IKEA kauft dir jetzt alte Möbel ab: Was bedeutet die "Zweite Chance“?

Bei IKEA kannst du Möbel kaufen – und verkaufen? Richtig gelesen! Der schwedische Möbel- (und Kötbullar-) Gigant ändert jetzt sein Konzept. Ab Mitte Juli werden die Filialen bei deinem nächsten Umzug zu deinem besten Freund.

Wer kennt es nicht: Bei jedem Umzug würde man sich am liebsten komplett neu einrichten. Wären da nicht zwei Probleme: Neue Möbel sind teuer – und wohin mit den alten?

IKEA wird zum Second-Hand-Anbieter

Die Möbel sind noch gut erhalten? Du hast sie nur satt gesehen? Bevor du sie das nächste Mal auf den Sperrmüll bringst, kannst du sie jetzt bei IKEA verkaufen. Die Möbel-Kette baut nun ein Second-Hand-Geschäft in den Kaufhäusern auf. Basis ist die bekannte Fundgrube, in der IKEA derzeit Ausstellungsstücke und Retouren verkauft.

Der Ansatz ist nicht neu: Bereits seit September 2018 kann man in ausgewählten IKEA-Filialen gebrauchte Möbel zurückbringen. Diese werden daraufhin zum günstigen Preis in der Fundgrube verkauft.

Die Idee scheint zu funktionieren. Nach der Testphase soll das Konzept „Zweite Chance“ nun in allen IKEA-Häuser deutschlandweit ausgerollt werden.

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Wie funktioniert die „Zweite Chance“?

Kunden können ab dem 15. Juli Möbelstücke an IKEA verkaufen. Auf einem Portal kann man zunächst schauen, ob das Produkt für den sogenannten Rückkauf geeignet ist. Voraussetzung für den Ankauf ist natürlich, dass die Möbel von IKEA stammen.

Nach einer kurzen Abfrage zu den Randdaten der Möbel erhält man einen Preisvorschlag. Entspricht dieser den Vorstellungen, kann man das Produkt einfach an einem Rückgabeschalter zurückgeben – und zwar zusammengebaut, sofern es der Transport möglich macht. Man muss die Möbel also nicht einmal wieder abbauen!

Daraufhin erhält man jedoch kein Bargeld, sondern eine Guthabenkarte im Wert des Möbelstücks. IKEA weiß also ganz genau, wie man Kunden an sich bindet – mit dem Gutschein kann man sich dann direkt im Laden neu einrichten. Und so schließt sich der Kreis.

IKEA will nachhaltig werden

Mit dem Konzept will das Möbelhaus seinen Teil zur Nachhaltigkeitsdebatte beitragen. Christiane Schagel, Sustainability Managerin bei IKEA Deutschland erklärte in einer Pressemitteilung: "Wir beobachten heute ein wachsendes Bedürfnis der Menschen, nachhaltiger zu konsumieren. Die 'Zweite Chance‘ ist unser Angebot dazu.“

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