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Revisor Berufsbild, Gehalt, Ausbildung

Revisor: Frau mit Dokumenten auf der Arbeit
© photofriday / Shutterstock
Revisoren haben das gesamte Unternehmen im Blick und prüfen dessen Prozesse. Hier erfährst du alles, was du über den Beruf eines Revisor wissen musst — von der Ausbildung bis zur Bewerbung.

Steckbrief: Revisor

Art der Ausbildung.

Studium

Ausbildungsdauer.

individuell

Durchschnittsgehalt.

5.300  Euro

Einstiegsgehalt.

 3.600 Euro

    Das interessiert mich:
  • Berufsprofil
  • Ausbildung
  • Fähigkeiten
  • Arbeitgeber
  • Gehalt
  • Einstiegschancen
  • Bewerbung
  • Karriere
  • Arbeitsmarkt
  • Chancen für Frauen

  •  

    Das Berufsprofil:Revisor 

    Banken und andere Unternehmen bauen eine interne Revision auf, die präventive Kontrolle und Aufklärung von Delikten im Unternehmen zur Aufgabe hat. Sie ist nicht nur für das Unternehmen wichtig, sondern dient auch dem Gesetzgeber.

    Ein interner Revisor prüft und kontrolliert interne Prozesse in einem Unternehmen. Dazu zählen betriebliche Abläufe als auch das Beurteilen der Bereiche Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen auf Ordnungsmäßigkeit. Dazu ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Controlling und dem Management wichtig. Als Revisor erarbeitet man zudem Verbesserungsvorschläge und hilft möglicherweise auch Abteilungen bei der Weiterentwicklung.

    Zu den Aufgaben gehört im Einzelnen das Prüfen der Jahresabschlüsse und Steuerbescheide, das Auswerten der Unternehmensbilanz und die Kontrolle, ob rechtliche Vorschriften eingehalten werden. Mit einer Risikoabwägung hilft er dabei, bestimmte Gefahren im Vorfeld zu erkennen und einzuschätzen, um dann entsprechende Strategien zur Abhilfe entwickeln zu können. 

    Auch die Aufklärung von tatsächlich vorhandenen oder vermuteten strafrechtlichen Vergehen fällt in den Bereich eines Revisors. Die Fälle reichen von Betrug bis Korruption, welche mithilfe von Dokumenten & Co. aufgeklärt werden müssen.

    Vorteile   Nachteile

    überdurchschnittliche Verdienstmöglichkeiten

      

    möglicherweise Beobachtung und Druck durch die Öffentlichkeit

    Einblicke in alle Bereiche des Unternehmens

     unregelmäßige Arbeitszeiten

    hohe Verantwortung

     evtl. kurzfristige Dienstreisen

    Wie wird man Revisor?

    Revisor ist kein klassischer Ausbildungsberuf, die meisten in diesem Beruf verfügen jedoch über ein Studium. Betriebswirtschaftslehre (BWL), Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsinformatik oder Informatik sind eine gute Grundlage für die spätere Arbeit als Revisor. Eine wissenschaftliche Basis ist insofern wichtig, da in diesem Beruf komplexe Unternehmensstrukturen verstanden und nachvollzogen werden müssen.

    Eine andere Möglichkeit ist es, eine kaufmännische Ausbildung zu absolvieren und eine betriebswissenschaftliche Weiterbildung anzuschließen.

    Auch die Arbeit als Unternehmensprüfer in einem Betrieb, kann mit der Zeit und der steigenden Verantwortung die Chance eröffnen, als Revisor zu arbeiten.

    Welche Fähigkeiten sollten Revisor mitbringen?

    Besonders wichtig sind analytische Fähigkeiten, Belastbarkeit und eine sehr gute Auffassungsgabe. Der Revisor muss nicht nur das gesamte Unternehmen im Fokus haben, sondern auch bei strafrechtlichen Vergehen einen kühlen Kopf bewahren, schnell Entscheidungen treffen und unter Umständen mit dem Druck der Öffentlichkeit umgehen können.

    Arbeitgeber: Wer sucht Revisor?

    Die Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Branchen sind ebenfalls breit gestreut: von Banken, Kunst und Kultur, Elektro, Handel bis zum Gesundheitswesen ist alles machbar. Eine Tätigkeit als Revisor ist praktisch in allen Bereichen der Wirtschaft möglich. Einige Revisoren spezialisieren sich auch auf einen dieser Bereiche:

    • Finanzwesen
    • IT
    • Human Resources
    • Wirtschaftsprüfung

    Gehalt: Was verdient ein Revisor?

    Die Gehaltspanne startet bei 3.200 Euro und geht hoch bis über 8.700 Euro brutto. Wie hoch das Gehalt letztendlich ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, wie Betriebsgröße, Bundesland und Berufserfahrung. So liegt zum Beispiel das Durchschnittsgehalt im Norden bei etwa 4.000 Euro brutto, im Süden bei 5.400 Euro brutto. Unterschiede im Gehalt entstehen auch durch Tarifverträge (z. B. bei Banken). 

    Der Verdienst steigert sich in der Regel auch mit dem Alter. Liegt das mit 30 Jahren noch bei etwa 4.600 Euro, steigt es in den nächsten zwanzig Jahren auf über 6.000 Euro brutto.

    Einstieg: Aussichten von Revisoren 

    Die Chancen stehen gut, vor allem größere Unternehmen haben eigene Revisionen und benötigen dafür qualifizierte Mitarbeiter. Auch die Bekämpfung von Wirtschafts- und Unternehmenskriminalität wird zunehmend wichtiger. Zudem ist es als Revisor möglich in den unterschiedlichsten Branchen arbeiten zu können.

    Bewerbung: Womit punkten Revisoren?

    Revisoren haben mit einer betriebswirtschaftlichen Grundlage und Berufserfahrung in diesem Bereich bereits gute Karten. Außerdem erhöhen weitere persönliche Kompetenzen die Chancen auf einen Job:

    • Belastbarkeit
    • Kommunikationsstärke
    • Teamfähigkeit
    • Verantwortungsbewusstsein
    • Hohe Einsatzbereitschaft
    • Selbstständigkeit
    • Flexibilität
    • Reisebereitschaft
    • Durchsetzungsvermögen
    • Analytische Fähigkeiten
    • Vertraulichkeit
    • Objektivität
    • Urteilsvermögen
    • Sorgfalt

    Kenntnisse aus dem IT-Bereich und Prüfungssoftware runden das Bewerberprofil ab.

    Karriere: Aufstiegschance für Revisoren?

    Als Revisor sind entsprechende Anpassungsweiterbildungen unerlässlich. Damit bleibt dieser stets auf dem neusten Stand bei Entwicklungen in den entsprechenden Bereichen:

    • Revision
    • Controlling
    • Inventur
    • Finanz- und Rechnungswesens
    • Buchführung und Bilanz
    • Kennzahlen

    Arbeitsmarkt: Wie hat sich das Berufsfeld des Revisors entwickelt?

    Das Prüfwesen wurde in der Vergangenheit mit Vorwürfen der Verantwortungslosigkeit konfrontiert. Das deutsche Institut für Interne Revision e. V. hat einen Kodex der Berufsethik veröffentlicht. Mit ihm sollen folgende Grundsätze im Prüfwesen gelten:

    • Rechtschaffenheit
    • Objektivität
    • Vertraulichkeit
    • Fachkompetenz

    Damit soll Vertrauen in die Berufsgruppe gestärkt werden und ethische Grundsätze gelegt werden.

    Revisorin: Welche Chancen haben Frauen in der Branche?

    Der Frauenanteil in dieser Berufsgruppe liegt in Deutschland bei etwa 28 Prozent. Laut einer Umfrage der Global Internal Audit Common Body of Knowledge (CBOK) sind Frauen in der internen Revision zwar noch unterrepräsentiert, aber auf dem Vormarsch. Befragt wurden 15.000 Revisorinnen aus 160 Ländern. Im Schnitt stehen die Revisorinnen jetzt noch am Anfang ihrer Karriere und sind jünger als die männlichen Kollegen.

    Ähnliche Berufe wie Revisor:

    Controller, Wirtschaftsprüfer

    Quellen:

    Gehaltsvergleich.com, Berufenet Arbeitsagentur, rechnungswesen-portal.de, internerevisiondigital.de


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