VG-Wort Pixel

"Es ging nur um den Hintern" Scott Patterson erinnert sich an "Gilmore Girls"-Dreh

In "Gilmore Girls" spielte Scott Patterson Lorelais Freund Luke - hier in der Revival-Staffel "Ein neues Jahr".
In "Gilmore Girls" spielte Scott Patterson Lorelais Freund Luke - hier in der Revival-Staffel "Ein neues Jahr".
© Saeed Adyani/Netflix
Scott Patterson blickt zurück auf die Kultserie "Gilmore Girls" - und einen speziellen Drehtag, den er als "verstörend" empfand.

Aus der Kultserie "Gilmore Girls" rund um das Mutter-Tochter-Gespann Lorelai (Lauren Graham, 55) und Rory Gilmore (Alexis Bledel, 40) war Scott Patterson (63) nicht wegzudenken. In allen sieben Staffeln sowie der Bonus-Ausgabe "Ein neues Jahr" auf Netflix verkörperte er die Figur Luke, einen Restaurantbesitzer und den späteren Freund und Partner von Hauptfigur Lorelai. In seinem Podcast "I Am All In with Scott Patterson" verfolgt der Schauspieler derzeit ein bemerkenswertes Projekt: Er schaut - nach eigener Aussage zum ersten Mal - die Serie, die ihn bekannt gemacht hat, und teilt Gedanken und Erinnerungen zu einzelnen "Gilmore Girls"-Episoden.

Die Folge "Eine wilde Nacht" aus der dritten Staffel ist Patterson dabei in fürchterlicher Erinnerung geblieben. "Es ist verstörend, und es ist ekelhaft", verrät der 63-Jährige im Rückblick. In besagter Episode unterhalten sich nämlich Hauptfigur Lorelai und ihre beste Freundin Sookie (Melissa McCarthy, 52) in einer Szene über Lukes Hintern, der eine "schöne Form" habe, wie Köchin Sookie bemerkt. Der sichtlich genervte Luke bittet daraufhin eindringlich darum, das Gespräch zu beenden, woraufhin Lorelai entgegnet: "Das war nur Schmeichelhaftes".

Scott Patterson fühlte sich in "Gilmore Girls" zum Objekt degradiert

"Ich habe mich währenddessen nicht wohl gefühlt, und es machte mich wütend, erklärt der Darsteller im Podcast. Er habe sich damals "wie ein Objekt behandelt" gefühlt, was "niemals okay" sei. "Nur weil es 2003 war, bedeutet das nicht, das es okay war", so Patterson. Für Frauen sei es "genauso ekelhaft Männer zum Objekt zu machen, wie es für Männer ist, Frauen zum Objekt zu machen, und es ist genauso verletzend", fügt der Schauspieler in seinem Podcast noch hinzu.

Er habe den Dialog über seinen Hintern am damaligen Tag wiederholt ertragen müssen, weil viele Einstellungen der Szene gedreht worden seien. "Es ging nur um den Hintern, den Hintern, den Hintern", so Patterson. Selbst in den Drehpausen hätten die Menschen am Set kein anderes Gesprächsthema gefunden. Rückblickend bezeichnet er diesen "Gilmore Girls"-Drehtag als "die verstörendste Zeit", die er jemals "an diesem Set verbracht" habe. "Ich konnte es gar nicht erwarten, bis dieser Tag vorbei ist", so der Darsteller.

SpotOnNews

Mehr zum Thema