4 Tipps für mehr Schlagfertigkeit!

Wie unglaublich cool sind diese Menschen, die immer die passende Antwort auf den Lippen haben? Die sich verbal zu wehren wissen? Ihre vier Geheimnisse der Schlagfertigkeit auf einen Blick.

Schlagfertige Menschen wirken stets geistvoll, aufgeweckt und kreativ. Sie überzeugen mit Originalität und Einfallsreichtum, Witz und Scharfsinn. Das Leben geht ihnen leicht von der Hand, kein Ärgernis scheint sie aus der Ruhe zu bringen. Doch wie wird man so schlagfertig? Hier kommen die vier Geheimnisse schlagfertiger Meister!

1. Wortschatz vergrößern

Je mehr Wörter du für ein und dieselbe Sache kennst, desto mehr verkürzt sich deine Reaktionszeit, um den perfekten Konter zu finden! Synonyme wecken Assoziationen und Assoziationen helfen dir, schlagfertiger zu sein.

Also: Nichts wie ran an das Synonym-Wörterbuch! Wem schnell das Wort "Domizil" statt "Zuhause" einfällt, schindet – zumindest verbal – mehr Eindruck bei Besuchern in seiner winzigen Ein-Zimmer-Wohnung.

Auch ähnliche Wörter mit anderer Bedeutung zu kennen, hilft bei der Schlagfertigkeit. Wie etwa dieser Witz beweist: "Herr Ober, der Kaffee war kalt." – "Gut, dass Sie mir das sagen. Der Eiskaffee kostet mehr!"

2. Geschichten ausdenken

Auf neuen Assoziationen beruht auch Tipp Nummer zwei: Lerne unabhängige Sachen miteinander zu kombinieren. Je einfacher es dir fällt, Dinge zu assoziieren, desto einfacher fallen dir überraschende, witzige Antworten ein (und nichts anderes als das macht Schlagfertigkeit schließlich aus!).

Wie kann man diese neuen Denkprozesse üben? Eigentlich geht es ganz leicht: Such dir fünf völlig voneinander unterschiedliche Wörter aus. Anschließend kannst du versuchen, daraus eine zusammenhängende Kurzgeschichte zu erzählen. So lernt dein Gehirn, komplexer und weiter zu denken.

Beispiel:  Bilde eine Kurzgeschichte mit den Worten

  • Telefon
  • Himmel
  • Angst
  • Licht
  • Sauberkeit

Beispiellösung:

Als das Telefon klingelte, schaute ich gerade aus dem Fenster in den Himmel. Plötzlich bekam ich Angst, da just in dem Moment das Licht in meinem Zimmer erlosch. Kurz darauf war der Spuk wieder vorbei, das Licht ging wieder an und ich wurde geblendet von der Sauberkeit meiner frisch geputzten Fenster.

3.  Gespräche richtig deuten

Wir kommunizieren auf (mindestens) zwei Ebenen: der sachlichen und der persönlichen. Mal ist es die reine Information, mal sind es die Gefühle, die in einem Dialog die größere Rolle spielen.

Was wir lernen müssen, ist sachliche Kritik von versteckten Angriffen auf die eigene Person zu unterscheiden. Hier hilft immer die Frage: War das jetzt ein sachlicher, konstruktiver Kritikpunkt an meiner Arbeit oder ein persönlicher, niveauloser Angriff?

War es konstruktiv, sollte man mit der Antwort ebenfalls konstruktiv bleiben. War es persönlich gemeint, sollte man das Gegenüber auf die sachliche Ebene zurückholen ("Es wäre angebracht, wenn Sie jetzt bei der Sache, um die es geht, bleiben würden.").

Tipp: Auf (versteckte) Beleidigungen sollte man lieber verzichten und sich nicht auf das Niveau des Gegenübers herablassen. Das nimmt fiesen Angreifern den Wind aus den Segeln.

4. Richtig reagieren

Wer schon ein Schlagfertigkeitsmeister ist, kann natürlich immer versuchen, den Gegner mit verbaler Treffsicherheit zu überbieten. Wer sich das noch nicht zutraut, kann zu einer der folgenden Reaktionsmöglichkeiten greifen:

  1. Ja-Aber-Taktik: Wer mit einem Gesprächspartner redet, der nur seine eigene Meinung gelten lässt, sollte den Gegner erst sanft stimmen, bevor er ihm Konter gibt. Erst zustimmen, dann widersprechen, lautet die Devise. So fühlt sich der Gesprächspartner gehört und verstanden und wird offener für deine Sichtweise.
  2. Frage-Taktik: Fängt der Gesprächspartner an, Dinge zu verallgemeinern, kann man ihn gut und gerne auffordern, konkreter zu werden. "Wie genau meinst du das eigentlich?", "Kannst du ein Beispiel nennen, wann ich xyz getan / gesagt haben soll?" Auf diese Weise muss zum einen der Gegner seine Verallgemeinerung konkretisieren (worauf er zumeist nicht vorbereitet ist), zum anderen hast du mehr Zeit, um dir einen passenden Konter zu überlegen.
  3. Ignorier-Taktik: Zu schweigen ist häufig ärgerlicher für den Angreifer, als auf eine Provokation zu antworten. Du schonst deine Nerven und Energie, der Gegner lässt dagegen früher oder später von dir ab.
  4. Empathie-Taktik: Hinter bissigen Bemerkungen von Kollegen steckt oft ein privater Grund. So kann neben Neid auch privater Stress den Gesprächspartner belasten, sodass sein bösartig wirkendes Verhalten nur ein unterbewusster Hilferuf ist. Hier hilft es, beizeiten vorsichtig nachzufragen, wie es dem Kollegen zurzeit geht.
  5. Ruhe-Taktik: So schwer es auch fällt, aber die Ruhe zu bewahren und sich den Ärger über das Gesagte nicht anmerken zu lassen, kann auch den aggressiven Gesprächsgegner beruhigen. Souverän und cool zu bleiben, lässt dich selbstsicherer wirken – und verunsichert zumal den Gegner.

Videotipp: Wie viel du verdienst, hängt von deinem Namen ab

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