6 Tipps für Gründerinnen

"Zu gründen, erfordert in erster Linie den Mut, seine innere Stimme zur Autorität zu machen", findet Ragnhild Struss.

Wer vor Ideen sprudelt, Hands-on-Mentalität lebt und für seine Geschäftsidee brennt, bringt gute Voraussetzungen mit, um eine erfolgreiche Gründerin zu werden. Um die eigenen PS auch tatsächlich auf die Straße zu bringen, helfen diese 6 Tipps von unserer Karrierestrategin Ragnhild Struss:

1. Idee auf Herz und Nieren prüfen
Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Bevor es ans Gründen geht, müssen die Fakten auf den Tisch. Dafür solltest du den Markt analysieren, Kosten berechnen und deine Chancen ausloten. Ein Business Plan ist kein Nice-to-have, sondern Pflicht. Genauso wichtig wie der Check im Außen ist aber auch der im Innen: Wie sehr liegt dir deine Idee wirklich am Herzen? Wieviel bist du bereit, dafür zu investieren? Und zwar nicht nur materiell. Eine Gründung ist auf Dauer nur dann erfüllend und erfolgversprechend, wenn die Idee mit dir verbunden ist, deinen Werten entspricht und du mit jeder Faser deines Seins dahinterstehst. Gradmesser für die persönliche Verbundenheit sind zwei Fragen: Wie überzeugt bist du von deiner Idee? Und: Würdest du deine Familie darum bitten, ihr Geld bei dir anzulegen?

2. Einer für alle, alle für die Idee
Hinter jedem erfolgreichen Business steht ein Team. Um zu klären, wer am besten zu dir passt, musst du zuerst deine eigenen Stärken kennen. Ehrlich mit sich selbst zu sein, auch blinde Flecken und Entwicklungsfelder zu benennen, ist die Grundvoraussetzung. Schließlich sollen sich Kompetenzen ergänzen. Am besten erstellst du dir eine Mind Map mit deinen wichtigsten Eigenschaften, deinen Talenten, Interessen und Motiven. Ein Blick auf deine innere Landkarte zeigt dir neben deinem Potenzial auch deinen Bedarf und liefert Hinweise auf das optimale Arbeitsumfeld. Wenn du zum Beispiel ein kommunikativer Typ bist, der schnell mit anderen ins Gespräch kommt und den Austausch braucht, um Ideen zu entwickeln, kann ein Coworking Space für dich passen. Ziel ist, dass du dir die Umgebung schaffst, in der du am besten arbeiten kannst.

3. Jemanden kennen, der jemanden kennt
In der Startphase hilft es ungemein, sich von einem erfahrenen Gründer oder Mentor begleiten zu lassen. Die Kombination aus Know-how einerseits und Tatendrang andererseits befruchtet sich oft gegenseitig. Außerdem wissen alte Hasen genau, wann man das Rad nicht neu erfinden muss, sondern auf Bestehendes aufbauen kann. Das maximiert die Effektivität und Effizienz. Dein „Business Coach“ kann der Einstieg ins Networking sein. Am Anfang einer Firmengeschichte ist es wichtiger denn je, die richtigen Kontakte zu knüpfen und potenzielle Kunden, Geschäftspartner und Kapitalgeber zu überzeugen.

4. Meistens kommt es anders
Auch wenn in der Gründungsphase vieles ungewiss ist, auf eines ist Verlass: den Überraschungseffekt. Im laufenden Prozess werden immer wieder neue, ungeahnte Herausforderungen auf dich warten. Mal ändert sich dein Team, mal der Markt. Wenn du dein Produkt oder deine Dienstleistung testest, ist es wichtig, flexibel auf die Bedürfnisse deiner Kunden einzugehen und nicht krampfhaft an der Ursprungsidee festzuhalten. Routinemäßig solltest du einen Schulterblick wagen, Ziele überprüfen und eventuell anpassen. Um auch solche Phasen durchzuhalten und Hindernisse zu überwinden, brauchst du eine extra Reserve für deinen Krafthaushalt. Also einfach zwischendurch mal an dich denken. 

5. Spread the word
Egal, wie genial deine Idee ist: Das beste Produkt bleibt ungenutzt, wenn keiner Notiz davon nimmt. Also musst du dafür trommeln. Marketing- und PR-Maßnahmen sollten fester Bestandteil deines Gründungsplans sein. Über Social Media Kanäle hast du die Möglichkeit, kostengünstig Aufmerksamkeit zu generieren. Aber: Auch Likes und Follower gibt es nicht umsonst. Du brauchst einen Plan, mit welchen Themen und Inhalten du Mehrwert schaffen und User für dein Angebot begeistern kannst. Wenn Website-Gestaltung, Content-Produktion und Suchmaschinen-optimierung nicht zu deinen Kernkompetenzen zählen, kannst du auch auf Freelancer oder Agenturen zurückgreifen. Hauptsache, du denkst von Anfang an mit, wie deine Idee in die Welt kommt.

6. Innere Stimme zur Autorität machen
Gründerin zu sein, ist nicht allein eine Frage des Talents. Entscheidend ist der Mut, nach draußen zu gehen, sich Kritik zu stellen und zu lernen, welche man annehmen sollte – und welche nicht. Damit Zweifler, Neider und Miesmacher kein leichtes Spiel haben, dich zu verunsichern, musst du einen guten Draht zu deiner inneren Stimme aufbauen. Sie ist die echte Autorität im Haus. Das machst du am besten, indem du dir regelmäßig Zeit nimmst zum Innehalten. Den eignen Standort immer mal wieder neu zu bestimmen, gibt dir die Sicherheit und Kraft, deine Idee zu verteidigen und zu verfolgen. Mit einem positiven Selbstwert ausgestattet, lässt sich deine Idee viel besser und vor allem erfolgreich präsentieren.

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