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Amber Heard Seit Prozessbeginn schon "Tausende Morddrohungen"

Amber Heard verzweifelt während ihrer Zeugenaussage.
Amber Heard verzweifelt während ihrer Zeugenaussage.
© MICHAEL REYNOLDS/POOL/AFP via Getty Images
Amber Heard hat in ihrem letzten Auftritt im Zeugenstand einmal mehr ihre missliche Lage versucht zu erklären. Sie erhalte Morddrohungen.

Es war wahrscheinlich ihr letzter Auftritt im Zeugenstand - und gleichzeitig auch der wohl emotionalste. Amber Heard (36) wurde im bisweilen skurrilen Prozess gegen ihren Ex-Ehemann Johnny Depp (58) noch einmal befragt, bevor die Schlammschlacht zumindest vor Gericht vorerst ihr Ende finden wird. Einmal mehr zeigt sich Heard dabei psychisch schwer angegriffen - auch aufgrund der öffentlichen Meinung gegen sie, die nahezu unisono sie als Aggressorin wahrnimmt.

"Ich werde jeden Tag belästigt, gedemütigt und bedroht", berichtet Heard über ihr Seelenleben. Das beginne schon, wenn sie in den Gerichtssaal komme. Außerdem habe sie bereits Tausende Morddrohungen erhalten, seit der Prozess begonnen habe. Jeden Tag kämen Hunderte neue hinzu, erklärt Heard mit bebender Stimme unter Tränen. "Die Menschen wollen mich umbringen", so die Schauspielerin vor dem Gericht im US-Bundesstaat Virginia.

Morddrohungen gegen Tochter von Amber Heard

Auch gegen ihre einjährige Tochter Oonah Paige Heard würden diese Drohungen ausgesprochen. "Die Leute wollen mein Baby in die Mikrowelle stecken", sagt Heard weiter. Außerdem mache man sich über sie lustig, obwohl sie das Opfer sei und von Depp missbraucht wurde. Die Erfahrungen nennt sie "beängstigend, schmerzhaft und erniedrigend". Sie habe so etwas zuvor in ihrem Leben noch nie durchmachen müssen. Auch sie sei ein Mensch und das, was ihr widerfahre, würde absolut niemand verdienen.

In dem Prozess zwischen den Hollywood-Stars Johnny Depp und Amber Heard stehen am Freitag die Schlussplädoyers an. Im Anschluss beginnen die Geschworenen des Gerichts ihre Beratungen. Depp streitet jegliche Vorwürfe gegen sich ab und unterstellt seiner Ex-Frau eine Verleumdung, für die er Schadensersatz in Millionenhöhe haben möchte.

Darum geht es im Detail

Johnny Depp hat Amber Heard wegen eines Beitrags, den sie 2018 in der "Washington Post" veröffentlichte, auf 50 Millionen Dollar verklagt. Darin behauptete sie, Opfer von häuslicher Gewalt zu sein. Ihren Ex-Mann hatte sie nicht namentlich erwähnt. Depp behauptet, der Beitrag habe dennoch seine Karriere ruiniert, seinen Ruf beschädigt und viel Geld gekostet.

Heard hat eine Gegenklage gegen ihren Ex in Höhe von 100 Millionen Dollar eingereicht. Das Paar hatte 2015 geheiratet. Bereits 2016 trennten die beiden sich und wurden 2017 geschieden. Beide Parteien haben sich unter anderem mehrfach gegenseitig der häuslichen Gewalt beschuldigt.

SpotOnNews


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