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Apples WWDC-Keynote iOS 16 und neues MacBook Air vorgestellt

Nutzerinnen und Nutzer können bei iOS 16 unter anderem den Sperrbildschirm individueller anpassen.
Nutzerinnen und Nutzer können bei iOS 16 unter anderem den Sperrbildschirm individueller anpassen.
© Apple
Im Rahmen der WWDC hat Apple viele Neuerungen präsentiert. Im Herbst kommt das neue iOS 16, nächsten Monat ein frisches MacBook Air.

Vom 6. bis zum 10. Juni findet wieder die Worldwide Developers Conference (WWDC) von Apple statt. In einer Keynote hat das Unternehmen zahlreiche Neuerungen für seine unterschiedlichen Geräte präsentiert und ein frisches MacBook Air gezeigt. Dies sind einige der geplanten Features.

iOS 16 bringt neuen Sperrbildschirm

Die neue Version des iPhone-Betriebssystems iOS 16 lässt Nutzerinnen und Nutzer ihren Sperrbildschirm ausführlicher individualisieren. Datum sowie Uhrzeit lassen sich anpassen und ein Multilayer-Effekt soll Motive hervorheben, um Tiefe zu vermitteln. Mitteilungen laufen künftig von unten nach oben über den Bildschirm und Live-Aktivitäten sollen Echtzeit-Updates liefern - etwa vom Status des Pizzalieferanten. Die "Fokus"-Funktion können User ebenso mit dem Sperrbildschirm verbinden und festlegen, welche Inhalte bei einem bestimmten Fokus relevant.

Auch "Nachrichten" erhalten ein Update. Nutzerinnen und Nutzer können bis zu 15 Minuten nach dem Senden Nachrichten bearbeiten oder zurückrufen. Gelöschte Beiträge lassen sich bis zu 30 Tage lang wiederherstellen. E-Mails lassen sich unterdessen vorab fürs Versenden planen oder kurze Zeit nach dem Absenden noch einmal zurückrufen. Die Mail-App soll außerdem erkennen, wenn ein Anhang fehlt oder User an eine bestimmte E-Mail zu einem späteren Zeitpunkt erinnern.

Über "Live Text" ist es möglich, Texte nicht nur in Fotos sondern auch in Videos zu erkennen - und so zu übersetzen oder Währungen umzurechnen. "Visuelles Nachschlagen" lässt Nutzerinnen und Nutzer derweil einfach auf ein Foto tippen, um ein Motiv automatisch auszuschneiden und dieses in einer anderen App zu nutzen. Als Beispiel nutzt Apple einen Hund, der aus einem Foto am Strand automatisch ausgeschnitten wird und dann ganz einfach in einer Nachricht verschickt werden kann.

Fitness ohne Apple Watch

Die Fitness-App wird zudem künftig allen iPhone-Anwenderinnen und -Anwendern zur Verfügung stehen, auch wenn sie keine Apple Watch besitzen. Die Bewegungssensoren des Smartphones sollen nach dem Update auf iOS 16 unter anderem Schritte oder zurückgelegte Strecken mitverfolgen.

Für alle Menschen, die Medikamente zu sich nehmen müssen, soll es mit dem Update möglich sein, auch Arzneimittel oder Nahrungsergänzungsmittel zu verwalten. Zudem soll die Health-App sie dann erinnern, die Tabletten einzunehmen.

In der Karten-App können User bis zu 15 Stopps auf einer geplanten Route einfügen und eine überarbeitete Familienfreigabe soll es ermöglichen, Profile für Kinder einfacher anzulegen. Über eine geteilte iCloud, auf die mehrere Personen Zugriff haben, können beispielsweise Eltern mit ihren Kindern Bilder teilen. Die Fotos landen dort entweder manuell oder auf Wunsch auch automatisch.

Mehr Sicherheit für Nutzerinnen und Nutzer

Besonders hilfreich könnten zudem neue Sicherheitsfunktionen sein. Mit "Safety Check" können Nutzerinnen und Nutzer etwa Partnern einen zuvor eingeräumten Zugriff entziehen, wenn sie sich in einer missbräuchlichen Beziehung befinden.

Die sogenannte "Passkey"-Funktion erzeugt unterdessen einen digitalen Schlüssel, der auf dem Gerät gespeichert wird und in der Zukunft womöglich das altbekannte Passwort ersetzen könnte. So können sich User auch auf Webseiten mit ihrem Smartphone, das per Gesichtserkennung oder Fingerabdruck den Zugang ermöglicht, anmelden.

iOS 16 soll im Herbst erscheinen. Wann genau die neue Version des Betriebssystems für alle Nutzerinnen und Nutzer erhältlich sein wird, ist aber nicht bekannt. Eine Version für Entwickler soll noch heute erhältlich sein, eine öffentliche Beta-Fassung dann im Juli.

Neues MacBook Air und frisches macOS

Zudem hat Apple ein neues MacBook Air angekündigt, das mit einem neuen M2-Chip ausgestattet ist. Dessen Ziel: Mehr Power bei geringem Energieverbrauch. Das Gerät bietet ein Liquid Retina Display mit 13,6 Zoll und dünneren Rändern, das rund 25 Prozent heller sein soll als beim Vorgänger und bis zu eine Milliarde Farben darstellt. Bei einer Dicke von nur 11,3 Millimetern bringt es 1,2 Kilogramm auf die Waage.

Daneben sind eine Kamera mit einer Auflösung von 1080p, drei Mikrofone und vier Lautsprecher verbaut. Der Akku soll eine Videowiedergabe von bis zu 18 Stunden ermöglichen und kann per Schnellladefunktion betankt werden. 30 Minuten am Stecker sollen den Akku auf bis zu 50 Prozent aufladen.

Erhältlich ist das neue MacBook Air in den Farben Silber, Space Grau, Mitternacht und Polarstern je nach Version ab 1.499 Euro. Ausgeliefert werden die Geräte ab Juli. Eine frische Version des MacBook Pro (13 Zoll) mit M2-Chip gibt es ab 1.599 Euro ebenfalls ab dem kommenden Monat.

Das neue macOS wird den Namen macOS Ventura tragen und soll wie iOS 16 im Herbst erscheinen. Eine Entwickler-Beta ist ebenso ab sofort erhältlich, eine Public-Beta ab Juli. Viele der bereits genannten Features sind auch hier enthalten. Zudem setzt Apple auf eine bessere Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Geräten. So wird es per "Handoff" möglich sein, Facetime-Anrufe beispielsweise nahtlos zwischen iPhone und Mac hin- und herzuschieben. Außerdem können Nutzerinnen und Nutzer künftig ihr Smartphone als externe Webcam nutzen.

SpotOnNews

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