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Brad Pitt Hurrikan-Opfer erhalten Millionen-Entschädigung

Brad Pitt besuchte im Jahr 2006 die von Hurrikan "Katrina" zerstörten Gebiete in New Orleans.
Brad Pitt besuchte im Jahr 2006 die von Hurrikan "Katrina" zerstörten Gebiete in New Orleans.
© Mark Mainz/Getty Images
Die juristischen Streitereien um Brad Pitts Sozialbauten in New Orleans sind vorbei. Die Eigentümer erhalten Schadenersatz in Millionenhöhe.

Hollywood-Star Brad Pitt (58) hat sich mit insgesamt 107 Opfern des Hurrikans "Katrina" in New Orleans außergerichtlich geeinigt. Seine Wohltätigkeitsorganisation "Make It Right Foundation" konnte mit den Klägern einen Deal abschließen, der auf eine Zahlung von insgesamt 20,5 Millionen Dollar (ca. 20,3 Millionen Euro) abzielt. Diese Abmachung muss allerdings noch von einem Richter genehmigt werden. Die Summe wird von der Umweltorganisation "Global Green" finanziert, die sich für die Bereitstellung des Geldes bereit erklärt hatte.

Was war passiert? Pitt verkaufte nach den verheerenden Zerstörungen des Hurrikans von ihm mitentworfene, umweltfreundliche Passivhäuser, die allerdings aufgrund von massiven Baumängeln nicht dem Wetter und der Feuchtigkeit im US-Bundesstaat Louisiana gewachsen waren. Laut der örtlichen Zeitung "The New Orleans Advocate" bekommen nun die 107 Hausbesitzer im Stadtteil Lower Ninth Ward jeweils 25.000 US-Dollar für bereits getätigte Reparaturen erstattet. In einem Statement zeigte sich Pitt "unglaublich dankbar", dass "Global Green" die Summe übernehme. Man habe bereits direkt nach "Katrina" zusammengearbeitet und könne sich glücklich schätzen, dass die Organisation sich so großzügig zeige.

Das sagt der gegnerische Anwalt über Brad Pitt

Nur mit ihrer Hilfe könne man die Herausforderungen bewältigen, die an den Häusern aufgetreten seien. "Hoffentlich wird die Einigung allen helfen, wieder nach vorne zu schauen und diese stolze Gemeinde weiter stärken", so Pitt. Die Häuser wurden für die ermäßigte Summe von 150.000 US-Dollar an die Hurrikan-Opfer verkauft, Brad Pitt stand als Gesicht der Kampagne zur Verfügung. Der gegnerische Anwalt sagte in einem Statement zur Klage über seine Mandanten dem TV-Sender "Newsnation": "Sie haben Brad Pitt vertraut. Sie haben an den Traum geglaubt, den er ihnen verkauft hat. Leider haben sie dafür nur eine Reihe von gebrochenen Versprechen bekommen und leben nun in verrotteten Häuser, die eigentlich abgerissen und neu aufgebaut werden müssten!"

Pitt selbst beantragte kurz nach der Klageerhebung, nicht Gegenstand des Prozesses zu sein. Zwar entwarf er die Häuser mit und war Teil der Werbekampagne, mit dem eigentlichen Tagesgeschäft hatte er aber nichts zu tun. Das übernahm die Stiftung in Eigenregie. Erst als sich die Organisation unfähig erwies, die mangelhaften Häuser instand zu setzen, übernahm Pitt wieder das Ruder. Dennoch erklärte er, dass er für den eigentlichen Bau und die daraus resultierenden Mängel nicht juristisch verantwortlich gemacht werden könne.

Brad Pitt gründete die Organisation im Jahr 2007

Die "Make It Right Foundation" wurde von Pitt im Jahr 2007 mitgegründet, zwei Jahre nach dem Hurrikan "Katrina" weite Teile New Orleans völlig zerstörte. Ein enger Bekannter von Pitt sagte der "Daily Mail": "Brad hat viel Zeit und Millionen seines Eigenvermögens in sein Herzensprojekt gesteckt." Dennoch bekamen die Eigentümer der Häuser schnell Probleme: Undichte Dächer und Wände aus minderwertigem Holz sorgten für massiven Schimmelbefall und ließen die Häuser nahezu in sich zusammenfallen. Ein Haus musste wegen eines sogenannten Fundamentalschadens bereits abgerissen werden.

SpotOnNews

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