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SCAMPER Die schnelle Brainstorming-Methode

SCAMPER: Frau sitzt am Schreibtisch und arbeitet
© SFIO CRACHO / Shutterstock
Du brauchst neue Ideen und einen kleinen Kreativitäts-Boost? Dabei hilft die Methode namens SCAMPER weiter. Wie du sie anwendest, erfährst du hier.

Im Job oder im Privatleben brauchen wir immer wieder Kreativität, um Probleme zu lösen oder Ideen voranzutreiben. Aber manchmal ist es gar nicht so einfach, auf neue Gedanken zu kommen. Das Gewohnheitsdenken kommt uns dabei in die Quere. Die Methode namens SCAMPER bringt dich zum Umdenken! Sie führt dazu, dass du eine Situation von allen möglichen Blickwinkeln analysieren kannst, um zu erkennen, was verbessert werden kann.

SCAMPER: Worum geht es?

SCAMPER wurde 1997 von Bob Eberle entwickelt, einem Buchautor, der damit Eltern bei der Kinder- und Teenagererziehung unterstützen wollte. Denn wer schon früh trainiert, kreativ zu sein, ist im späteren Leben ein besserer Problemlöser – so die Theorie von Eberle. Natürlich können wir auch als Erwachsene noch mit der Methode arbeiten und damit üben, den eigenen Horizont zu erweitern.

SCAMPER besteht aus sieben verschiedenen Schritten bzw. Fragen. Du gehst sie nacheinander durch, um schnell auf eine neue Idee zu kommen. Übrigens: Der Name SCAMPER ist ein Akronym von diesen Schritten. Die Fragestellung muss je nach Thema möglicherweise etwas angepasst werden.

SCAMPER: Die 7 Fragen

Nehmen wir an, du musst für deinen Job die Idee für ein neues Produkt entwickeln. In diesem Fall würdest du die SCAMPER-Fragen so anwenden:

  • 1. Substitute (Ersetzen): Was könnte man an bereits vorhandenen Produkten ersetzen?
  • 2. Combine (Kombinieren): Welche Bestandteile könnte man neu kombinieren?
  • 3. Adapt (Adaptieren): Was muss angepasst werden?
  • 4. Modify (Modifizieren): Was sollte man verändern?
  • 5. Put (Einsetzen): Wo könnte das Produkt überall eingesetzt werden?
  • 6. Eliminate (Eliminieren): Was sollte man verringern oder ganz entfernen?
  • 7. Reverse (Umkehren): Gibt es etwas, was man ins Gegenteil umkehren sollte?

Das ist der typische SCAMPER-Aufbau, den du an deine Situation durch leichte Abänderung der Fragen anpassen kannst. Du siehst: Aus den Anfangsbuchstaben der einzelnen Schritte ergibt sich der Name SCRAMPER. Du brauchst frische Ideen für eine Präsentation? Oder du möchtest das Design für deine Bewerbungsmappe überarbeiten oder ein Team-Meeting optimieren? Auch hier kann SCAMPER helfen!

Optimierung von SCAMPER

Buchautor und Kreativitätsexperte Michael Michalko hat die SCAMPER-Methode überarbeitet und schlägt zwei zusätzliche Fragen bzw. Schritte vor:

  • Magnify (Vergrößern): Was sollte man hinzufügen, erweitern oder hervorheben?
  • Rearrange (Umsortieren): Was kann man umgruppieren oder neu sortieren?

So würde das Prinzip SCAMMPERR heißen und bestünde aus neun und nicht mehr sieben Schritten. Einfach mal ausprobieren, ob dir die zwei Extraschritte bei der Ideenfindung helfen können.

Kennst du auch schon das Prinzip der Kopfstand-Methode? Auch das ist eine Kreativitätstechnik, die dich auf neue Ideen bringen kann. Und mit einem Vision Board kannst du Ideen zusätzlich visuell verankern.

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Verwendete Quellen: Schröder, M. (2005). Heureka, ich hab's gefunden! Kreativitätstechniken, Problemlösung & Ideenfindung. Deutschland: W3L-Verlag.


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