VG-Wort Pixel

Amanda Gorman Poetin erlebte rassistischen Vorfall durch Sicherheitsdienst

Poetry Slammerin Amanda Gorman sieht sich als "Bedrohung für Ungerechtigkeit".
Poetry Slammerin Amanda Gorman sieht sich als "Bedrohung für Ungerechtigkeit".
© Kathy Hutchins/Shutterstock.com
"Sie sehen verdächtig aus", sagte ein Wachmann jüngst zu Amanda Gorman. Die Poetin berichtet von der traurigen "Realität Schwarzer Mädchen".

Durch ihren Auftritt bei der Amtseinführung von US-Präsident Joe Biden (78) wurde Poetry Slammerin Amanda Gorman (22) zur Ikone. Das Traurige: Die junge Frau, die sich in ihren Texten unter anderem gegen Rassismus und Diskriminierung ausspricht, wurde am Freitag (5. März) selbst Opfer eines ebensolchen Vorfalls. Bei Twitter berichtet sie: "Ein Wachmann verfolgte mich heute Abend auf meinem Heimweg. Er fragte, ob ich dort wohne, weil 'Sie verdächtig aussehen'." Daraufhin habe die 22-Jährige ihren Schlüssel vorgezeigt und mit diesem das Gebäude betreten. "Er ging, ohne sich zu entschuldigen."

Laut Gorman spiegle dies "die Realität von Schwarzen Mädchen" wider. Weiter bezieht sie sich auf ihre eigene Geschichte: "An einem Tag wirst du eine Ikone genannt, am nächsten Tag eine Bedrohung." Mit letzterem Begriff könne sich die 22-Jährige nach eigener Angabe aber durchaus anfreunden. Sie meint, in gewisser Weise habe der Sicherheitsbeamte recht gehabt. "Ich bin eine Bedrohung", schreibt die Poetin, "eine Bedrohung für Ungerechtigkeit, Ungleichheit und Ignoranz. Jeder, der die Wahrheit sagt und mit Hoffnung wandelt, ist eine offensichtliche und große Gefahr für die Mächtigen."

SpotOnNews

Neu in Aktuell