auch Produktion und elektrotechnische Prozesse zu überwachen.

    Welche Weiterbildungen zum Elektrotechniker angeboten werden, unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland. Wenn man bereits vor der Weiterbildung eine Präferenz für einen Schwerpunkt als Elektrotechniker gefunden hat, lohnt sich eine Recherche, wo welcher Lehrgang angeboten wird, bevor man sich für die Weiterbildung anmeldet.

    In jedem Fall endet eine Techniker-Weiterbildung im Tätigkeitsbereich Elektrotechniker mit einer staatlichen Prüfung.

    Zudem ist es inzwischen möglich, ein Studium im Bereich Elektrotechnik zu absolvieren, das geschaffen wurde, um den so wichtigen Beruf der Elektrotechniker für alle attraktiv zu halten und die ständig wachsende Nachfrage an Fachkräften bedienen zu können.

    Welche Fähigkeiten sollten Elektrotechniker mitbringen?

    Elektrotechniker punkten mit technischem Verständnis und Lernbereitschaft. Denn diese wird in den kommenden Jahren bei der rapiden technischen Entwicklung für Elektrotechniker eine große Rolle spielen, um ihre Tätigkeit ausüben zu können. Gründlichkeit und verantwortungsvolles Arbeiten sind ebenfalls für die Tätigkeit als Elektrotechniker wichtig. Ebenso gefragt sind handwerkliches Geschick und Zuverlässigkeit.

    Arbeitgeber: Wer sucht Elektrotechniker?

    Elektrotechniker werden häufig als Bauleiter für den Einbau und die Überprüfung der elektrischen Bauelemente eingesetzt und arbeiten in Architekten- oder in Ingenieurbüros. Ansonsten sind Elektrotechniker in den Entwicklungs- und Konstruktionsabteilungen von großen Unternehmen oder dem Elektrofachgewerbe zu finden. Elektrotechniker mit dem Schwerpunkt Informations- und Kommunikationstechnik arbeiten häufig bei Telekommunikationsunternehmen oder bei Technikherstellern. Mit dem Schwerpunkt Energie hat ein Elektrotechniker natürlich beste Chancen auf einen Arbeitsplatz in der Energiebranche. Der Elektrotechniker mit dem Schwerpunkt Automatisierungstechnik findet häufig sein berufliches Heim in der Automobilbranche.

    Gehalt: Was verdient ein Elektrotechniker?

    Elektrotechniker können mit der abgeschlossenen Weiterbildung von einem Einstiegsgehalt von 2.200 bis 3.000 Euro brutto im Monat ausgehen. Mit einschlägiger Berufserfahrung lässt sich das Einkommen eines Elektrotechnikers auf bis zu 4.000 Euro monatlich festlegen. Neben der beruflichen Erfahrung beeinflussen auch immer mehr der Standort und die Größe des Unternehmens, für das ein Elektrotechniker arbeitet, die Höhe des Gehalts.

    Einstieg: Aussichten von Elektrotechnikern 

    Die Einstiegschancen für Elektrotechniker sind sehr gut. Der Technikboom der letzten Jahre und die Entwicklung von intelligenten Geräten sind ein Faktor für die hohe Nachfrage. Da der Fachkräftemangel in Handwerksberufen sich auch auf die Elektrotechniker auswirkt, gibt es in diesem Bereich viele offene Stellen zu besetzen und die Wahrscheinlichkeit, einen Arbeitsplatz zu finden, ist sehr hoch.

    Bewerbung: Womit punkten Elektrotechniker?

    Neben der abgeschlossenen Ausbildung und der Weiterbildung in dem jeweiligen Schwerpunkt der Elektrotechnik, welchen sie gewählt haben, punkten Elektrotechniker in ihrer Bewerbung mit dem Erwähnen der gängigsten Softskills, aber auch mit dem Interesse, sich in neue Techniken einzuarbeiten. In den kommenden Jahren wird sich das Tätigkeitsfeld von Elektrotechnikern signifikant erweitern und es sollte bereits im Anschreiben vermerkt werden, dass man sich der Notwendigkeit einer Weiterbildung im technischen Bereich bewusst ist.

    Karriere: Aufstiegschance für Elektrotechniker?

    Elektrotechniker können sich in dem Bereich Fach- oder Betriebswirt für Elektrotechnik weiterbilden, oder ein Studium im Bereich Elektrotechnik absolvieren.

    Arbeitsmarkt: Wie hat sich das Berufsfeld des Elektrotechnikers entwickelt?

    Vor allem im Bereich Kommunikations- und Informationstechnik hat sich der Zuständigkeitsbereich von Elektrotechnikern in den letzten Jahren extrem erweitert und wird auch in Zukunft einen Markt mit einer riesigen Nachfrage stellen. In der Energietechnik kümmern sich Elektrotechniker seit geraumer Zeit darum, erneuerbare Energien lukrativ und effizient zu machen, wobei auch immer mehr Wert auf Umweltverträglichkeit gelegt wird. Im Bereich der Kommunikations- und Informationselektrotechnik sind Elektrotechniker an vorderster Front dabei, wenn es darum geht, die Digitalisierung in Deutschland voranzubringen.

    Sei es durch den Ausbau der Mobilfunknetze oder die Digitalisierung von Datenbanken, welche durch elektrotechnische Prozesse schneller verarbeitet werden können und den Menschen zur Verfügung stehen. Besonders im Bereich der öffentlichen Verwaltung wird sich in den kommenden Jahren einiges tun, sodass zum Beispiel eine Ummeldung des Wohnortes online geschehen kann. Der Elektrotechniker wird dies in Zusammenarbeit mit der kommunalen Verwaltung möglich machen.

    In Zukunft wird nicht nur verstärkt die Automatisierung im Tätigkeitsbereich der Elektrotechniker im Vordergrund stehen, sondern auch die Entwicklung von künstlichen Intelligenzen und Robotertechnologie, welche heute bereits verstärkt in der Automobilindustrie zum Einsatz kommt. Auch in der Verarbeitung von digitalen Nachrichten und der Verarbeitung von Informationen wird es zukünftig Entwicklungen bei den Elektrotechnikern geben, denn bereits heute ist diese Disziplin eine Kombination aus Elektrotechnik und Informatik. Hier kann durchaus bald eine übergreifende Tätigkeit entstehen.

    Elektrotechnikerinnen: Welche Chancen haben Frauen in der Elektrotechnik?

    Im Ausbildungsjahr 2017/2018 lag die Anzahl der Frauen, die ein Studium der Elektro- und Informationstechnik begonnen haben, bei nur 16 Prozent, was aber bereits ein Plus von 7,2 Prozent zum Vorjahr bedeutete. Trotz des Anstiegs sind Frauen im Beruf des Elektrotechnikers in der Minderheit.

    Dies sollte allerdings kein Hinderungsgrund für Frauen sein, in die Tätigkeit als Elektrotechniker einsteigen, denn in keinem anderen Bereich werden so viele Ausbildungsplätze ausgeschrieben und sind die beruflichen Möglichkeiten sowie der Verdienst so gut wie in der Elektrotechnik. Weitere Informationen dazu gibt es in der Broschüre Ingenieure der Bundesagentur für Arbeit.

    Ähnliche Berufe wie Elektrotechniker:

    Ingenieur der Elektrotechnik

    Quellen:

    Berufenet, azubi.de, Ausbildung.de, aubi-plus.com


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