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Boris Becker: Staatsanwaltschaft schaltet sich angeblich ein


Die Geschichte um den Diplomatenpass von Boris Becker wird immer verworrener. Angeblich hat sich nun sogar bereits die Justiz eingeschaltet.

Jetzt beschäftigt sich offenbar auch die Justiz der Zentralafrikanischen Republik mit Boris Beckers angeblichem Diplomatenpass. Wie unter anderem die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf den nationalen Radiosender Ndeke-Luka berichtet, habe der Außenminister Charles Armel Doubane (51) die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Der britische Sender BBC vermeldete bereits gestern, dass der Außenminister seinen Kollegen aus dem Justizministerium auf den Fall angesetzt habe.

Auch Becker selbst meldete sich erneut in einem BBC-Interview zu Wort und bekräftigte seine Aussagen der letzten Tage: "Ich weiß nicht, was genau innerhalb der Politik von ZAR passiert ist, aber ich habe einen Pass vom Botschafter erhalten." Er habe oft mit dem Präsidenten gesprochen und es sei eine offizielle Ernennung gewesen: "Ich glaube fest daran, dass die Dokumente, die man mir gegeben hat, echt sind." Außerdem habe Becker erneut angeboten in die Hauptstadt der ZAR, Bengui, zu reisen, um die Missverständnisse aufzuklären.

Zudem gab Christian-Oliver Moser, der Anwalt von Boris Becker, in der "Bild"-Zeitung ein Statement zu den Entwicklungen ab. Die Situation sei aus Sicht seines Mandanten nicht zufriedenstellend. "Wie sich jetzt herausstellt, scheinen allerdings nicht in allen Ländern deutsche Standards zu gelten, was solche Abläufe betrifft." Falls Boris Becker zum Spielball interner Konflikte gemacht würde, werde er selbstverständlich seine Tätigkeit einstellen.

Klarstellung

In einer vorherigen Version dieses Beitrags hieß es "Boris Becker: Staatsanwaltschaft schaltet sich angeblich ein" sowie "Jetzt beschäftigt sich offenbar auch die Justiz der Zentralafrikanischen Republik mit Boris Becker und seinem angeblichen Diplomatenpass." Sofern hierdurch der Eindruck erweckt worden sein sollte, dass gegen Boris Becker ermittelt werde, stellen wir hiermit ausdrücklich klar, dass sich die strafrechtlichen Ermittlungen der Zentralafrikanischen Republik nicht gegen Herrn Becker richten.

SpotOnNews

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