Geburtshilfe: Zwölfjährige bringt ihren Bruder zur Welt

Das würden viele wohl nicht mal dem werdenden Vater zutrauen: Vergangenen Sommer hat eine Zwölfjährige dabei geholfen, ihr Brüderchen auf die Welt zu bringen – und dabei ging's nicht nur um die Nabelschnur!

Eigentlich wollte Jacee schon bei der Geburt ihres Bruders Zadyn dabei sein. Allerdings erschien sie damals mit ihren nicht mal elf Jahren ihren Eltern noch zu jung. Doch nur 18 Monate später bot sich bereits die nächste Gelegenheit: Für Jacees Mutter und ihren Mann ging es erneut in den Kreißsaal und wieder würde Jacee ein Brüderchen bekommen – diesmal entschieden die Eltern allerdings, die Zwölfjährige dabei zuschauen zu lassen.

Damit wir uns richtig verstehen: In vielen Kreißsälen sind Kinder überhaupt nicht erlaubt. Schließlich ist so eine Geburt nicht gerade das harmloseste Ereignis und kann ein Kind, das dabei zuschaut, leicht einschüchtern und im Extremfall sogar traumatisieren.

Aus Zuschauen wird Mitmachen

Doch da Jacee nicht locker gelassen hatte, hatten es ihr die Eltern in Absprache mit ihrem Arzt Doktor Walter Wolfe eben erlaubt. Dass der es aber nicht beim Zuschauen belassen würde, hätten sie wohl nicht erwartet...

"Jacee, warum ziehst du dir keinen Kittel an und holst das Baby?", habe Wolfe vorgeschlagen, als es ernst wurde und ans Pressen ging. Die Mutter sei zunächst geschockt gewesen, heißt es auf der Plattform "Lovewhatmatters". Doch dann habe sie gedacht, warum nicht, und ihrer Tochter gesagt, sie solle loslegen, falls Papa Zack nichts dagegen habe. Und der hatte nichts dagegen. 


Jacee übernimmt die Entbindung

Also kleidete sich die Zwölfjährige entsprechend ein und stellte sich vor Wolfe zwischen die Beine ihrer Mutter, während ihr Bruder langsam seinen Weg in die Welt – und die Arme seiner Schwester – fand. 

"Obwohl ich wahnsinnig große Schmerzen hatte... den Ausdruck auf Jacees Gesicht zu sehen, war unbezahlbar", so die Mutter, "mich auf ihr Gesicht zu konzentrieren, hat mir so geholfen! Doktor Wolfe hat ihre Hände in seine gelegt und sie die ganze Entbindung machen lassen. Wir waren alle sehr emotional und es war ein Gefühl, wie ich es nie hatte." Das würde Jacee sicher so unterschreiben!

Mittlerweile ist seit dieser außergewöhnlichen Entbindung fast ein Jahr vergangen – dass einer der Beteiligten Schaden genommen hätte, ist nicht bekannt. Dafür wird dieses Erlebnis Jacee und ihr Brüderchen bestimmt für immer und auf eine ganz besondere Art miteinander verbinden.

Trotzdem: Zum üblichen Standard muss man solche Geburtspraktiken ja nicht unbedingt machen... 

Unglaublich: Dieses Baby läuft direkt nach der Geburt





 


sus
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Mutter im Krankenhausbett mit ihrem Baby im Arm
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