Lampenfieber überwinden - so wirst du locker

Hilfe, ich muss präsentieren - dabei bin ich doch so nervös. Wie kann ich mein Lampenfieber überwinden? Wir verraten dir die besten Tipps.

Diese Situation hat wohl jeder von uns schonmal erlebt: Wir wollen etwas präsentieren - im kleinen oder im großen Kreis. Wir sollen uns also vor andere Leute stellen und etwas vorstellen, eine Rede halten oder einen Vortrag halten. Und dann das: Herzklopfen und Aufregung, das Adrenalin schießt nach oben, wir fangen an zu zittern - Lampenfieber!

Aber keine Sorge: Du kannst dein Lampenfieber überwinden. Und wir verraten dir die besten Tipps, wie du deine Bühnenfurcht angehen und dabei authentisch sein kannst. 

Das beste Mittel: Sei dankbar für dein Lampenfieber

So unangenehm dein Lampenfieber dir auch ist - es ist etwas Gutes. Und das solltest du zunächst erstmal annehmen. Wenn du dein Lampenfieber begrüßt und die Nervosität akzeptierst, fällt es dir wesentlich leichter, dich zu konzentrieren, als wenn du gegen das Herzklopfen ankämpfst. Schlimmer noch: Mit einer "Ich muss mich jetzt unbedingt beruhigen"-Einstellung kannst du die Anspannung sogar noch verstärken und dich nach und nach hochschaukeln.

Besser: Denke dir einfach "Ah, ich werde nervös. Das ist ein Zeichen dafür, dass ich angespannt bin und die Situation ernst nehme. Nun kann ich mich fokussiert auf meinen Vortrag konzentrieren." Versuche, dich mit Entspannungsübungen wieder zu erden und runterzukommen - und dann betritt die Bühne.

Der sichere Weg: Üben, üben, üben

Warum bekommen wir Lampenfieber? In den meisten Fällen liegt es schlicht und ergreifend an der belastenden Angst, auf der Bühne zu "versagen". Ein Text-Hänger, ein Stottern, oder sogar ein kompletter Blackout - das wollen wir auf jeden Fall vermeiden. Der beste Weg, um Sicherheit für dein Thema zu gewinnen, ist, zu üben. Probe deine Präsentation zu Hause vor dem Spiegel, halte deinen Vortrag vor Freunden oder filme deine Performance mit dem Handy. Je häufiger du eine mentale oder auch echte "Trockenübung" machst, desto sattelfester wirst du in deinem Thema. Und je sicherer du bist, desto weniger Redeangst hast du vor deiner Präsentation. Du verwandelst eine Herausforderung in eine echte Stärke!

Tipp: Wenn du eine Rede halten sollst, nimm eine deiner Übungen zu Hause auf (alle Handys haben eine Sprachmemo-Funktion) und höre sie dir danach immer wieder an. Die Worte dringen in dein Unterbewusstsein, setzen sich fest und geben dir noch mehr Sicherheit. Wenn du deine Präsentation auf Video aufnimmst, achte nicht nur auf deine Rhetorik, sondern auch auf die Körperhaltung. Dann kannst du später ganz einfach selbstbewusst auftreten.

Der Klassiker: Stell sie dir nackt vor

Das hast du sicher schonmal gehört: Wenn du auf der Bühne stehst und aufgeregt ins Publikum schaust, stell dir einfach vor, die hätten alle nichts an. Warum hilft der Trick mit den nackten Zuhörern?

Nun, zunächst einmal machst du dir mit dieser Visualisierungsübung klar, dass da nur Menschen im Zuschauerraum sitzen. Aus der ehrfurchterregenden Menge werden lauter einzelne Personen, die durch ihre (eingebildete) Nacktheit verletzlich wirken. Außerdem wirkt es ein bisschen albern, wenn vor dir dutzende Nackedeis sitzen - eine Vorstellung, die dich in eine heitere Stimmung versetzt und damit wieder ein bisschen lockerer macht.

Die Motivation: Konzentriere dich aufs Positive

Diese Gedanken sind wohl die schlimmsten, wenn man einen Vortrag hält: "Was mag das Publikum von meinen Worten halten? Können sie meinen Worten folgen, langweile ich sie oder habe ich die Menge im Griff?"

Wenn du mit dieser unsicheren Haltung auf der Bühne stehst, gibt es nur ein: Blende als Redner alles Negative aus und konzentriere dich nur auf die gut gelaunten Zuhörer.

Wenn du in die Menge schaust, wirst du sicherlich Menschen sehen, die gähnen, miteinander quatschen oder sogar gelangweilt mit dem Handy spielen. Nun lautet die Devise: Weggucken! Lass dich bloß nicht von diesen Menschen aus der Ruhe bringen!

Lass deinen Blick weiter durchs Publikum gleiten: Sitzt da neben dem Gähnen nicht auch eine Frau, die sehr interessiert zuhört? Und da in der dritten Reihe - hat der Mann dich gerade angelächelt? Ja, in jedem Publikum wirst du Menschen finden, die dir gespannt zuhören. Konzentriere dich lieber auf diese positiven Eindrücke, nimm Blickkontakt auf und ignoriere die Quatschen und Handy-Glotzer. Das wird dir die nötige Energie geben, deinen Vortrag souverän zu halten.

Übrigens: Wenn du vor einer Präsentation wirklich nervös bist, spricht überhaupt nichts dagegen, das auch auf der Bühne zu sagen. Wenn du bei der Begrüßung ein kurzes "Ich muss zugeben, dass ich ganz schön aufgeregt bin" fallen lässt, strahlt das nicht nur Ehrlichkeit aus - dein Publikum wird dich sicherlich auch besser unterstützen. Und vor allem hast du dir damit selber den Druck rausgenommen. Denn nichts ist schlimmer als der ständige Gedanke "Sie dürfen nicht merken, wie aufgeregt ich bin!". Deswegen: Sei ruhig ehrlich - wir sind doch alle nur Menschen.

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Wenn du dich nun noch fragst, wie man sich selbst motivieren kann, was bei Stress im Job hilft und welche Konzentrationsübungen dich weiterbringen, haben wir auch die wichtigsten Infos für dich zusammengestellt.

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