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Erfolgreicher mit Visualisierung – nicht nur in Präsentationen ...

Visualisierung: Gruppe von Kollegen vor Flipchart
© Lucky Business / Shutterstock
Wie Visualisierung deinen Präsentationen und deinem persönlichem Weiterkommen hilft, erfährst du hier. 

Die eine Visualisierung gibt es nicht, stattdessen steht dieser Begriff mittlerweile für Techniken aus verschiedenen Bereichen:

  • Meditation
  • Visuelle Aufbereitung von Daten
  • Motivationstraining/persönliche Entwicklung

Wie du diese Techniken für dich nutzen kannst, zeigen wir dir hier!

Visualisierung im Job

Du musst ein trockenes Thema präsentieren oder schriftlich festhalten? Das führt schnell zu bleiernen Textwüsten, die erstens unüberschaubar sind und zweitens die Leser oder Zuhörer langweilen! Zum Glück gibt es ein passendes Gegenmittel dafür: die Visualisierung. Mit dieser simplen Methode bereitest du noch so sperrige Themen interessant auf, egal, ob für eine Präsentation, ein Schriftstück oder in einem Brainstorming-Termin. Aus diesen Möglichkeiten kannst du bspw. schöpfen:

  • Visualisierung von Daten: Tabellen, Diagramme (Balken, Kreis, Kurven), Baumstruktur
  • Visualisierung von Ideen/Ziele/Meinungen: Piktogramme, Sketchnotes, Cartoon, Zeitleisten, Roter Faden, Videos und Bilder
  • Visualisierung in Meetings: Sketchnotes, Mindmaps, Pinnwandkarten

Visualisieren in Präsentationen

Warum ist das Visualisieren überhaupt so wichtig? Der sogenannte "Picture Superiority Effect" besagt, dass Bilder und Fotografien besser erinnert werden, als Text oder Audio allein. Und wer will nicht, dass seine Präsentation später noch (positiv) erinnert wird?!

Damit also die Zuhörer nicht wegschnarchen oder lieber mit ihrem Smartphone rumspielen, braucht die Präsentation definitiv spannende Inhalte und Eyecatcher. Worauf du beim Erstellen der Präsentation achten solltest – vier Tipps:

  1. Ansprechendes Design: Die Gestaltung der Präsentation sollte nicht vom Inhalt ablenken, darf diesen aber gerne visuell unterstützen. Das können zum Beispiel die Farben der Firma, des Produktes, des Kunden, etc. sein. Dasselbe gilt auch für die Schriftarten: nutzt ihr eine bestimmte Schrift, kannst du diese auch hier benutzen – solange sie für alle gut lesbar ist.
  2. Nur das Wesentliche aufschreiben: Auch wenn du viel Zeit in die Ausarbeitung eines Textes gesteckt hast, übernehme diesen nicht eins zu eins in eine Präsentation. Nur die wichtigsten Punkte sollten kurz und bündig zusammengefasst sein. Erkläre die komplexen Inhalte statt alles aufzuschreiben.
  3. Zusammenfassung: Bei vielen Slides oder mehreren Vorträgen nacheinander können Informationen schnell untergehen. Durch Wiederholungen bleiben sie beim Publikum besser im Gedächtnis, eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte am Ende (eines Kapitels) erfüllt diesen Zweck ebenfalls.
  4. Visuelle Elemente: Für die Zusammenfassung, wichtige Botschaften, Zusammenhänge oder Daten sind visualisierte Darstellungen ideal. Sie lockern den Vortrag auf, ziehen die Aufmerksamkeit auf sich und werden von den Zuhörern besser erinnert. Je nach Thema, Firma und Publikum sind auch humorvolle Elemente (z. B. Gifs oder Memes) erlaubt!

Visualisierung für persönliche Entwicklung und Zielerreichung

Die Visualisierung lässt sich auch als Werkzeug für die eigene Entwicklung und das Erreichen von Zielen nutzen. Das kann für berufliche, aber auch für andere Lebensbereiche sein. Ob wir erfolgreich sind oder nicht, hängt auch mit unseren inneren Glaubenssätzen zusammen. Gehen wir davon aus, dass wir z. B. den Traumjob nicht bekommen, weil wir davon – bewusst oder unbewusst – überzeugt sind, nicht gut genug dafür zu sein, werden wir den Job höchstwahrscheinlich nicht bekommen – wir stehen uns selber im Weg.

Die Visualisierung ist eine gute Hilfe, mit der wir solche negativen Glaubenssätze auflösen bzw. neue positive etablieren können. Zudem kann sie dich darin unterstützen bestimmte Ziele zu erreichen, indem du dir ein konkretes Bild dazu täglich in Gedanken ausmalst. Wie bei Affirmationen auch, sollte es positiv, für dich (!) glaubwürdig und mit (positiven) Emotionen verbunden sein.

In dem Job-Beispiel könntest du dir also vorstellen, wie du gut vorbereitet und selbstsicher in Vorstellungsgesprächen agierst. Du musst dich natürlich auch in "echt" auf dieses Gespräch vorbereiten ... Denn: Visualisieren wir ein bereits erreichtes Ziel, könnte unser Gehirn glauben, wir hätten es schon erreicht. Die Folge: Wir sind nicht mehr motiviert oder machen nicht mehr die nötigen nächsten Schritte – und das bringt uns nicht weiter.

Darauf solltest du generell beim Ziele setzen achten:

  1. Formuliere dein Ziel ganz konkret (z. B. "Ich will xy Prozent mehr Gehalt").
  2. Teile es in Etappenziele auf, bleibe dabei realistisch! (Erfolge notieren, um Verhandlungsgespräch bitten, vorab Gehaltswunsch formulieren, ...)
  3. Behalte eine gewisse Flexibilität auf deinem Weg zum Ziel, nicht immer läuft alles nach Plan und nicht alle Umstände können wir beeinflussen. (Auch wenn es gerade in der Firma schlecht läuft, sieht das in wenigen Monaten vielleicht schon wieder anders aus ...)
  4. Bleib am Ball und überwinde deinen inneren Schweinehund.
  5. Vergiss nicht, dich für Erfolge zu belohnen.

Visualisierung ist keine Wunderwaffe mit der wir andere Menschen und deren Entscheidungen und Handlungen beeinflussen können. Diese Technik kann dennoch eine geeignete Methode für dich sein, dich zu motivieren und an dich und deine Ziele zu glauben – probiere es aus.

Übrigens: Hier findest du Tipps für die Gehaltsverhandlung 😉. 

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