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Selbstorganisation Bring mehr Struktur in dein Leben!

Selbstorganisation: Frau schreibt Notizen in einen Kalender.
© Andrey_Popov / Shutterstock
Selbstorganisation ist mehr als nur ein aufgeräumter Schreibtisch. Wir zeigen dir, wie du dein Leben in jeder Hinsicht organisierst und was du davon hast.

Unter Selbstorganisation versteht man ein möglichst effizientes Planen und Handeln im beruflichen und privaten Lebensbereich. Manche bezeichnen die Selbstorganisation auch als Selbstmanagement, weil du dabei wie ein Manager auf Zeit- und Aktivitätsplanung schaust. Rennt dir im Alltag häufig die Zeit davon? Fühlst du dich überfordert? Bekommst du häufig nicht alle To-Do’s abgehakt? Dann ist es sinnvoll, sich mit dem Thema Selbstorganisation zu beschäftigen.

Ursprünglich stammt der Begriff Selbstorganisation eigentlich aus der Betriebswirtschaft. Dort bezeichnet er das Gegenteil einer hierarchischen Betriebsführung. Statt auf Anweisung von oben zu warten, sollen sich Mitarbeiter selbst organisieren – und damit Eigenverantwortung und Organisationstalent beweisen.

Das Prinzip der Selbstorganisation kann man allerdings auf jeden Lebensbereich anwenden, wie du später noch lesen wirst.

Durch Selbstorganisation kannst du folgendes erreichen:

  • ordentlicher leben
  • effizienter arbeiten
  • mehr To-Do’s schaffen
  • nichts mehr aufschieben
  • nichts mehr vergessen
  • wichtige Ziele erkennen und erreichen
  • planen und organisieren lernen

Du siehst: Selbstorganisation hilft dir im Alltag in vielen Hinsichten weiter. Wie du Selbstorganisation lernen kannst und mit welchen Maßnahmen mehr Organisation erreicht werden kann, erfährst du jetzt. Probiere folgende fünf Tipps aus, die deine Selbstorganisation Stück für Stück verbessern.

1. Damit nichts mehr liegen bleibt: Die erweiterte Aufgabenliste

Wer sich selbst besser organisieren will, sollte noch heute einen Notizblock kaufen oder eine digitale To-Do-App herunterladen. Halte deine Planung schriftlich fest – nur so kannst du dir sicher sein, dass wirklich nichts vergessen wird. Hier notierst du alles, was für dich ansteht, im privaten oder beruflichen Kontext.

Außerdem ist eine solche Liste hoch motivierend: Du hast dadurch das Gefühl, die Kontrolle über deine To-Do’s zu haben und kannst dich jedes Mal darüber freuen, ein weiteres Häkchen hinter einer abgeschlossenen Aufgabe zu setzen.

Egal ob digital oder analog: Nimm dir täglich Zeit, wichtige Aufgaben zu notieren. Es gibt auch praktische Systeme, die Kalender und Notizblock vereinen – diese machen dir die Selbstorganisation noch einfacher. Beim Aufstellen der Aufgaben für den Tag kann dir zum Beispiel die Ivy Lee-Methode helfen.

2. Wichtiges von Unwichtigem trennen

Es klingt so simpel und dennoch ist es für viele von uns sehr schwer: Wir vermeiden wirklich wichtige Aufgaben und kümmern uns lieber um den Kleinkram. Dieses Phänomen taucht sowohl im Job als auch im Privatleben auf.

Wer schon mal den ganzen Kleiderschrank ausmisten wollte, kennt die Situation vielleicht. Das To-Do ist so zeitaufwändig, dass wir am Ende lieber andere Haushaltsaufgaben vorziehen, die im Vergleich aber gar nicht so wichtig sind. Und auch im Job kann das passieren: Du schiebst die Erstellung der Präsentation auf und kümmerst dich eher um’s Schreiben von E-Mails.

Wer mehr Selbstorganisation in sein Leben bringen will, sollte Wichtiges ganz klar von Unwichtigem trennen. Erledige die wirklich relevanten Dinge zuerst, damit dein Zeitplan nicht durcheinanderkommt. Positiver Nebeneffekt: Du fühlst dich weniger gestresst!

Wie du deine Aufschieberitis in den Griff bekommst, kannst du auch durch die Methode namens Eat the Frog lernen.

2. Selbstorganisation: Zeiteinteilung verbessern

To-Do’s sind schnell notiert. Das ist allerdings nur die eine Seite der Selbstorganisation. Das Problem: Nicht immer kommen wir zu allem, was wir fein säuberlich aufgeschrieben haben. Woran liegt’s?

Häufig passt das eigene Zeitmanagement nicht zu dem, was wir uns vornehmen. Das bedeutet: Wir kalkulieren nicht realistisch, was wir tatsächlich schaffen können. Und wenn immer wieder Aufgaben übrig bleiben, macht das ganze System der Selbstorganisation keinen Spaß mehr. Zum Glück kannst du dein Zeitmanagement – wie vieles andere im Leben – durch Üben lernen!

Dabei wird dir die Methode namens Timeboxing enorm helfen. Hier wird für jede Aufgabe ein Zeitfenster vergeben, in der das To-Do erledigt werden sollte. Frage dich: Wie viel Zeit möchte/sollte ich für diese Aufgabe aufbringen?

Wenn du dich bei der Einschätzung noch unsicher fühlst, keine Sorge: Mit der Zeit wirst du immer genauer planen können, wie lange du tatsächlich brauchst. Es ist also völlig normal, dass anfangs nicht jede Zeitvorgabe stimmt bzw. eingehalten werden kann.

Schütze dich vor Überforderung

Aufgabe + Zeit aufschreiben – diese Vorgehensweise verbessert dein Zeitmanagement und schützt außerdem davor, dass du dich nicht zulange mit einem einzigen Bereich aufhältst. Auch das ist Teil der Selbstorganisation: Grenzen setzen.

Die Perfektionisten unter uns wissen, dass es manchmal sehr schwer sein kann, ein To-Do abzuschließen, weil es scheinbar noch nicht ganz "perfekt" ist. Aber kommst du nicht zum Ende, wirst du deine anderen Aufgaben nicht mehr schaffen – und das bringt die ganze Tages- bzw. Selbstorganisation durcheinander.

Übrigens: Hier findest du eine Aufzählung von allen gängigen Zeitmanagment-Methoden, die deine Selbstorganisation unterstützen können..

3. Mehr Ordnung, klarer Kopf

Wichtig ist nicht nur, die eigenen Aufgaben zu organisieren, sondern auch das eigene räumliche Umfeld in Ordnung zu bringen – im wahrsten Sinne des Wortes!

Dein Alltag und das Erledigen der To-Do’s wird dir viel einfacher fallen, wenn du Zuhause und am Arbeitsplatz Ordnung hältst. Selbstorganisation bedeutet in jeder Hinsicht organisiert zu sein, im Kleiderschrank wie im E-Mail-Postfach. Bei der Suche nach der Lieblingsbluse, dem rosafarbenen Lippenstift oder dem einen wichtigen Dokument geht oft sehr viel Zeit verloren. Zeit, die uns dann für das Erledigen unserer Aufgaben fehlt. Und das ist ärgerlich!

Stell dir vor, du stehst morgens auf, erreichst mit wenigen Handgriffen alles, was du brauchst und startest den Tag in Ruhe und ohne Stress. Das ist doch viel angenehmer, als sich täglich durchs Chaos zu kämpfen. Nimm dir deshalb vor, dein Zuhause durchzuorganisieren.

Alles, was du oft benutzt, vom Make-up bis zum Ladekabel, sollte schnell griffbereit sein. Finde für jedes Teil einen festen Ort. Und ganz wichtig: Trenne dich von allem, was du wirklich nicht mehr brauchst. Unnötiger Ballast macht die Selbstorganisation schwieriger.

Hier erfährst du, wie du dauerhaft Ordnung halten kannst.  

4. Selbstorganisation durchziehen – mit Pausen und Disziplin

To-Do’s mit dem richtigen Zeitrahmen aufzustellen ist das eine – sich dann aber auch wirklich daran zu halten, das ist gar nicht so einfach! Manchmal fällt es schwer, sich aufzuraffen, um persönliche oder berufliche Ziele durchzuziehen. Damit dir dabei nicht die Puste ausgeht, solltest du Pausen und Regenerationseinheiten unbedingt mit in die Planung der Selbstorganisation aufnehmen. Sie sind genauso wichtig, wie die Aufgaben an sich. Wenn nicht ausreichend aufgetankt wird, kann der Motor auch nicht laufen!

Was dir außerdem dabei helfen kann, ist einePrise Disziplin. Bei dem Wort schreckt der ein oder andere vielleicht zurück, denn nicht jeder von uns ist von Natur aus mit einem eisernen Willen ausgestattet. Zum Glück gibt’s ein paar Tricks, wie jeder von uns Vorsätze mit Disziplin durchziehen kann. Erfahre hier, wie du Selbstdisziplin lernen kannst. Sie kann dir enorm dabei helfen, Selbstorganisation durchzuziehen.

5. Regelmäßigkeit: Wie die Selbstorganisation bleibt

Wer kennt es nicht: Voller Euphorie halten wir die Bude anfangs ordentlich, schreiben Listen und bleiben bei geplanten Zeiten. Aber dann ändert sich die Situation. Immer öfter bleibt die Kaffeetasse liegen. To-Do’s werden kaum noch aufgeschrieben und Termine dadurch nicht immer eingehalten. Gegen unsere alten Muster konnten sich die neuen Verhaltensweisen leider nicht durchsetzen. Warum ist das so?

Regelmäßigkeit ist der Nährboden einer guten Selbstorganisation. Wie jede andere Gewohnheit auch, müssen wir die neuen Routinen erstmal verinnerlichen. Wissenschaftler vermuten, dass es etwa drei Wochen braucht, um eine neue Gewohnheit aufzubauen. Bis dahin braucht es immer etwas Überwindung und die neuen Tätigkeiten fallen nicht so leicht, wie wir es gerne hätten.

Wer sich dazu entscheidet, Selbstorganisation leben zu wollen, muss sich das Projekt für mindestens 21 Tage vornehmen – und es dann auch durchziehen. Sonst wird es enorm schwer, die Selbstorganisation dauerhaft aufrechtzuerhalten.

Nach drei Wochen ist dir dein neuer, organisierter Lifestyle ins Blut übergegangen und du kannst die Selbstorganisation ohne viel Mühe beibehalten. Und genau das wollen wir doch! Vielleicht hat ja eine Freundin Lust auf eine kleine Challenge rund um das Thema Selbstorganisation und ihr könnt euch beide drei Wochen lang motivieren, durchzuhalten. Dann macht das ganze Konzept noch mehr Spaß!

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