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Grafikdesigner Berufsbild, Gehalt, Ausbildung

Grafikdesigner bei der Arbeit
© Rawpixel.com / Shutterstock
Hier erfährst du alles, was du über den Beruf eines Grafikdesigners wissen musst — von der Ausbildung bis zur Bewerbung.

Steckbrief: Grafikdesigner

Art der Ausbildung.

Ausbildung, Studium

Ausbildungsdauer.

3 Jahre 

Durchschnittsgehalt.

 2.500 Euro

Einstiegsgehalt.

 1.800 Euro

    Das interessiert mich:
  • Berufsprofil
  • Ausbildung
  • Fähigkeiten
  • Arbeitgeber
  • Gehalt
  • Einstiegschancen
  • Bewerbung
  • Karriere
  • Arbeitsmarkt
  • Chancen für Frauen
  • Das Berufsprofil:

    Jeden Tag reagieren wir auf optische Reize. So gut wie alles, was wir täglich sehen - von Werbung und Magazinen über alltägliche Darstellungen bis hin zu Websites – wäre ohne die Arbeit von Grafikdesignern für uns aber nur halb so verständlich. Denn Grafikdesigner und Grafikdesignerinnen kümmern sich um alles, was uns im Alltag hilft und uns optisch ansprechen soll. Die Aufgaben der Grafikdesigner sind deshalb genauso vielfältig, wie komplex.

    Den meisten Menschen ist es kaum bewusst, aber Grafikdesigner gestalten Oberflächen individuell und sorgen für einen Wiedererkennungswert von Werbung und Kommunikationsmitteln aller Art. Das heißt: Alle bildlichen Darstellungen, denen wir in unserem Alltag begegnen, werden von Grafikdesignern benutzerfreundlich aufbereitet und stilistisch passend gestaltet. Sie kümmern sich nach ihrer Ausbildung sowohl um den Look von Social Media-Kanälen und Websites als auch um das Design von Anzeigen, Plakaten und Verpackungen.

    Das Arbeitsfeld eines Grafikdesigners ist deshalb von einem hohen Maß an Kreativität geprägt. Wer sich für eine Ausbildung zum und den Beruf des Grafikdesigners entscheidet, kann sich also auf einen erlebnisreichen Arbeitsalltag voller Ideen und spannender Konzepte freuen. Neben Vorstellungsvermögen und Kreativität gehören aber auch ein zuvorkommender Umgang mit Kunden und die dazugehörige Kompromissbereitschaft zum Job dazu. Gepaart mit einer sorgfältigen technischen Umsetzung entstehen so zum Beispiel Werbekampagnen, die Millionen von Menschen ansprechen.

    Die Arbeit am Computer gehört für einen ausgebildeten Grafikdesigner zu den wichtigsten Aufgaben im täglichen Berufsleben. Hier werden Konzepte für Kunden entwickelt und Entwürfe geschaffen, die später dem Kunden vorgelegt werden können. Seine Wünsche müssen Grafikdesignern besonders am Herzen liegen und ihre Umsetzung muss stets gewissenhaft geprüft werden. Doch der kreative Prozess ist nur ein Aspekt des Berufsalltags. In der Ausbildung lernt er darüber hinaus eine gewissenhafte, wirtschaftliche Kalkulation, die gleichermaßen transparent für Kunden und Grafikdesigner ist. Hier gilt es, unterschiedliche Faktoren, wie zum Beispiel Material- und Arbeitskosten sowie die kreative Leistung und die technische Umsetzung eines Projekts, zu beachten und gleichzeitig als Grafikdesigner wettbewerbsfähig zu bleiben.

    Vorteile   Nachteile
    • kreativer Beruf als Grafikdesigner
      
    • hoher Konkurrenzdruck als freiberuflicher Grafikdesigner nach der Ausbildung
    • zahlreiche Aufstiegsmöglichkeiten als Grafikdesigner
      
    • Abhängigkeit von der Auftragslage als freiberuflicher Grafikdesigner
    • geregelte Arbeitszeiten als Grafikdesigner
    • Zeitdruck kann die Kreativität eines Graphikdesigners beeinflussen
      

    Wie wird man Grafikdesigner?

    Wer Grafikdesigner werden will, muss dafür eine schulische Ausbildung an einer Berufsschule absolvieren. Die Zugangsbedingungen für eine Ausbildung zum Grafikdesigner sind von Institution zu Institution unterschiedlich. In der Regel müssen Bewerber jedoch die Mittlere Reife mitbringen und eine Bewerbungsmappe vorbereiten. Die Ausbildung zum Grafikdesigner dauert dann drei Jahre und endet mit einer mehrteiligen Abschlussprüfung.

    Eine schulische Ausbildung zum Grafikdesigner bedeutet jedoch nicht, dass den Auszubildenden keine praktischen Berufserfahrungen während der Ausbildung vermittelt werden. Ein wichtiger Bestandteil der dreijährigen Ausbildung sind Praktika, die einen Einblick in den Arbeitsalltag eines Grafikdesigners ermöglichen. Viele Werbeagenturen bieten deswegen berufsvorbereitend Praktika für angehende Grafikdesigner während der Ausbildung an.

    Die Ausbildung zum Grafikdesigner führt Auszubildende umfassend in die Welt des Designs ein und vermittelt, neben dem Zeichenhandwerk, auch die wirtschaftlichen und technischen Grundlagen des Berufs. Der Lehrplan der Ausbildung für Grafikdesigner ist vielseitig und durchaus abwechslungsreich.

    Neben einer allgemeinen, schulischen Ausbildung erhalten angehende Grafikdesigner spezifisches Wissen im Bereich der optischen Gestaltung unterschiedlicher Medien mithilfe verschiedener Methoden. Themen der Ausbildung zum Grafikdesigner sind beispielsweise:

    • Analyse und Verfassen von Werbetexten
    • Wechselwirkung von Bild, Ton und Text
    • Typographie
    • Kameratechnik
    • Gestaltung von Printmedien
    • Gestaltung von dreidimensionalen Medien
    • Illustrationen
    • Grafische Gestaltung am Computer
    • Drucktechniken
    • Gestaltung neuer Medien
    • Layout-Erstellung
    • Präsentationstechniken
    • Photographie

    Zum Abschluss der Ausbildung zum Grafikdesigner werden alle Anwärter in einer Abschlussprüfung umfassend befragt. Die Prüfung erfolgt sowohl schriftlich als auch mündlich und praktisch. Themen, die in der Abschlussprüfung zum Grafikdesigner abgefragt werden, können zum Beispiel Folgende sein:

    • Werbelehre
    • Werbetext
    • Grafikdesign
    • Typographie
    • Fotodesign
    • Freies Zeichnen

    Im Anschluss an die abgeschlossene Ausbildung kann man dann den Titel Grafikdesigner tragen und eine Karriere in der Kreativ-Branche beginnen.

    Wer eine Allgemeine Hochschulreife besitzt, hat auch die Möglichkeit an einer der zahlreichen Fachhochschulen oder Universitäten Deutschlands ein Design-Bachelorstudium mit dem Schwerpunkt Grafikdesign zu beginnen. Der Schwerpunkt des Studiums ist jedoch theoretischer als die Ausbildung zum Grafikdesigner und weniger spezifisch.

    Welche Fähigkeiten sollten Grafikdesigner mitbringen?

    Grafikdesigner müssen täglich die Wünsche ihrer Kunden zufriedenstellend umsetzen. Deswegen steht neben der Kreativität des Berufes, mit der Werbekampagnen und andere gestalterische Aufgaben umgesetzt werden, besonders der Dienstleistungsgedanke im Vordergrund.

    Grafikdesigner müssen für die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Kunden stets ein offenes Ohr haben und mit innovativen Ideen eine realistische Umsetzung gewährleisten. Eine schnelle Auffassungsgabe und ein hohes Maß an Menschenkenntnis können dabei sehr von Nutzen sein. Darüber hinaus sind ein offenes Wesen und viel Empathie für jeden Grafikdesigner unerlässlich. Sehr gute kommunikative Fähigkeiten sind sowohl in der Auseinandersetzung mit Kunden aber auch im Umgang mit Kollegen erforderlich.

    Ausgeprägte gestalterische Fähigkeiten und ein Gespür für Trends gehören darüber hinaus zum Skill-Set eines jeden Grafikdesigners.

    Arbeitgeber: Wer sucht Grafikdesigner?

    Grafikdesigner finden sich nach der Ausbildung in einem breiten Betätigungsfeld wieder und haben deshalb eine Vielzahl von unterschiedlichen Jobmöglichkeiten. Je nachdem, wo das eigene Interessenfeld liegt, kann jeder Grafikdesigner nach seiner Ausbildung seine eigene Nische innerhalb der Kreativ-Branche finden. Wer eine Festanstellung sucht, könnte zum Beispiel bei diesen Arbeitgebern fündig werden:

    • Werbeagenturen
    • Marketingagenturen
    • Medienagenturen
    • PR-Agenturen
    • Grafikdesign-Büros
    • Verlage
    • Zeitungen
    • Magazine
    • Druckereien
    • Setzereien

    Die Selbstständigkeit ist für viele Grafikdesigner auch eine gute Möglichkeit ihre Kreativität mit einer eigenen Betriebsgründung zu verbinden. Wer also risikofreundlich und bereit dafür ist, wirtschaftliche und personelle Verantwortung zu tragen, kann mit einem Meisterbrief auch eine Karriere als selbstständiger Grafikdesigner anstreben.

    An Design-, Hoch- und Fachschulen finden Grafikdesigner ein Arbeitsfeld in der Lehre und Ausbildung von angehenden Grafikdesignern und können so ihr Wissen weitergeben.

    Gehalt: Was verdient ein Grafikdesigner?

    Das Gehalt eines Grafikdesigners bemisst sich an unterschiedlichen Faktoren. Neben der Größe und Art des Arbeitgebers ist auch entscheidend, wie viel Arbeitserfahrung ein Grafikdesigner bereits erworben hat und in welchem Bundesland man als Grafikdesigner arbeiten möchte.

    Im Gegensatz zu einer dualen Berufsausbildung ist die schulische Ausbildung an einer Fachberufsschule oder einer Hochschule nicht vergütet. So muss man während der dreijährigen Ausbildung zum Grafikdesigner Auslagen, wie Materialgeld oder Schulgebühren, selbst finanzieren.

    Hat man die Ausbildung zum Grafikdesigner erfolgreich abgeschlossen, kann man sich dann aber auf ein Einstiegsgehalt zwischen ca. 1.800 € und 2.200 € freuen. Mit zunehmender Berufserfahrung steigt dann auch das Gehalt eines Grafikdesigners in den nächsten Jahren der Berufsausübung. Ein Durchschnittsgehalt von ca. 2.500 € brutto monatlich ist für einen Grafikdesigner realistisch.

    Wer sich regelmäßig weiterbildet und zusätzlich weitere Arbeitserfahrung als Grafikdesigner sammelt, kann bis zu 3.300 € brutto und mehr verdienen.

    Einstieg: Aussichten von Grafikdesignern

    Trotz einer stagnierenden Print-Branche haben Grafikdesigner nach der Ausbildung gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Die Arbeitsmöglichkeiten für Grafikdesigner, die in der Print-Branche langsam verloren gehen, verlagern sich immer stärker auf den Online-Bereich, sodass sich hier weiterhin ein breiteres Einsatzgebiet und unzählige Möglichkeiten ergeben. Designexperten, wie Grafikdesigner, haben im Erstellen und Designen von Websites und Online-Produkten eine sehr gute Zukunft vor sich.

    Die Nachfrage nach gut ausgebildeten Grafikdesignern mit abgeschlossener Ausbildung und einem Gespür für Trends ist steigt stetig und verspricht auch Berufseinsteigern eine aussichtsreiche Karriere. Wer als Grafikdesigner mit dem Design von Online-Content vertraut ist, braucht also die Arbeitslosigkeit nicht zu fürchten.

    Bewerbung: Womit punkten Grafikdesigner?

    Für eine erfolgreiche Bewerbung als Grafikdesigner müssen einige Dinge im Bewerbungsprozess beachtet werden, vor allem direkt nach der Ausbildung. Wer sich auf eine Stelle als Grafikdesigner bewirbt, sollte beispielsweise einen aktuellen Lebenslauf anfertigen, der den potenziellen Arbeitgeber über die einzelnen Etappen des eigenen Werdegangs informiert.

    Ein persönliches Anschreiben, das über die eigene Motivation für den neuen Job als Grafikdesigner Auskunft gibt, ist ebenfalls wichtig und kann den zukünftigen Arbeitgeber schon einmal darüber aufklären, was einen vom Rest des Bewerberfelds abhebt.

    Gerade in kreativen Berufen - und insbesondere bei einer Bewerbung zum Grafikdesigner - ist es wichtig, sein Können bei einem potentiellen neuen Arbeitgeber unter Beweis zu stellen. Ein gut zusammengestelltes Portfolio mit ausgewählten Arbeitsproben kann daher den entscheidenden Vorsprung im Bewerbungsverfahren bringen.

    Hat man dann mit seinem eigenen Stil als Grafikdesigner im Auswahlprozess überzeugt, kann man den potenziellen Arbeitgeber dann auch persönlich in einem Kennenlerngespräch von seinem Stil und Talent begeistern.

    Karriere: Aufstiegschance für Grafikdesigner?

    Grafikdesigner sind Alleskönner im Gestaltungsbereich. Da Werbung und grafische Darstellungen im Allgemeinen von so vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig sind, müssen sich Grafikdesigner nach der Ausbildung darum bemühen, nicht nur technisch, sondern auch bei der Suche nach Trends immer aktuell und auf der Höhe der Zeit zu bleiben. Deswegen gibt es für Grafikdesigner eine Vielzahl an Fort- und Weiterbildungen, mit denen sie ihre persönliche Karriere vorantreiben können. Vor allem Weiterbildungen im Bereich der digitalen Medien sind zurzeit unter Grafikdesignern besonders gefragt.

    Eine Möglichkeit zur Weiterentwicklung besteht zum Beispiel darin, eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker für Print- und Medientechnik zu absolvieren. Hier erlernen Grafikdesigner die Planung und Steuerung von unterschiedlichen Medien.

    Eine weitere beliebte Möglichkeit der Weiterbildung für Grafikdesigner ist ein Abschluss als geprüfter Medienfachwirt, der es Grafikdesignern ermöglicht, Führungspositionen zu bekleiden. Auch ein Meisterbrief kann erlangt werden, indem man die Weiterbildung zum geprüften Industriemeister mit der Fachrichtung Printmedien absolviert. Damit ist es dann möglich, andere angehende Grafikdesigner auszubilden und einen eigenen Betrieb zu eröffnen.

    Auch ein weiterführendes Studium kann Grafikdesignern auf dem Weg zu einer erfolgreichen Karriere weiterhelfen. Mögliche Studienfächer für Interessierte könnten hier Mediendesign und Kommunikationsdesign sein.

    Grafikdesignerinnen: Welche Chancen haben Frauen im Grafikdesign?

    Der Bereich des Grafikdesigns ist für Frauen ein durchaus interessantes Arbeitsfeld. Zum einen, weil die regelmäßigen Arbeitszeiten eine Vereinbarkeit von Karriere und Familie ermöglicht, und zum anderen, weil Frauen im Grafikdesign zurzeit noch stark unterrepräsentiert sind. Laut Statistiken der Agentur für Arbeit sind es momentan noch überwiegend Männer, die als Grafikdesigner arbeiten.

    Jedoch ist auch der Job als Grafikdesigner Änderungen unterworfen und immer mehr Frauen entscheiden sich dazu, eine Karriere als kreative Grafikdesignerin anzustreben. Immer mehr Unternehmen bieten inzwischen auch Teilzeitmodelle für weibliche Bewerberinnen an, um den Beruf der Grafikdesignerin für Frauen attraktiver zu gestalten. Die Chancen stehen also gut, dass in Zukunft immer mehr Frauen zu Ikonen des Grafikdesigns werden.

    Arbeitsmarkt: Wie hat sich das Berufsfeld des Grafikdesigners entwickelt?

    Grafikdesigner waren früher hauptsächlich in der Privatwirtschaft für die Gestaltung von physischen Produkten und in den Printmedien tätig. Mit der wachsenden Bedeutung des Internets veränderte sich allerdings auch das Berufsbild des Grafikdesigners. Der Trend hält bis heute an: Immer weniger Grafikdesigner entscheiden sich für eine Karriere in den Printmedien. Dafür eröffnet das Internet, mit der Gestaltung von unterschiedlichsten Online-Projekten, eine Vielzahl an Arbeitsmöglichkeiten, die es noch von 15 Jahren so nicht gab.

    Viele Unternehmen legen gesteigerten Wert auf die individuelle Darstellung ihrer Inhalte und das grafische Design ist an vielen Stellen das Aushängeschild für Firmen. Grafikdesign ist deshalb ein unerlässlicher Teil des Marketings und wird in den Online-Medien zur Kundengewinnung besonders wichtig.

    Seit 2003 steigt die Anzahl der Unternehmen, die Grafikdesign und die Dienste von Grafikdesignern anbieten, laut Statistik, stetig. Die Nachfrage nach Grafikdesignern und Grafikdesignerinnen, die offen für eine Karriere in den Neuen Medien sind und mit Kreativität und einem Sinn für Innovationen an die Jobsuche gehen, ist also gleichbleibend hoch.

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    Technischer Produktionsdesigner

    Fotograph

    Gestalter für visuelles Marketing

    Quellen:

    statista.com


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