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Installateur: Berufsbild, Gehalt, Ausbildung

Installateur: Installateurin in Arbeitskleidung
© Pressmaster
Das Berufsprofil Installateur beantwortet deine Fragen rund um die Ausbildung, das Gehalt sowie Einstiegschancen und gibt nützliche Tipps zur Bewerbung.

Steckbrief: Installateur

Art der Ausbildung.

Dual

Ausbildungsdauer.

3,5 Jahre

Durchschnittsgehalt.

 2.700 Euro

Einstiegsgehalt.

 1.900 Euro

    Das interessiert mich:
  • Berufsprofil
  • Ausbildung
  • Fähigkeiten
  • Arbeitgeber
  • Gehalt
  • Einstiegschancen
  • Bewerbung
  • Karriere
  • Arbeitsmarkt
  • Chancen für Frauen
  • Das Berufsprofil: Installateur

    Das Wichtigste zuerst: Heutzutage bezeichnet man das Berufsbild des Installateurs als Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs-, und Klimatechnik. Da dieser Titel nicht gerade kurz ist, wird der Beruf in der Öffentlichkeit weiterhin als Installateur bezeichnet.

    Der Elektroinstallateur fällt jetzt unter das Berufsbild Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik. Elektroniker beschäftigen sich mit der Einrichtung elektrischer Anlagen in Gebäuden.

    Doch die viel entscheidende Frage für diesen Artikel lautet, was ein Installateur für ein Aufgabenfeld bearbeitet. Folgende Tätigkeiten spielen für den Beruf eine elementare Rolle:

    • Installation von Solaranlagen
    • Installation von Regenwasseranlagen
    • Installation von Heizungen
    • Identifikation von Störungen
    • Beheben der Störungen
    • Umstellung älterer Heizanlagen auf moderne Geräte
    • Einbau von Heizanlagen
    • Montage von Klimaanlagen
    • Kundenberatungen zu Verbrauch und Effizienz der Energie

    Installateure transportieren insbesondere beim Bau von Lüftungsanlagen oft sehr große Teile. Demzufolge ist der Beruf körperlich durchaus nicht zu unterschätzen. Natürlich kommen oft spezielle Geräte zur Anwendung, die den Transport von Materialien unterstützen. Nicht selten ist jedoch auch die eigene Körperkraft gefragt.

    Der Job als Installateur ist jedoch vielschichtig und abwechslungsreich. Die Arbeit lässt sich in planerische Phasen im Büro, praktische Tätigkeiten vor Ort sowie Gespräche mit Kunden einteilen.

    Installateure besuchen Baustellen und entwerfen technische Zeichnungen. Auch müssen Abstände und Flächen ausgemessen und darauf abgestimmt der Materialbedarf ermittelt werden. Für Kunden werden Kostenvoranschläge erstellt.

    Vorteile   Nachteile

    Gute Aussichten am Arbeitsmarkt

      Körperlich anstrengend

    Abwechslungsreiche Tätigkeit

      

    Wie wird man Installateur?

    Um als Installateur arbeiten zu können, ist eine dreieinhalbjährige Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik zu absolvieren. Diese teilt sich in theoretische Phasen in der Berufsschule sowie praktische Phasen in einem Betrieb ein. In der Regel ist ein Realschulabschluss für die Ausbildung bevorzugt, es gibt jedoch keine Richtlinie, wer sich für die Ausbildung bewerben darf.

    Die Ausbildung endet nach Bestehen der Gesellenprüfung am Ende der dreieinhalb Jahre. Folgende Inhalte sind unter anderem Teil der Ausbildung zum Installateur:

    • Sanitärräume ausstatten
    • Anlagen einstellen
    • Anlagen Instand halten
    • Bauelemente fertigen
    • Verschrauben und Bohren von Anlagen
    • Kundenaufträge annehmen und abwickeln
    • Gebäudemanagement
    • Trinkwasser- und Entwässerungsanlagen installieren
    • Montage von Duschen, Toiletten, Badewannen, Heizungsanlagen

    Nach drei Jahren entscheidest du dich für einen der folgenden Schwerpunkte:

    • Umwelttechnik
    • Wärmetechnik
    • Gas- und Wassertechnik
    • Klimatechnik

    Welche Fähigkeiten sollte ein Installateur mitbringen?

    Als Anlagenmechaniker trägst du eine hohe Verantwortung für die fachgerechte Planung und Installation (oder Instandhaltung) der jeweiligen Anlagen. Daher ist ein konzentriertes und akribisches Arbeiten absolut zwingend. Die Tätigkeit kombiniert sowohl körperlich als auch geistige Arbeiten und erfordert zudem eine selbstständige Arbeitsweise.

    Da du jedoch in der Regel nicht alleine, sondern zusammen mit Kollegen die Aufgaben ausführst, sind eine aufgeschlossene Persönlichkeit sowie gutes Teamwork auch wichtig.

    Übersicht wichtiger Soft Skills für den Beruf als Installateur:

    • Eigenständiges Arbeiten
    • Freundliches Wesen
    • Teamfähig
    • Zuverlässig
    • Sorgfältig
    • Hohe Konzentration
    • Verantwortungsbewusstsein

    Arbeitgeber: Wer sucht Installateure?

    Die Frage lautet wohl eher: Wer sucht keine Installateure? Zusammen mit Klempnern und Heizungs- sowie Klimatechnikern gehören Anlagenmechaniker zu den begehrtesten Jobs in Deutschland – aus Perspektive der Arbeitgeber.

    Es dauert in dieser Branche sehr lange, bis offene Stellen adäquat besetzt werden können. Laut einer Studie der Bundesagentur für Arbeit dauert es durchschnittlich 200 Tage, bis offene Stellen besetzt sind Damit liegt dieses Berufsbild knapp vor dem Altenpfleger mit einer durchschnittlichen Vakanzzeit von 199 Tagen.

    Arbeitgeber, die gezielt nach Installateuren suchen, finden sich in der Branche der Heizungs- und Klimaanlagenbauer sowie versorgungstechnischen Installationsbetrieben.

    Gehalt: Was verdienen Installateure?

    Der Weg zum Installateur beginnt mit der Ausbildung. In dieser bekommst du ab dem ersten Tag ein Ausbildungsgehalt. Schließlich arbeitest du auch für einen Betrieb. Das Gehalt ist dabei nach Ausbildungsjahren gestaffelt und erhöht sich kontinuierlich.

    1. Lehrjahr: 500 – 600 Euro brutto
    2. Lehrjahr: 550 – 610 Euro brutto
    3. Lehrjahr: 580 – 680 Euro brutto
    4. Lehrjahr: 600 bis 720 Euro brutto

    Grundsätzlich hängt das Gehalt als Anlagenmechaniker von verschiedenen Kriterien ab:

    • Region
    • Betrieb
    • Berufserfahrung/Qualifikation

    Das monatliche Bruttogehalt nach der Ausbildung liegt in der Regel bei etwa 1.700 bis 2.000 Euro. Mit zunehmender Berufserfahrung kann das Gehalt auf bis zu 3.500 Euro ansteigen. Das Durchschnittsgehalt liegt etwa bei 2.700 Euro brutto im Monat.

    Einstieg: Aussichten von Installateuren

    Als ausgebildeter Anlagenmechaniker hast du beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Das liegt am oft skizzierten Fachkräftemangel, der in diesem Berufszweig auch wirklich auftritt. Generell sind Handwerksberufe von Nachwuchssorgen betroffen. Die Situation ist inzwischen sogar so drastisch, dass viele Kunden bei der Beauftragung von Handwerkern lange warten müssen, bis ihr Anliegen erfolgreich bearbeitet ist.

    Wenn du also überlegst, ob sich eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker jobtechnisch für dich lohnt, dann brauchst du dir zumindest um das Thema Jobfindung und Arbeitssicherheit keine Sorgen machen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass du mehrere Jobangebote vorliegen hast und das für dich beste auswählst.

    Bewerbung: Womit punkten Installateure?

    Der Beruf als Anlagenmechaniker erfordert viel Fleiß und körperliche Arbeit. Bewerber sollten also vor allem die richtige Einstellung und Motivation mitbringen, diesen Job wirklich ausüben zu wollen.

    Von der Tätigkeit hilft man anderen Personen, ihre sanitären Anlagen, Heizungen und Co. instand zu halten, demzufolge sollte auch ein Interesse an den Kunden und deren Problemen vorhanden sein, gepaart mit dem Wunsch, anderen mit der eigenen Arbeit zu helfen.

    Bewerber, die über ein gutes technisches Verständnis sowie handwerkliches Geschick verfügen, haben definitiv Vorteile. Auch wenn in der Ausbildung vieles erlernt wird, sollte ein gewisses Grundtalent oder der Wille sich dieses anzueignen vorhanden sein. Es gibt nicht für jeden Vorgang eine vorgezeichnete Anleitung, die man einfach nur abarbeitet. Demzufolge punkten Karriere mit eigenständigem und lösungsorientiertem Denken.

    In der Bewerbung und vor allem im Vorstellungsgespräch solltest du deine bisherigen Erfahrungen und Erfolge in dem Beruf mit praktischen Beispielen darlegen. Zähle nicht nur auf, dass du geschickt, motiviert und belastbar bist. Nenne konkrete Situationen, in denen du die Qualitäten erfolgreich umgesetzt hast.

    Ein wichtiges Kriterium für Installateure ist zudem eine hohe Belastbarkeit sowie Schmerzgrenze. Schrammen und leichte Verletzungen können jederzeit auftreten. Wer bei dem ersten Tropfen Blut sofort umkippt, der sollte sich besser für einen anderen Beruf entscheiden.

    Karriere: Aufstiegschance für Installateure?

    Wenn du die Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik erfolgreich abgeschlossen hast, muss deine Karriereplanung noch lange nicht abgeschlossen sein. Nach gewonnener Berufserfahrung kannst du eine Prüfung zum Installateur – und Heizungsbaumeister ablegen. Diese Prüfung ist deine Erlaubnis, einen eigenen Betrieb zu gründen und auch Auszubildende zu schulen.

    Oder wie wäre es mit einer Weiterbildung zum Techniker der Fachrichtung Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik? Diese Fachrichtung eröffnet dir die Möglichkeit, Tätigkeiten in führender Position zu übernehmen. Zudem kannst du im Vertrieb sowie der Beratung von Kunden eingesetzt werden.

    Um noch mehr in die technischen Details der Arbeit einzutauchen, kann auch ein Studium, zum Beispiel der Versorgungstechnik, ein weiterer Karriereschritt sein.

    Arbeitsmarkt: Wie hat sich das Berufsfeld des Installateurs entwickelt?

    Der klassische Installateur kümmerte sich um die Montage vorkonfektionierter Teile. Seine Arbeitstiefe war nicht sonderlich ausgeprägt. Heizungsbauer oder Lüftungsbauer hatten ein deutlich umfassenderes Arbeitsfeld.

    Durch die Rationalisierungen werden heutzutage vorkonfektionierte Systemlösungen bevorzugt, sodass die Unterschiede zwischen einem Heizungsinstallateur und einem Heizungsbauer nicht mehr so groß sind.

    Damit einhergehend änderte sich auch die Berufsbezeichnung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, bei der in der Ausbildung im letzten halben Jahr ein Schwerpunkt gesetzt wird.

    Installateurinnen: Welche Chancen haben Frauen als Installateure?

    Der Beruf des Installateurs ist ganz klar von Männern dominiert. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob es sich um einen Elektroinstallateur, einen Heizungsbauer oder einen Gas- und Wasserinstallateur handelt.

    Im Jahr 2010 betrug die Frauenquote in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) bei gerade einmal 1,3 Prozent. Damit gehört das Berufsbild des Installateurs zu den klassischen Männerdomänen. Auch wenn in der Frauenanteil in den letzten Jahren vermutlich leicht gestiegen ist.

    Das bedeutet natürlich, dass du dich als Frau auf ein Arbeiten mit (fast) ausschließlich Männern einstellen solltest. Das sollte natürlich kein entscheidender Faktor sein, wenn es darum geht, ob du dich für den Job entscheidest.

    Ähnliche Berufe wie Installateur:

    • Elektroniker
    • Klempner

    Quellen:

    • manager-magazin.de
    • aubi-plus.de
    • steuerklassen.com
    • berufsnet.arbeitsagentur.de

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