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Gefährlicher Trend: 24-Jährige tätowiert Auge lila – jetzt könnte sie das ganze Auge verlieren


Sie wollte ein besonderes Aussehen – doch das Augapfel-Tattoo einer 24-Jährigen aus Kanada ging völlig schief. Nach Sehkraft-Einbußen droht jetzt der Verlust des kompletten Auges … 

Nach Monaten "quälender Schmerzen" und Sehkraft-Verlust könnte eine junge Kanadierin jetzt ihr ganzes Auge verlieren – alles wegen eines gefährlichen Trends.

Achtung: Diese Fotos sind nichts für schwache Nerven!

Catt Gallinger ist ein Fan sogenannter Body Modification, englisch für Körpermodifikation. Im weitesten Sinne fällt darunter alles, was den Körper verändert, etwa Tattoos oder Piercings. Immer beliebter: das Augapfel-Tattoo. Dabei injiziert der Tätowierer Farbe unter die Lederhaut oder Sclera, also das "Weiße" im Auge. 

Im Fall der 24-Jährigen war dieser Tätowierer ausgerechnet auch noch ihr fester Freund. Anfang September spritzte er der jungen Frau violette Farbe ins Auge, beschwichtigte sie noch, als das Auge anschwoll. Selbst, als ihr lila Farbe aus dem Auge lief, erklärt er: Das sei nicht ungewöhnlich.Doch als das Auge auch nach Wochen nicht abschwoll und sich schließlich schmerzhaft entzündete, holte Gallinger ärztlichen Rat ein. Einschätzung der Mediziner: Das linke Auge könnte dauerhaft blind bleiben. 

Ende September macht Gallinger ihre Geschichte öffentlich. Um andere zu warnen, wie die 24-Jährige selbst sagt: "Ich teile das hier nicht, weil ich Ärger will", schrieb die Kanadierin in einem Facebook-Post. "Ich teile das, um euch zu warnen, euch gut zu informieren, bei wem ihr eine solche Prozedur machen lasst und genauso, wie man es richtig machen sollte." Nach neuesten Erkenntnissen steht jetzt zu befürchten: Gallinger könnte ihren kompletten Augapfel verlieren."Der Schmerz sitzt in und hinter dem Auge, und es fühlt sich an, als ob etwas seinen Weg nach draußen drücken will", beschreibt die junge Frau den Schmerz. Ihre Situation verbessere sich nicht, im Gegenteil. Weil den Ärzten ein solcher Fall noch nie untergekommen sei, seien die ziemlich ratlos. Die Augen mit Tropfen feucht halten und kühlen ist derzeit Gallingers einzige Therapie. 

Eine geplante OP sagt die Kanadierin ab, nachdem sie eine Panik-Attacke erleidet. Mittlerweile habe sie alle Zuversicht verlassen: "Ich war hier immer ehrlich, und werde das auch weiterhin sein. Meine Hoffnung ist weg. Ich bin sehr nah dran, nach einer Entfernung [des Auges] zu fragen."Ursache für den dramatischen Verlauf ist offenbar die nicht-fachmännische Tätowier-Aktion ihres mittlerweile Ex-Freundes. Anstatt die Farbe mit Kochsalzlösung zu verdünnen, soll er sie direkt in das Auge gespritzt haben. Außerdem habe er eine viel zu dicke Nadel benutzt, die zu tief in das Auge eindrang. Und: Anstelle mehrerer Mini-Eingriffe habe er das Auge in einer einzigen Sitzung tätowiert. 

Gallinger, die bereits 25 Tätowierungen am Körper trägt, sieht dennoch sich selbst in der Verantwortung: "Es ist meine Schuld, dass ich ihm geglaubt habe. Es ist meine Schuld, dass ich nachgegeben habe." Anderen, die eine solche Body Modification planen, rät sie, vorsichtig zu sein: "Macht euch vorher schlau. Ich will nicht, dass das hier noch jemandem passiert."


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