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Mimik Diese 7 Tipps steigern dein Charisma

Mimik: Zwei Frauen beim Arbeiten am Laptop.
© Flamingo Images / Shutterstock
Unsere Mimik verleiht unseren Worten oft eine ganz andere Wirkung. Erfahre hier, wie du sie einsetzen kannst, um auf andere überzeugender zu wirken.

Mimik: Warum wir nonverbale Sprache nicht unterschätzen sollten

Gewusst? Bei einem normalen Gespräch läuft unsere Kommunikation zu 80 Prozent nonverbal ab. Deutlich mehr als die Hälfte (!) von dem, was wir sagen wollen, wird also nonverbal vermittelt. Das bedeutet: Unsere Mimik, Gestik, Sprache und Körperhaltung senden Botschaften an unser Gegenüber. Und diese sprachlosen Botschaften sind wichtiger als die Worte, die wir tatsächlich sprechen.

Du kennst das vielleicht selbst. Der Partner oder die Partnerin verhält sich komisch. Als du das Thema ansprichst, kommt ein "Es ist nichts." zurück. Aber irgendwie kannst du das nicht glauben. Denn etwas an der Art und Weise, wie der Satz gesagt wurde, scheint sich nicht richtig anzufühlen. Und damit werden die Worte unwichtig – das ist die Macht der nonverbalen Kommunikation!

Eine besonders große Rolle spielt dabei die Mimik. Der Gesichtsausdruck beeinflusst stark, wie dich andere einschätzen. Der Sonnenschein, der häufig lächelt oder eher der Griesgram, der nie eine Miene verzieht – Mimik macht dein Wesen aus. Aber obwohl das Thema so wichtig ist, beschäftigen sich viele kaum damit. Dabei kann der Gesichtsausdruck deine Ausstrahlung entscheidend beeinflussen!

Mimik: Nervosität als Charisma-Killer

In Situationen, in denen wir eigentlich überzeugen wollen, verlieren wir oft unsere charismatische Ausstrahlung. Das liegt daran, dass sich unsere nonverbale Kommunikation stark verändert. Wer kennt es nicht: Durch Anspannung zittert die Stimme, wir zeigen kaum noch Gestik und unterdrücken unsere Mimik. Ob Jobinterview oder Date: Durch Nervosität treten wir ganz anders auf! Damit du deine Ausstrahlung auch in kritischen Situationen nicht verlierst, solltest du folgende Tipps im Hinterkopf behalten.

Tipp 1: Die Ausgangslage checken

"Warum guckst du so böse?" Unser neutraler Gesichtsausdruck wirkt oft ganz anders, als wir denken (was oft ganz liebevoll als "resting bitch face" bezeichnet wird). Wenn du an deiner Mimik feilen möchtest, solltest du dich also zuerst mit der Ausgangslage beschäftigen. Vielleicht liegen die Mundwinkel natürlicherweise etwas tiefer? Dann solltest du dich beim Lächeln oder Lachen nicht zurückhalten! Denn du wirkst auf Grund deiner Gesichtsstruktur einen Tick ernster.

Sympathische Frau

Tipp 2: Augenkontakt halten (so hältst du ihn länger!)

Wie heißt es so schön: Die Augen sind das Fenster zur Seele. Das klingt vielleicht etwas geschwollen, aber eins ist sicher – jemandem direkt in die Augen zu sehen, weckt Vertrauen und signalisiert Interesse. Deshalb solltest du in Gesprächen so oft wie möglich den Blickkontakt suchen. Je nach Gesprächspartner kann es allerdings ganz schön schwerfallen, den Blick zu halten und nicht gleich wieder wegzusehen.

Es fällt dir schwer, Augenkontakt zu halten? Probiere doch mal folgenden Trick aus: Fokussiere dich ganz bewusst auf ein Auge deines Gegenübers. Zwischen beiden hin und her zuspringen, kann unsicher wirken und macht es noch schwerer, den Augenkontakt zu halten. Dein Blick wirkt ruhiger (und du damit souveräner) wenn du zum Beispiel das, von dir gesehen, rechte Auge deines Gesprächspartners anvisierst.

Übrigens: Zu lange solltest du den Augenkontakt auch nicht halten – das wirkt dann wie ein Starren und fühlt sich für dein Gegenüber unangenehm an. Am besten nach vier bis fünf Sekunden den Fokus wechseln und den Blickkontakt danach wieder aufnehmen.

Tipp 3: Echtes Lächeln (was den Unterschied ausmacht)

Ein echtes, ernst gemeintes Lächeln zählt zu den stärksten Signalen der Mimik. Was ist schon anziehender als pure Freude? Bei Nervosität fällt es uns durch den inneren Druck aber oft sehr schwer, genau diese Freude zu empfinden. Und das ist schade – denn wer oft lächelt, wirkt sympathischer.

Ein gezwungenes Lächeln ist allerdings auch keine Lösung – das erkennt dein Gegenüber (oft unterbewusst) sofort. Der Grund: Bestimmte Muskelgruppen, zum Beispiel der Augen-Ringmuskel, der beim echten Lächeln reagiert, können nicht gezielt gesteuert werden.

Es gibt aber trotzdem einen Trick, wie das echte Lächeln bei Nervosität gelingt: Erinnere dich an ein Erlebnis, das bei dir große Freude ausgelöst hat. Zum Beispiel eine legendäre Geburtstagsfeier oder ein wunderschöner Urlaub. Diese Erfahrungen sind in deinem Gedächtnis mit echten positiven Gefühlen verknüpft – oft müssen wir lächeln, wenn wir nur über diese Erlebnisse nachdenken. Ein guter Trick, um vor Präsentationen, dem ersten Date oder kritischen Mitarbeitergesprächen eine positive Grundstimmung zu wecken.

Tipp 4: Mimik zulassen

Charisma ist zwar nicht das gleiche wie Sympathie, hängt aber oft stark damit zusammen. Im Allgemeinen wirken Menschen auf uns sympathisch und vertrauenswürdig, wenn sie eine lebhafte Mimik (und Gestik) zeigen. Denn dann haben wir nicht das Gefühl, dass sie etwas unterdrücken oder verheimlichen – und das weckt Vertrauen. Trau dich also ruhig, Gefühle wie Freude, Trauer oder auch Wut in deiner Mimik zuzulassen. Natürlich immer so weit wie es zur Situation passt.

Hier gibt's noch weitere Tipps, die verraten, wie du sympathisch wirken kannst.

Tipp 5: Mimik vermeiden, die missverstanden werden kann

Mimik ist die universelle Sprache, die jeder von uns versteht. Auch wenn wir uns in einem fremden Land befinden: Mimik lügt nicht und hilft dir bei jeder sozialen Interaktion. Aber sie kann manchmal missverstanden werden – und dann verlierst du deine positive Ausstrahlung sofort.

Folgende Gesichtsausdrücke mindern deine positive Ausstrahlung:

  1. Stirn runzeln: Wir runzeln oft die Stirn, wenn wir überrascht sind. Allerdings kann diese Mimik auch als Skepsis missverstanden werden.
  2. Augenbrauen in die Mitte zusammenziehen: Wenn wir nachdenken, ziehen viele von uns (unterbewusst) die Augenbrauen zusammen. Vorsicht: Unser Gegenüber empfindet das als Skepsis oder Ärger! Und außerdem bildet sich dadurch die unliebsame Zornesfalte, die man nur schwer wieder los wird.
  3. Einseitiges Lächeln: Diese Pose findet sich auf diversen Selfies bei dem ein oder anderen Dating-Portal wieder – vor allem bei Männern. Wer nur einen Mundwinkel hochzieht, signalisiert Überlegenheit. Manche empfinden dies aber auch als Arroganz.

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Verwendete Quellen: researchgate.com, forbes.com, link.springer.com


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