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Softwareentwickler Berufsbild, Gehalt, Ausbildung

Softwareentwickler: Softwareentwickler bei der Arbeit
© NDAB Creativity / Shutterstock
Hier erfährst du alles, was du über den Beruf eines Softwareentwicklers wissen musst — von der Ausbildung bis zur Bewerbung.

Steckbrief: Softwareentwickler

Art der Ausbildung.

Studium

Ausbildungsdauer.

3 Jahre Bachelorstudium (+ 2 Jahre Masterstudium)

Durchschnittsgehalt.

 4.200 Euro

Einstiegsgehalt.

 2.500 Euro

    Das interessiert mich:
  • Berufsprofil
  • Ausbildung
  • Fähigkeiten
  • Arbeitgeber
  • Gehalt
  • Einstiegschancen
  • Bewerbung
  • Karriere
  • Arbeitsmarkt
  • Chancen für Frauen
  • Das Berufsprofil:

    Das Internet und der Umgang mit Computern werden zu einem immer größeren Teil unseres Alltags. Sogar Waschmaschinen und Kühlschränke beinhalten heutzutage kleine Computer. Was es aber wirklich bedeutet, sich um komplexe Computersysteme und Netzwerke zu kümmern, sie zu warten und zu planen, wissen nur wenige. Das ist nämlich der Job von Softwareentwicklern. Aber das Aufgabenfeld eines Softwareentwicklers umfasst noch viel mehr.

    Wer als Backend- oder Frontendentwickler täglich mit Software arbeitet, hat in der Regel Informatik studiert und ist verantwortlich für die unterschiedlichsten IT-Systeme, die in der heutigen Zeit unverzichtbar geworden sind. Die Herausforderungen, die man im Arbeitsalltag eines Softwareentwicklers zu meistern hat, haben aber nicht nur mit der Entwicklung und Instandhaltung von Software und den dazugehörigen Computern zu tun, sondern erfordern auch ein hohes Maß an Teamwork.

    Denn zu den Aufgaben eines Softwareentwicklers gehört es auch, in Meetings und Präsentationen gemeinsam mit Kollegen, aus dem eigenen Fach und aus anderen Abteilungen, Strategien und Konzepte zu entwickeln, um aktuelle Probleme zu lösen und für einen reibungslosen Arbeitsablauf im IT-Bereich zu sorgen. Das Programmieren gehört ebenfalls zum Tagesgeschäft eines Softwareentwicklers.

    Wer in einem Unternehmen als Softwareentwickler angestellt ist, muss an Innovationen interessiert sein, um Probleme zu lösen, und mit kreativem Input das bestehende System verbessern wollen. Die Kommunikation mit anderen, weniger technikorientierten Kollegen, muss genauso in den Arbeitsalltag integriert sein, wie die Fachsimpelei mit anderen Softwareentwicklern.

    Das Entwickeln und Programmieren von komplexen Computersystemen erfordert von Softwareentwicklern ein hohes Maß an mathematischem und technischem Verständnis. Mithilfe von ständigen Analysen und Dokumentationen, verfolgen Softwareentwickler das Ziel, ein stabiles System aufzubauen, das innerhalb eines Unternehmens täglichen Gebrauch findet. Im Vordergrund steht dabei für Softwareentwickler einerseits, dass alle geltenden Vorschriften zum Datenschutz und zur Datenspeicherung eingehalten werden, aber auch die Nutzerfreundlichkeit der entwickelten Programme.

    In der Planung und Umsetzung von IT-Systemen erstellen Softwareentwickler passende Algorithmen, die eine stabile Funktionsweise unterschiedlicher Programme garantieren. Dabei darf ein Softwareentwickler nie die Benutzerwünsche aus dem Auge lassen. Softwareentwickler stehen deswegen den Benutzern der Software beratend zur Seite und prüfen dessen Qualität immer wieder mit Testläufen, bis alle Systeme optimal funktionieren.

    Vorteile   Nachteile
    • Große Nachfrage nach Softwareentwicklern
      
    • Lange Ausbildung zum Softwareentwickler
    • Sehr gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt
      
    • Nicht besonders abwechslungsreiche Tätigkeit
    • Sehr guter Verdienst als Softwareentwickler
      
    • Stressiger Arbeitsalltag

    Wie wird man Softwareentwickler?

    In der Regel wird man Softwareentwickler, wenn man ein Informatik-Studium an einer Universität absolviert hat. Aber auch Absolventen von technischen Ingenieurstudiengängen, haben eine Chance als Softwareentwickler ins Berufsleben zu starten. Das Informatik-Studium endet mit einem Bachelor-Abschluss und wer sich weiter spezialisieren möchte, hat auch noch die Möglichkeiten, im Rahmen seiner Ausbildung, einen Master in Informatik zu machen.

    Im Informatik-Studium lernen angehende Softwareentwickler unterschiedliche Programmiersprachen, die im täglichen Arbeitsablauf unerlässlich sind:

    • C,C++
    • Java
    • Javascript
    • .NET
    • PHP
    • Python
    • HTML
    • CSS

    Im Fokus der Ausbildung des Informatik-Studiums steht auch, den angehenden Softwareentwicklern Strategien beizubringen, die dabei helfen, Problemlösungen und Verbesserungen für bestehende Systeme zu finden. Eine schnelleAuffassungsgabe, sowie die Fähigkeit, sich auf immer wieder neue Herausforderungen im IT-Bereich einzustellen, werden, im Laufe der Ausbildung zum Softwareentwickler, vermittelt.

    Eine akademische Ausbildung hilft zwar beim Einstieg in das Berufsbild des Softwareentwicklers, aber viel entscheidender ist, die praktische Erfahrung in Sachen Programmieren und Problemlösung zu erlangen.

    Deswegen besteht auch die Möglichkeit einer Berufsausbildung zum mathematisch-technischen Softwareentwickler, die innerhalb von drei Jahren abgeschlossen werden kann, fach- und praxisorientierter ist als ein Studium und so auch einen Einstieg in den Beruf des Softwareentwicklers ermöglicht.

    Die Ausbildung zum mathematisch-technischen Softwareentwickler ist dual organisiert und findet deswegen zur Hälfte im Ausbildungsbetrieb und zur anderen Hälfte in der Berufsschule statt. Nach der Hälfte der Ausbildung zum mathematisch-technischen Softwareentwickler wartet eine Zwischenprüfung auf die Auszubildenden. Die Ausbildung endet dann mit einer großen Abschlussprüfung, in der praktische und theoretische Kenntnisse abgefragt werden.

    Da viele Unternehmen besonderen Wert auf die praktischen Kenntnisse von Softwareentwicklern legen, ist das Berufsbild ebenfalls offen für Quereinsteiger mit tiefgehenden Informatikkenntnissen und einer entsprechenden Ausbildung. Deswegen haben auch Laien und Autodidakten ohne Universitätsabschluss oder abgeschlossene Berufsausbildung, eine Chance auf eine vielversprechende Karriere als Softwareentwickler.

    Welche Fähigkeiten sollten Softwareentwickler mitbringen?

    Es gibt viele Klischees über Softwareentwickler, die im tatsächlichen Arbeitsalltag nur bedingt zutreffen, denn Softwareentwickler sitzen nicht den ganzen Tag alleine vor ihrem Computer und programmieren fernab von allen anderen vor sich hin. Soziale Fähigkeiten sind für Softwareentwickler wichtiger, als man auf den ersten Blick vermutet. Die kommunikativen Fähigkeiten und das offene Ohr eines Softwareentwicklers sind von größter Wichtigkeit, denn im Umgang mit Computerprogrammen, müssen Softwareentwickler beratend und informierend tätig sein.

    Für das Eingehen auf Benutzerwünsche bei IT-Systemen, ist viel Empathie nötig. Auch eine schnelle Auffassungsgabe und eine hohe Stressresistenz im Arbeitsalltag sind für einen Softwareentwickler sehr wichtig. Softwareentwicklern wird in der Ausübung ihres Berufs eine innovationsorientierte Arbeitsweise abverlangt, die solide Lösungen findet, um eine reibungslose Funktionsweise von IT-Systemen zu gewährleisten. Auch über eine Ader für Analyse und Dokumentation müssen gute Softwareentwickler verfügen.

    Arbeitgeber: Wer sucht Softwareentwickler?

    Softwareentwickler werden so gut wie überall gebraucht, da alle Unternehmen und Institutionen mit unterschiedlichsten IT-Systemen arbeiten. Für die Wartung und Planung dieser Systeme sind immer mehr Softwareentwickler erforderlich. Vom öffentlichen Dienst, bis hin zur Privatwirtschaft, finden Softwareentwickler ein breit gefächertes Arbeitsfeld. Eine Vielzahl an Jobs für Softwareentwickler, bietet sich vor allem in Großstädten und Ballungsgebieten.

    Besonders gefragt sind Softwareentwickler im sogenannten Software-Cluster, der Region in Deutschland, in der überwiegend Softwarefirmen angesiedelt sind. Zu den führenden Städten, in denen die Software-Industrie vorangetrieben wird, gehören:

    • Darmstadt
    • Karlsruhe
    • Kaiserslautern
    • Saarbrücken
    • Walldorf

    Aber auch außerhalb der Ballung von IT-Unternehmen, haben Softwareentwickler gute Chancen in vielen Bereichen Jobs zu finden:

    • Öffentlicher Dienst
    • Unternehmen der Informations- und Telekommunikationstechnik
    • System- und Software-Unternehmen
    • EDV-Dienstleistungsunternehmen
    • Ingenieurbüros für technische Planung
    • Werbe- und Marketingagenturen
    • Onlinedienstleister

    Ebenfalls verfügt so gut wie jedes mittlere bis großes Unternehmen über eine IT- Abteilung, in der Softwareentwickler eine Anstellung finden können.

    Gehalt: Was verdient ein Softwareentwickler?

    Wie in jeder anderen Berufsgruppe auch, hängt das Gehalt von Softwareentwicklern von unterschiedlichen Faktoren ab. Neben den Berufserfahrungen, spielt auch die Branche, in der man als Softwareentwickler arbeitet, eine wichtige Rolle. Genauso wie das Bundesland, in dem man tätig ist.

    Als Berufseinsteiger kann man im Beruf des Softwareentwicklers mit einem monatlichen Bruttogehalt von ca. 2.800 € bis 3.500 € rechnen. Kann man eine akademische Karriere vorweisen, ist das Einstiegsgehalt in der Regel noch höher.

    Das meiste Geld verdienen Softwareentwickler in den folgenden Branchen:

    • Medizin
    • Automobilindustrie
    • Banken
    • Versicherungen
    • Forschung

    In der Medien- und Gaming-Branche sind die Gehälter von Softwareentwicklern vergleichsweise geringer. Hier können dafür Berufseinsteiger leichter Berufserfahrung sammeln.

    Mit zunehmender Berufserfahrung steigt auch das Gehalt von Softwareentwicklern. Ein monatliches Gehalt von ca. 3.300 € bis 4.200 € brutto sind hier realistisch. Mit langjähriger Berufserfahrung werden für Senior Developer sogar Vergütungen in Höhe von ca. 5.000 € bis 7.600 € monatlich möglich.

    Einstieg: Aussichten von Softwareentwicklern

    Softwareentwickler haben zur Zeit beste Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. Gerade in der IT-Branche ist der Fachkräftemangel schmerzlich spürbar und Fachkräfte, wie Softwareentwickler, werden händeringend an allen Stellen gesucht. Das spiegelt sich auch in den statistischen Fakten wider: Unter Softwareentwicklern strebt die Arbeitslosenquote gegen null.

    Wie es scheint, wird die Nachfrage nach Softwareentwicklern in nächster Zukunft auch nicht abnehmen, da im Zuge der Digitalisierung immer mehr Personal gebraucht wird. Die Wartung und Organisation von IT-Systemen gewinnt immer mehr an Bedeutung und auch Berufseinsteiger haben eine sehr gute Chance eine erfolgreiche Karriere zu beginnen. Egal, ob in Festanstellung, oder selbstständig, der Bedarf an Softwareentwicklern ist kaum zu stillen.

    Bewerbung: Womit punkten Softwareentwickler?

    Eine klassische Bewerbung für den Beruf als Softwareentwickler unterscheidet sich nicht viel von einer Bewerbung für jeden anderen Beruf auch. Wer sich bei einem Unternehmen als Softwareentwickler bewerben will, sollte einen Lebenslauf und ein persönliches Anschreiben erstellen, aus denen hervorgeht, was man als Softwareentwickler für Erfahrungen mitbringt und wie man mit seiner Arbeit eine Bereicherung für den Arbeitgeber sein könnte.

    Da Softwareentwickler momentan händeringend gesucht werden, ist es auch nicht selten, dass Unternehmen ihre Fühler nach geeigneten Angestellten ausstrecken. Headhunter suchen bereits an der Universität, im Internet und auf Berufsmessen nach vielversprechendem Nachwuchs und stellen kompetente Softwareentwickler so schnell wie möglich ein. Dabei ist es meist egal, welchen Abschluss man als Softwareentwickler vorweisen kann, wenn man mit seiner praktischen Arbeit als Programmierer überzeugen kann.

    Auch über unterschiedliche Online-Businessnetzwerke kann man Kontakte knüpfen, die einem zu einer Anstellung als Softwareentwickler verhelfen können.

    Karriere: Aufstiegschance für Softwareentwickler?

    Die Aufstiegschancen als Softwareentwickler stehen momentan hervorragend. Da der Bedarf an Fachpersonal in der IT-Branche so groß ist, expandieren Unternehmen, die Softwareentwickler anstellen, derzeit schnell. So ist es relativ einfach, mit zunehmender Berufserfahrung, die Karriereleiter hinaufzusteigen.

    Nach ein bis zwei Jahren Berufserfahrung kann es so bereits möglich sein, ein kleines Team von Softwareentwicklern zu leiten und auch Personalerfahrungen zu sammeln und Führungsqualitäten zu entwickeln, die einem bei einem weiteren beruflichen Aufstieg weiterhelfen. Von der Teamleitung kann man schnell in die Abteilungsleitung, und von da in die Geschäftsführung aufsteigen.

    Trotzdem bleibt es ratsam, auch mit besten Berufsaussichten, immer selbst auf der Höhe der Zeit zu bleiben und neue Skills dazuzulernen. Gerade, wenn man einen Führungsposten bekleiden will, sollte man sich stetig weiterbilden und auch von Kollegen und Einsteigern lernen.

    Softwareentwicklerinnen: Welche Chancen haben Frauen in der IT?

    Obwohl die ersten Softwareentwickler der Welt Frauen waren, sieht die Realität im Berufsbild des Softwareentwicklers zur Zeit anders aus. Nur 9 % aller Auszubildenden im IT-Bereich sind Frauen. Für ein Studium der Informatik entscheiden sich mit 18 % auch nur wenige Frauen.

    Nach der absolvierten Ausbildung sind auch nur 15 % aller Softwareentwickler Frauen, obwohl der Beruf für Frauen genauso attraktiv sein kann, wie für Männer. Studien besagen sogar, dass gemischte Teams von Softwareentwicklern effizienter arbeiten, als Teams, die von einem Geschlecht dominiert werden.

    Aufgrund des Fachkräftemangels sind die Chancen für Frauen als Softwareentwickler besser als je zuvor. Der Frauenanteil unter Softwareentwicklern steigt langsam, aber stetig an, auch, weil Unternehmen immer mehr Teilzeitmodelle anbieten, die Frauen die Möglichkeit bieten, den Beruf und die Familie besser miteinander vereinen zu können. Am meisten zu tun gibt es allerdings bei der Besetzung der Führungspositionen durch Frauen, denn diese sind so gut wie nicht vorhanden. Hier werden im Laufe der Zeit immer mehr Frauen Einzug halten und für Innovationen im IT-Bereich sorgen.

    Arbeitsmarkt: Wie hat sich das Berufsfeld des Softwareentwicklers entwickelt?

    Mit der fortschreitenden Digitalisierung hat sich das Berufsbild des Softwareentwicklers immer weiter entwickelt und spezialisiert. Der Bedarf an Softwareentwicklern steigt immer weiter und die Nachfrage an Fachpersonal im IT-Bereich ist kaum zu stillen. Die wachsende Bedeutung des Internets bringt zukünftig immer mehr Möglichkeiten für Softwareentwickler, sich beruflich zu verwirklichen.

    Durch die Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten von Softwareentwicklern, bietet sich eine große Breite an Jobchancen für Akademiker, Berufseinsteiger und auch Autodidakten, im Bereich der Softwareentwicklung. Wer praktische Berufserfahrung und eine schnelle Auffassungsgabe mitbringt, sollte keine Schwierigkeiten haben, eine aussichtsreiche Karriere als Softwareentwickler zu beginnen.

    Auch in Zukunft wird die Nachfrage nach Fachpersonal im IT-Bereich weiter steigen und der Beruf des Softwareentwicklers noch weiter an Bedeutung gewinnen.

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    Netzwerkadministrator, Datenbankspezialist, Entwickler für mobile Endgeräte, Programmierer

    Quellen:

    punkt.de, berufenet.arbeitsagentur.de, statista.com


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