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Gerichtsmediziner Berufsbild, Gehalt, Karriere

Gerichtsmediziner: Gerichtsmedizinerin
© Photographee.eu / Shutterstock
Gerichtsmediziner beschäftigen sich mit der Aufklärung von Todesursachen. Hier erfährst du alles, was du über den Beruf eines Gerichtsmediziners wissen musst — von der Ausbildung bis zur Bewerbung. 

Steckbrief: Gerichtsmediziner (m/w/d)

Art der Ausbildung

Studium

Ausbildungsdauer

6 Jahre Studium + 5 Jahre Facharztausbildung

Einstiegsgehalt

ca. 3.500 Euro 

Durchschnittsgehalt

ca. 4.800 Euro 

    Das interessiert mich:
  • Berufsprofil
  • Ausbildung
  • Fähigkeiten
  • Arbeitgeber
  • Gehalt
  • Einstiegschancen
  • Bewerbung
  • Karriere
  • Arbeitsmarkt
  • Chancen für Frauen
  • Das Berufsprofil: Gerichtsmediziner 

    Das Berufsbild des Gerichtsmediziners ist aus Film und Fernsehen bekannt: In Serien und Filmen unterstützen sie die Polizei bei der Aufklärung von Morden. Die Aufgaben von Gerichtsmedizinern sind aber weitaus weitreichender als die kurzen Ausschnitte im Tatort. Gerichtsmediziner und Gerichtsmedizinerinnen oder Fachärzte für Gerichtsmedizin, wie die Berufsbezeichnung korrekt heißt, sind hoch qualifizierte Fachmediziner, deren Kernaufgaben rechtsmedizinische Untersuchungen und Obduktionen umfassen.

    Sie werten Untersuchungsergebnisse aus und erstellen medizinische Gutachten. Gerichtsmediziner und Gerichtsmedizinerinnen treten in Gerichtsverfahren als Sachverständige auf und helfen dabei komplexe medizinische Sachverhalte zu verstehen. Die Fachärzte für Gerichtsmedizin arbeiten hauptsächlich in den Räumen der Gerichtsmedizin und Laboren, besuchen zur Leichenschau aber auch Tatorte.

    Die Aufgabe von Gerichtsmedizinern ist die Analyse und Klärung von nicht natürlichen Todesursachen. Dazu nehmen sie eine Leichenschau vor und führen Sektionen durch, um Todesursachen festzustellen und mögliche Todesumstände zu klären. Auch die medizinische Untersuchung von Opfern von Gewalttaten, Gutachten zur Feststellung der Vaterschaft und Spurensuche gehört zum Aufgabenfeld des Gerichtsmediziners.

    Das Aufgabenspektrum eines Facharztes für Gerichtsmedizin ist vielfältig und bedarf eines breiten medizinischen Fachwissens. In der Gerichtsmedizin werden chemisch-toxikologische Analysen erstellt, um Alkohol, Betäubungsmittel oder giftige Substanzen im Blut der Opfer von Gewaltverbrechen festzustellen. Auch DNA-Untersuchungen und Haar-, Blut- und Urin- Analysen gehören zum Berufsalltag eines Gerichtsmediziners. Die Fachärzte geben Aufschluss über mögliche Todesursachen und nutzen unterschiedlichste wissenschaftliche Methoden, um Todesumstände zu klären.

    Neben der engen Zusammenarbeit mit der Polizei und der Staatsanwaltschaft sind auch viele Verwaltungstätigkeiten Teil des Berufsalltags. Das Ausfüllen von Berichten und Urkunden ist für Gerichtsmediziner und Gerichtsmedizinerinnen im Arbeitsalltag genauso wichtig wie die Untersuchungen an Patienten und Leichen. Auch die Lehre und Forschung steht für Gerichtsmediziner und Gerichtsmedizinerinnen im Vordergrund. Als Fachärzte ist es ihr Auftrag, Studenten im Fachgebiet der Gerichtsmedizin auszubilden und neue Erkenntnisse für die Forschung auszuwerten und zu dokumentieren.

    Wer eine Karriere als Gerichtsmediziner anstrebt, sollte sich darüber bewusst sein, dass die täglichen Aufgaben im Berufsalltag eine hohe psychische und physische Belastbarkeit erfordern. Die lange und spezialisierte Ausbildung bereitet Mediziner und Medizinerinnen jedoch umfassend auf die Tätigkeit in der Gerichtsmedizin vor. Das Aufgabenfeld eines Gerichtsmediziners ist dafür umso vielfältiger und der verantwortungsvolle Beruf trägt wichtige Erkenntnisse für die Aufklärung von Gewaltverbrechen bei.

    Vorteile als Gerichtsmediziner:

    • sehr gute Berufsaussichten auf dem Arbeitsmarkt
    • abwechslungsreiches Berufsbild im medizinischen Feld
    • sehr gute Verdienstmöglichkeiten

    Nachteile als Gerichtsmediziner:

    • täglicher Umgang mit Leichen
    • lange, unregelmäßige Arbeitszeiten
    • lange Facharztausbildung

    Gerichtsmediziner: Der Weg zum Ziel

    Wer eine Karriere als Gerichtsmediziner bzw. Gerichtsmedizinerin anstrebt, muss mit einem allgemeinen Medizinstudium beginnen. Die Zugangsbedingungen sind nicht einfach. Um einen Studienplatz zu erhalten, muss sowohl ein sehr guter Numerus clausus vorhanden sein als auch ein zusätzlicher Medizinertest an den Universitäten absolviert werden, der die Eignung für den Arztberuf feststellt. Bewerber und Bewerberinnen, die beide Kriterien erfüllen, werden zum Medizinstudium zugelassen.

    Das Medizinstudium dauert in der Regel 12 Semester und besteht für die Studenten aus Vorlesungen, Seminaren und Kursen, die die medizinischen Grundlagen vermitteln. Auch alle Naturwissenschaften gehören zum Basiswissen für Mediziner, die später Gerichtsmediziner werden wollen. Folgende Themen werden im Grundstudium ausführlich behandelt:

    • Chemie
    • Biochemie
    • Physiologie
    • Physik
    • Biologie

    Auch praktische Erfahrungen sind Teil des Medizinstudiums. In Praktika und Präparierkursen lernen Studenten den ersten Umgang mit Leichen. Nach dem vierten Semester endet dann der sogenannte vorklinische Teil des Medizinstudiums. Es folgt eine Zwischenprüfung, in der alle bisher erlernten Kenntnisse der Studenten abfragt werden. Wer die erste ärztliche Prüfung besteht, kann dann den klinischen Teil der Ausbildung beginnen.

    Hier stehen die Diagnose und die Behandlung von Krankheitsbildern im Vordergrund. Den Studenten wird spezifischeres Wissen vermittelt:

    • Pathologie
    • Neurologie
    • Allgemeinmedizin
    • Chirurgie
    • Augenheilkunde
    • Dermatologie
    • Humangenetik
    • Innere Medizin
    • Orthopädie
    • Augenheilkunde
    • Kinderheilkunde
    • Gynäkologie

    In den letzten beiden Semestern absolvieren Studenten und Studentinnen das sogenannte praktische Jahr im Krankenhaus. Hier kommen sie in Kontakt mit Patienten und behandeln unter Anleitung. Danach schließen Studenten und Studentinnen das Medizinstudium mit dem zweiten Teil der ärztlichen Prüfung ab. Nun folgt die Facharztausbildung für Gerichtsmediziner. In einer fünfjährigen Weiterbildung lernen angehende Gerichtsmediziner und Gerichtsmedizinerinnen die fachlichen Kenntnisse, die sie für den Berufsalltag benötigen. Im Bereich Rechts- und Gerichtsmedizin erhalten Ärzte eine tiefgehende Ausbildung in folgenden Bereichen:

    • Pathologie
    • Psychiatrie
    • Psychotherapie
    • forensische Psychiatrie

    Wer Gerichtsmediziner bzw. Gerichtsmedizinerin werden will, muss sich während der Facharztausbildung auch in folgenden Themen einschlägig weiterbilden:

    • Leichenschau
    • Befunddokumentation
    • Strafrechtliche, verkehrs- und versicherungsmedizinischen Fragestellungen
    • Forensische Molekulargenetik
    • Sektionstechnik
    • Ermittlung des Kausalzusammenhangs bei der Todesermittlung
    • Bewertung makroskopischer und mikroskopischer Befunde
    • Erstellung von schriftlichen und mündlichen Gutachten
    • Auswertung und Beurteilung von Spuren
    • Beurteilung von Intoxikationen bei Lebenden und Toten

    Die Ausbildung zum Gerichtsmediziner endet mit der Facharztprüfung. Ärzte, die diese erfolgreich bestehen sind befähigt in der Rechts- und Gerichtsmedizin tätig zu sein und Studenten in diesem Fach auszubilden.

    Soft Skills: Welche Fähigkeiten sollte ein Gerichtsmediziner mitbringen?

    Als Facharzt für Gerichtsmedizin braucht man im Arbeitsalltag vor allem eins: psychische und physische Belastbarkeit. Im Zuge der Arbeit als Gerichtsmediziner kommt man täglich mit Tatorten und Opfern von Gewalttaten in Kontakt. Daher sollte man Nervenstärke besitzen und mit üblen Gerüchen und dramatischen Anblicken gut umgehen können.

    Neben einem großen medizinischen Wissen ist man als Gerichtsmediziner oder Gerichtsmedizinerin stets mit Dokumentationen und Analysen konfrontiert. Eine effektive Arbeitsweise und Flexibilität im Arbeitsprozess sind daher unverzichtbar. Die Fähigkeit, komplexe medizinische Vorgänge einfach zu erklären, braucht man als Facharzt der Gerichtsmedizin und vor allem als Sachverständiger vor Gericht sowie im Umgang mit Medizinstudenten. Zudem dürfen Genauigkeit und Disziplin keinem Gerichtsmediziner und keiner Gerichtsmedizinerin fehlen.

    Je nach Position als Gerichtsmediziner ist das Arbeitsaufkommen sehr hoch. Stressresistenz ist deshalb für Gerichtsmediziner genauso wichtig wie die Fähigkeit, Zusammenhänge schnell zu erfassen und die richtigen Schlüsse zu ziehen. Im Umgang mit Patienten und Patientinnen, die Gewalt erfahren haben, sollten Gerichtsmediziner und Gerichtsmedizinerinnen viel Empathie besitzen und ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten zeigen.

     

    Arbeitgeber: Wer sucht Gerichtsmediziner?

    Gerichtsmediziner und Gerichtsmedizinerinnen sind hoch qualifizierte Fachärzte. Neben ihren Kernkompetenzen im Bereich der Rechts- und Gerichtsmedizin sind ihre Fähigkeiten in vielen Bereichen des Medizinsektors gefragt. Hauptarbeitsplätze für Gerichtsmediziner sind:

    • Forschung und Lehre
    • Gerichtsmedizinischer Dienst
    • Landes- und Bundeskriminalamt
    • Krankenhäuser
    • Rechtsmedizinische Institute von Universitäten

    Gerichtsmediziner und Gerichtsmedizinerinnen können zusätzlich als Berater und Beraterin und als Sachverständige arbeiten, zum Beispiel in der Pharmaindustrie oder als Experten für Strafverteidiger. Hier verfassen sie Gutachten und beurteilen als Zweitgutachter die Dokumentationen anderer Ärzte.

    Auch eine Tätigkeit als Fachjournalist oder Autor ist für Gerichtsmediziner und Gerichtsmedizinerinnen nicht unüblich. Die meisten Gerichtsmediziner sind fest angestellt, trotzdem gibt es auch selbstständige Fachärzte, die als unabhängige Sachverständige tätig sind.

    Gehalt: Was verdienen Gerichtsmediziner?

    Das Gehalt von Gerichtsmedizinern und Gerichtsmedizinerinnen ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Neben der Größe des Unternehmens ist vor allem die bereits erlangte Berufserfahrung entscheidend. Zudem richtet sich der Lohn eines Gerichtsmediziners nach der Region, in der man als Facharzt tätig ist.

    Während der langwierigen Ausbildung zum Facharzt erhält man wenig bis gar keine Vergütung. Dessen sollte man sich bewusst sein, bevor man sich für eine Karriere als Gerichtsmediziner entscheidet. Die Kosten, die während des Studiums anfallen, müssen also aus eigener Tasche bezahlt werden. Dafür fällt bereits das Einstiegsgehalt eines Gerichtsmediziners vergleichsweise üppig aus.

    Ein monatliches Bruttogehalt von ca. 3.500 Euro brutto ist in Deutschland durchschnittlich üblich. Mit zunehmender Berufserfahrung erreichen Gerichtsmediziner und Gerichtsmedizinerinnen aber schnell ein Gehalt bis ca. 5.500 Euro brutto. In Führungspositionen der Rechts- und Gerichtsmedizin kann die Vergütung sogar noch steigern.

    Gerade im medizinischen Sektor ist es wichtig, stets auf dem neusten Stand der Wissenschaften zu bleiben. Wer sich also als Facharzt und Fachärztin regelmäßig weiterbildet, hat die Chance, auch finanziell davon zu profitieren.

    Einstiegschancen: Aussichten von Gerichtsmedizinern

    Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt für Gerichtsmediziner und Gerichtsmedizinerinnen sind sehr günstig. Als hoch qualifizierte Fachärzte können sie nicht nur eine der renommierten Gerichtsmediziner-Stellen ergattern, sondern haben darüber hinaus auch beste Chancen, in der Pharmaindustrie und dem großen Segment der privaten medizinischen Labore. Laut der Agentur für Arbeit ist die Arbeitslosigkeit unter Gerichtsmedizinern mit 1,4 Prozent extrem niedrig und liegt weit unter dem deutschen Durchschnitt. Auch für Berufseinsteiger sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Karriere unter den momentanen Bedingungen sehr gut.

    Gerichtsmediziner: Womit punkten sie in der Bewerbung?

    Die Bewerbungsunterlagen eines Gerichtsmediziners beinhalten neben einem tabellarischen Lebenslauf und einem persönlichen Anschreiben Zeugnisse. Alle relevanten Zusatzqualifikationen, die man als Facharzt erworben hat, sollte man ebenfalls der Bewerbung als Gerichtsmediziner beilegen.

    Vor allem für Fachärzte sind Empfehlungen von vorgesetzten Fachärzten oder Mentoren wichtig. So kann der zukünftige Arbeitgeber sich bereits ein gutes Bild von der Arbeitsweise und den Berufserfahrungen des Bewerbers machen. Empfehlungsschreiben und Arbeitszeugnisse sind deswegen für die Bewerbungsunterlagen von Fachärzten besonders wichtig. Auch Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Magazinen können als Referenz für den potenziellen Arbeitgeber der Bewerbung beigefügt werden.

    Viele Jobausschreibungen für Gerichtsmediziner und Gerichtsmedizinerinnen werden durch Empfehlungen von anderen renommierten Medizinern beeinflusst. Wer also schon auf früheren Posten eine gute Figur gemacht hat, verbessert seine Chancen im Bewerbungsverfahren.

    Im persönlichen Bewerbungsgespräch sollten Gerichtsmediziner und Gerichtsmedizinerinnen deutlich machen, welche fachlichen Schwerpunkte sie haben und auf welche Weise sie die Arbeit in der Gerichtsmedizin mit ihren beruflichen Erfahrungen bereichern könnten.

    Gerichtsmediziner und Gerichtsmedizinerinnen punkten beim zukünftigen Arbeitgeber vor allem mit speziellen Arbeitserfahrungen im Bereich der DNA-Analyse und fortschrittlichen Methoden der rechtsmedizinischen Untersuchung. Besonders Fachärzte, die sich mit neuen Verfahren der forensischen Technik befassen, haben gute Chancen auf eine aussichtsreiche Karriere in der Rechts- und Gerichtsmedizin.

    Karriere: Entwicklungs- und Aufstiegschancen als Gerichtsmediziner 

    Gerichtsmediziner und Gerichtsmedizinerinnen blicken nach ihrer langwierigen Ausbildung bereits auf zahlreiche praktische Arbeitserfahrungen zurück. Wer trotzdem weiterhin die Karriereleiter hinaufsteigen will, sollte Weiterbildungen in Betracht ziehen. Diese Studiengänge könnten für Gerichtsmediziner in der beruflichen Weiterbildung von Interesse sein:

    • Kriminologie
    • Medizinische Informatik
    • Gesundheitsökonomie

    Auch in der Forschung und Lehre bieten sich zahlreiche Karrieremöglichkeiten für studierte Gerichtsmediziner und Gerichtsmedizinerinnen. Viele Mediziner streben einen Doktor-Titel an. Hierfür promovieren die meisten Fachärzte entweder schon während des Studiums oder im Anschluss daran. Der nächste Schritt in der akademischen Laufbahn ist dann eine Professur, die mit der Habilitation erreicht werden kann. Wer dann als Professor oder Professorin berufen wird, kann an Universitäten die nächste Generation an Gerichtsmedizinern ausbilden und so das eigene, breite medizinische Fachwissen weitergeben.

    Auch in der Privatwirtschaft bieten sich Gerichtsmedizinern zahlreiche Möglichkeiten für die berufliche Weiterentwicklung. Hier kommt beispielsweise eine leitende Position in einem forensischen Institut infrage oder die Leitung eines privaten Labors zur Untersuchung von DNA-Analysen. 

    Gerichtsmedizinerinnen: Chancen für Frauen in der Gerichtsmedizin

    Die Gerichtsmedizin scheint für Frauen besonders attraktiv zu sein. Laut der Agentur für Arbeit ist hier der Frauenanteil im Vergleich zu anderen Facharztbereichen am höchsten. Das liegt vermutlich daran, dass die Arbeitszeiten für Gerichtsmedizinerinnen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf begünstigen. Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung hält fest, dass der Frauenanteil 2017 im Bereich Rechts- und Gerichtsmedizin bei ca. 87 Prozent lag.

    Da die Lage auf dem Arbeitsmarkt für Fachärzte der Gerichtsmedizin sehr gut ist, sind auch die Chancen für Frauen gut. Rund 40 Prozent aller Angestellten in diesem Fachbereich der Medizin arbeiten in einem Teilzeitmodell. Auch die finanzielle Sicherheit scheint den Beruf der Gerichtsmedizinerin besonders attraktiv zu machen. Durch den großen Arbeitsanteil in der Lehre und Forschung haben Frauen viele Möglichkeiten der beruflichen Weiterentwicklung. Laut Statista sind zurzeit fast zwei Drittel der Medizinstudierenden weiblich. Auch dieser Fakt begünstigt, dass die Gerichtsmedizin immer weiblicher wird. Zukünftig kann also vermutet werden, dass Frauen weiterhin gute Chancen im Beruf der Gerichtsmedizinerin haben.

    Arbeitsmarkt: Wie hat sich das Berufsfeld von Gerichtsmedizinern entwickelt?

    Seit dem Jahr 2013 steigen die Beschäftigungszahlen unter Gerichtsmedizinern kontinuierlich. Die positive Entwicklung des Berufsbildes und ein steigender Bedarf im Fachbereich der Rechts- und Gerichtsmedizin ergibt sich auch aus der niedrigen Arbeitslosenquote von 1,4 Prozent (Stand 2017 laut Agentur für Arbeit). Der Bedarf an Gerichtsmedizinern ist in den letzten Jahren gleichbleibend stark. Auch ein gegenläufiger Trend ist nicht zu erkennen. Dadurch, dass der private Sektor immer stärker in das medizinische Gewerbe eindringt, werden ständig medizinische Fachkräfte gesucht. Immer mehr private Institute und Labore werden vom Landes- und Bundeskriminalamt für Sachverständigentätigkeiten beauftragt. Davon profitiert das Berufsbild des Gerichtsmediziners ebenfalls.

    Durch die rasante Entwicklung in der Medizinbranche gibt es für Fachärzte der Gerichtsmedizin auch eine Vielzahl an Karrieremöglichkeiten, die die Zukunftsperspektiven für angehende Gerichtsmediziner und Gerichtsmedizinerinnen positiv gestalten. Die Entwicklung des Berufsbildes ist durchweg optimistisch. Wer also dazu bereit ist, Zeit in die langwierige Ausbildung zum Facharzt für Gerichtsmedizin zu investieren, hat sehr gute Chancen auf eine erfolgreiche Karriere als Gerichtsmediziner bzw. Gerichtsmedizinerin.

    Ähnliche Berufe wie Gerichtsmediziner:

    • Medizinischer Sektions- und Präparationsassistent
    • Technischer Assistent für naturkundliche Museen und Forschungsinstitute
    • Facharzt für Laboratoriumsmedizin
    • Facharzt für Pathologie

    Quellen:

    faz.net, bisds.iab.de, esanum.de, berufenet.arbeitsagentur.de


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