Anorexie: 23-Jährige zeigt, wie knapp sie dem Tod entkam

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Die 23-jährige Hannah Hoestler ist dem Tod im letzten Augenblick noch entkommen - und möchte nun andere Frauen vor ihrem Schicksal bewahren.

Die Bilder sind nur schwer zu ertragen: Eine Junge Frau macht Selfies vor dem Spiegel und ist nur noch ein Schatten ihrer Selbst. Jeder einzelne Knochen zeichnet sich deutlich durch den komplett abgemagerten Körper ab, ein Schlauch in der Nase zeigt, dass sie künstlich ernährt werden muss. Die Engländerin Hannah Hoestler zeigt Bilder von sich auf der Schwelle des Todes - und hofft, dass sie damit andere Frauen wachrütteln kann.

Abgemagert auf 30 Kilogramm

Hannah ist sich bewusst, dass ihre Fotos verstörend sind. "Ich weiß, dass diese Bilder drastisch sind, aber sie sind Teil meines Lebensweges und wir sollten nie vor der Wahrheit zurückschrecken", sagte sie gegenüber der britischen "Daily Mail". Die 23-Jährige war zwischenzeitlich auf nur noch 30 Kilogramm abgemagert. Zu diesem Zeitpunkt ernährte sie sich nur noch von drei Reiscrackern pro Tag.

Totale Kontrolle über die Ernährung

Auslöser war, wie bei vielen Menschen, der Wunsch nach Kontrolle. Hannah musste in ihrer Kindheit und Jugend oft mit ihrer Familie umziehen, meist noch in unterschiedliche Länder. Sie hatte keine Kontrolle über ihr Leben und ihre Freundschaften - und wollte daher die Kontrolle über ihren Körper gewinnen. "Es fing damit an, dass ich nur gesundes, unverarbeitetes Essen zu mir nahm und komplett auf Fast-Food verzichtete", so Hannah. "Ich wurde immer wählerischer und verzichtete schon bald komplett auf Fett und kaum noch Kohlehydrate. Irgendwann wollte ich nur noch Tofu und Gemüse zu mir nehmen." Eine Entwicklung, die immer extremer wurde - bis Hannah schließlich wegen akutem Organversagens zusammenbrach.

"Ich wachte im Krankenhaus wieder auf"

Zum Glück konnte ihr Großvater sie rechtzeitig finden und brachte sie sofort ins Krankenhaus. Zum Glück kam die Rettung gerade noch rechtzeitig - Hannah war kurz davor, an den Folgen ihrer Anorexie zu sterben. Inzwischen haben sich Körper und Seele von ihr wieder erholt - doch der Weg dorthin war lang und hart. Daher möchte Hannah mit den drastischen Bildern unbedingt aufklären, wie gefährlich eine Essstörung tatsächlich werden kann. Der heilsame Schock scheint zu funktionieren: "Ich kriege jeden Tag neue Nachrichten von Leuten, die mir dafür danken, dass ich ihnen bei dem Weg aus ihrer Anorexie geholfen habe", so Hannah.

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