Geht's noch? Schule verweigert Achtjährigem letzten Urlaub mit todkranker Mutter

Man mag es kaum glauben: Einer 36-jährigen Mutter aus England droht der baldige Tod, doch die Schule ihres Sohnes will ihn für den letzten gemeinsamen Urlaub nicht freistellen. Was war da nur los? 

Manchmal wundert man sich wirklich, wie nachlässig und herzlos einige Leute mit ihren Mitmenschen umgehen – auch bei dieser Geschichte aus dem englischen Milton Keynes.

In der Großstadt nordwestlich von London lebt die 36-jährige Angela Rose mit ihren zwei Söhnen Carlo (8) und Niki (13) sowie ihrer 18-jährigen Tochter. Vor etwas mehr als einem Jahr wurde bei Rose Brustkrebs diagnostiziert. Innerhalb weniger Wochen streute der Tumor ungewöhnlich schnell und aggressiv, nach kürzester Zeit waren Knochen und Gehirn der Britin befallen. Die Ärzte teilten ihr mit, dass sie keine Chance auf Heilung sehen und dass Rose vielleicht noch ein bis zwei Jahre zu leben habe. Ein schwerer Schlag für die Familie, die sich nach dieser Nachricht vornahm, das Beste aus der verbleibenden gemeinsamen Zeit zu machen.

Der letzte Familienurlaub steht an

Mittlerweile geht es auf die kritische Phase zu und daher plante Rose nun den letzten Urlaub mit ihren drei Kindern. Um ihre Söhne ausnahmsweise außerhalb der Schulferien vom Unterricht befreien zu lassen, stellte sie ordnungsgemäß einen entsprechenden Antrag. Doch als sie die Antwort von Carlos Schule darauf erhielt, konnte sie es erst nicht glauben: Die Schule lehnte den Antrag ab. Eine Beurlaubung sei nur unter "außergewöhnlichen Umständen" möglich. 

"Wenn eine 36-jährige sterbende Mutter ein letztes Mal mit ihrem Jungen in den Urlaub fahren will und das kein außergewöhnlicher Umstand ist, will ich gar nicht wissen, was das Kriterium erfüllt", so die Britin gegenüber "Mirror". Carlos Anwesenheitsrate liege bei 98 Prozent und Rose bat gerade einmal um fünf freie Tage. 

Schule entschuldigt sich

Nach weiterem Nachhaken von Rose entschuldigte sich die Schule und lenkte ein. "Mirror" zitiert einen Sprecher: "Wir wussten zwar, dass sie gesundheitliche Probleme hat, aber das volle Ausmaß war uns nicht bewusst. Wir hätten das früher klären sollen – haben wir nicht und das tut uns Leid." Natürlich werde Carlo unter diesen Umständen vom Unterricht befreit.

Damit hat Rose zwar ihr Ziel erreicht – doch entschuldigt sei die ursprüngliche Reaktion der Schule damit für sie nicht. Schließlich habe sie in dem Antrag auf Freistellung ihres Sohnes klar und deutlich offengelegt, dass sie an Krebs leide und wie ernst ihr Zustand sei. Wer auch immer aus der Schulverwaltung das überlesen hat, war offenbar extrem nachlässig bei der Arbeit.

Für den Familienurlaub im September ist mittlerweile alles organisiert. Weil sie nicht mehr alleine laufen kann, werden auch Pflegekräfte mit dabei sein, die Rose bei der Reise mit einem Camper unterstützen. 

Wir wünschen der Familie eine wunderschöne Zeit, an die sich die Kinder der 36-Jährigen noch ihr Leben lang in tiefer Freude zurückerinnern werden! 🖤

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Angela Rose: Eine Frau und ihr Sohn schauen aufs Meer und halten sich an den Händen
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