Wie netzwerkst du, Marie Nasemann?

Die Schauspielerin Marie Nasemann sagt: "Ich finde Feminismus und Support fängt da an, dass sich Frauen nicht gegenseitig im Weg stehen."

Wie hast du dir dein berufliches Netzwerk aufgebaut?

Mein Umzug nach Hamburg vor vier Jahren hat mir die Chance gegeben mich neu aufzustellen. Ich wollte mit Frauen befreundet sein, die mich inspirieren und ihrerseits interessante Freunde haben. Freundschaft und berufliches Netzwerk gingen dann ganz natürlich ineinander über. Als ich so richtig angekommen war, habe ich dann mit einigen spannenden Frauen das Netzwerk „_innen“ gegründet, das unter anderem dafür da war, sich beruflich mehr zu connecten. Eine Fotografin, die ich darüber kennenlernte, fotografiert bis heute fast alles was man auf meinem Blog www.fairknallt.de sieht. Dann gibt es natürlich auch rein berufliche Kontakte. Diese kenne ich über Branchenveranstaltungen. 

Gab es Hürden beim Thema Netzwerken, die du anfangs überwinden musstest und welche Tipps haben dir dann geholfen?

Es war am Anfang auf jeden Fall nicht einfach auf Events zu gehen und Leute anzusprechen. Smalltalk muss man lernen und vor allem verstehen, welche Art von Smalltalk auf welcher Veranstaltung angemessen ist. Geholfen hat immer mit jemandem zusammen auf ein Event zu gehen, der einem Leute vorstellen kann. Teilweise habe ich aber auch die besten Kontakte gemacht, wenn ich einfach mal alleine zufrieden an der Bar stand und jemand auf mich zugekommen ist. 

In welchen Situationen hast du beispielsweise aktiv dein Netzwerk genutzt?

Eigentlich nutze ich es die ganze Zeit. Ich kenne zum Beispiel viele FotografInnen in Berlin, die ich heute anrufen und morgen Fotos für Instagram machen kann. Ich nutze mein Netzwerk, aber auch gerne mal im privaten Kreis. Wenn beispielsweise eine FreundIn einen neuen Job sucht oder eine Freundin eine Visagistin für ihre Hochzeit. Ich freue mich immer sehr, wenn ich da mit Kontakten weiterhelfen kann.

Hast du Tipps, wie Frauen sich untereinander noch besser unterstützen und supporten können?

Ich finde Feminismus und Support fängt da an, dass sich Frauen nicht gegenseitig im Weg stehen. Also zum Beispiel nicht schlecht über andere Frauen sprechen oder sich ständig als Konkurrentinnen sehen. Unterstützung heißt auch von ganzem Herzen gönnen können. Ich habe die Erfahrung gemacht, je mehr man sich für den Erfolg anderer Frauen freuen können, desto eher kommt der Erfolg auch zu einem selber. 

Danke für das Interview, Marie!

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