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Bastian Schweinsteiger: Große Gänsehautmomente in der Doku von Til Schweiger

Bastian Schweinsteiger blickt in "Schw31ns7eiger: Memories" auf seine Karriere zurück.
Bastian Schweinsteiger blickt in "Schw31ns7eiger: Memories" auf seine Karriere zurück.
© 2020 Amazon.com Inc., or its affiliates / Barefoot Films
"Fußballgott" Bastian Schweinsteiger steht wieder im Fokus: Im Dokumentarfilm "Schw31ns7eiger: Memories" erwarten Fans große Emotionen.

Nach seinem Karriereende als Fußballer im Jahr 2019 steht der ehemalige Nationalspieler und langjährige FC-Bayern-Star Bastian Schweinsteiger (35) einmal mehr im Fokus. Produzent Til Schweiger (56, "Keinohrhasen") hat mit dem "Fußballgott", wie ihn Fans weltweit liebevoll nennen, einen Dokumentarfilm realisiert. Neben einem Rückblick auf seine erfolgreiche Karriere, gibt es auch ganz private Momente mit Ehefrau Ana Ivanovic (32) zu sehen. Das erwartet Fans in "Schw31ns7eiger: Memories - von Anfang bis Legende". So viel sei gleich vorab verraten: Die Doku ist sehr emotional.

Höhepunkte und Niederlagen in Schweinsteigers Karriere

Aus sportlicher Sicht deckt die Doku die großen Momente in der Karriere von Bastian Schweinsteiger ab, aber auch seine ersten Anfänge sind darin zu sehen. Fans sehen den späteren "Fußballgott" unter anderem in alten Heimvideos als kleinen Jungen auf dem Rasen oder beim Skifahren. Man reist zurück zu seinem ersten Einsatz in der Bundesliga, sieht sein Debüt in der DFB-Elf, erlebt noch einmal die Heim-WM 2006 sowie die Europameisterschaft 2008. Schweinsteiger spielte seit der Jugend für den FC Bayern München, ehe er 2015 zu Manchester United wechselte. Aus seiner Zeit bei den Bayern gibt es jede Menge Erinnerungen, triumphale Siege und große Niederlagen.

Das berüchtigte "Finale dahoam", das Endspiel der Champions League im Jahr 2012 in München, zwischen den Bayern und dem FC Chelsea, wird ausgiebig beleuchtet. Schweinsteiger verschoss damals den entscheidenden Elfmeter. Er fühlte sich wochenlang dafür verantwortlich, dass der "große Traum" geplatzt ist, sagt er im Film. Sein Jugendfreund, der ehemalige Ski-Star Felix Neureuther (36), beschreibt in der Doku Schweinsteigers Befinden nach der Niederlage mit den Worten: "Der hat ausgeschaut wie der Tod." FCB-Chef Karl-Heinz Rummenigge (64) erzählt indessen, dass er sich das Spiel jeden Sommer im Urlaub ansehe.

In der darauffolgenden Saison gelang den Bayern das legendäre Triple 2013, die Mannschaft gewann die Meisterschaft, die Champions League und den DFB-Pokal. "Ich war einfach froh, dass wir uns belohnt haben", so Schweinsteiger. Danach musste er am Sprunggelenk operiert werden und auch Probleme mit der Patellasehne machten ihm zu schaffen. Schweinsteiger beschreibt eindringlich, wie ihn diese Verletzungen auf dem Rasen eingeschränkt haben. Auch seine Zeit bei Manchester United verlief aufgrund dessen nicht so glorreich wie erwünscht. Doch der Höhepunkt folgte 2014.

Über das WM-Finale in Brasilien gegen Argentinien sagt Schweinsteiger heute, es sei das Spiel, in dem er "am meisten Energie gespürt" habe" - auf dem Platz und an Emotionen. "Das war das perfekte Spiel", so der Weltmeister. Als roter Faden zieht sich zudem sein letztes Spiel mit dem US-Club Chicago Fire und das Ende seiner Fußballer-Karriere durch den Film. Von 2017 bis 2019 kickte er in den USA. Der Film begleitet ihn zu seinem letzten Spiel, man sieht seine letzte Ansprache in der Kabine nach dem Spiel. Schweinsteiger bleibt nach wenigen Sätzen die Stimme weg und bricht in Tränen aus.

Er habe immer Fußball gespielt, "um Fans glücklich zu machen". Anerkennung sei ihm "unangenehm". Diese Karriere-Highlights kommentieren neben Schweinsteiger selbst zahlreiche seiner Weggefährten. Neben Rummenigge kommt unter anderem auch Uli Hoeneß (68) zu Wort sowie seine ehemaligen Mitspieler David Alaba, Holger Badstuber, Michael Ballack, Jerome Boateng, Oliver Kahn, Miroslav Klose, Thomas Müller, Manuel Neuer und Lukas Podolski. Die Trainer Jupp Heynckes, Louis van Gaal und Jogi Löw äußern sich ebenfalls sowie seine Jugendtrainer, sein Bruder Tobias Schweinsteiger und sein Papa Fred.

Intime Einblicke in die Hochzeit mit Ana Ivanovic

Auch Schweinsteigers private Seite kommt in der Doku nicht zu kurz. So werden private Videoaufnahmen von der Hochzeit mit Ana Ivanovic im Juli 2016 in Venedig gezeigt. Fans sehen, wie Ana zum Altar schreitet, den Kuss nach dem Jawort, das Anschneiden der Hochzeitstorte, den ersten Tanz als Brautpaar sowie Eindrücke der Partynacht. Den Brautstrauß fing Miriam Neureuther (29), damals noch Gössner. Sie heiratete Felix Neureuther im Jahr 2017. Der sagt über den Moment als Bastian seine Ana in der Kirche auf sich zukommen sah: "Er hat Rotz und Wasser geheult!" Da habe Neureuther gewusst, dass sein Kumpel "die Richtige" gefunden hatte.

In der Doku ist auch die Dynamik zwischen dem Ehepaar zu erleben, das zwei Söhne hat. Die beiden necken sich gerne gegenseitig und kennen beim Duell auf dem Tennisplatz keine Gnade. Sie geben private Anekdoten zum Besten und erklären, was sie als Paar eint. Den ersten Satz, den der gebürtige Bayer seiner Frau auf Deutsch beigebracht hat, verrät Ivanovic auch: "Nein danke, ich bin glücklich verliebt." Schweinsteiger hat zudem eine rührende Liebeserklärung parat. Es mache ihn am glücklichsten, in den Augen seiner Frau zu sehen, wie glücklich sie ist.

Fazit

Der Fokus des Films liegt auf der sportlichen Karriere, doch er bringt Fans auch den Menschen Bastian Schweinsteiger näher. Sie erfahren, wie der "Fußballgott" tickt, erleben seinen Teamgeist und sein Pflichtbewusstsein, sehen aber auch, dass er über sich selbst lachen kann. Zum Beispiel, wenn es um seine früher häufig wechselnde Haarpracht geht: "Fehler sind dazu da, um daraus zu lernen, bei Frisuren hat es etwas länger gedauert", scherzt er. Kleine Anekdoten, wie die Tatsache, dass bei seiner Ankunft am Flughafen in Chicago beinahe sein Vater vergessen wurde, machen die Doku auch für weniger Fußballinteressierte unterhaltsam.

An der ein oder anderen Stelle kann man sich fragen, warum Til Schweiger ausgerechnet diesen Moment kommentieren muss, aber aufgrund der hohen Emotionalität des gesamten Films lässt sich darüber hinwegsehen. "Ich habe immer gesagt, das Wichtigste sind Erinnerungen", erklärt Schweinsteiger. Er kann auf viele zurückblicken, die Menschen weltweit bewegen. Diese Gänsehautmomente entführen den Zuschauer in die Vergangenheit, man fiebert, leidet und jubelt wieder mit. "Eigentlich war ich schon immer ein Fan von Basti und das werde ich immer bleiben", sagt Jogi Löw. So dürfte es vielen gehen nach dieser Doku.

"Schw31ns7eiger: Memories - von Anfang bis Legende" ist ab 5. Juni 2020 bei Amazon Prime Video verfügbar.

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