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Bodyshaming bei Beerdigung: "Als der Sarg meines Mannes im Boden verschwand, mobbten sie mich"

Trauernde Frau legt ihre Hand auf einen Sarg
© Syda Productions / Shutterstock
Für Bodyshaming gibt es keinen richtigen Zeitpunkt – abschätzige Kommentare über die Figur eines Menschen sind immer daneben. Doch was dieser Frau aus Amerika geschah, schlägt dem Fass den Boden aus!

Ein Motorradunfall nahm ihr den liebsten Menschen. Eine ohnehin furchtbare Situation. Doch was dann geschah, macht wirklich sprachlos: Als sie auf dem Friedhof stand und sah, wie der Sarg mit der Leiche ihres Mannes in den Boden gelassen wurde, machte jemand aus der Trauergemeinde einen Kommentar über ihre Figur.

Die Amerikanerin Toni Z. schildert auf dem Portal "Love what Matters", was ihr geschehen ist. Bei einem Unfall verlor sie demnach ihren geliebten Mann und ging durch eine schreckliche Trauerphase:

Ich konnte fühlen, wie die Stille im Haus mich zu Boden schlug. Ich hörte das Quietschen seines Stuhls nicht mehr. Den Kühlschrank, der geöffnet wird, weil er sich einen Mitternachtssnack holt. Ich hatte diese kleinen Momente nie wertgeschätzt.

Doch der schwerste Moment stand Toni zu diesem Zeitpunkt noch bevor: Die Beisetzung ihres geliebten Mannes. Sie musste Abschied nehmen – und ahnte nicht, welche Demütigung ihr in dieser verletzlichen Situation bevorstand.

Toni schildert in ihrem Bericht: "Am Tag der Beisetzung trug ich mein schwarzes Kleid, wie es sich gehört." Toni beschreibt, wie sie am Grab ein Gedicht vorliest, ins Stocken kommt, ihre Schwester den Zettel mit den Abschieds-Zeilen übernehmen muss: "Es hat sich angefühlt, als wäre ich nicht ich selber. Die Trauer war zu stark."

Als dann der Sarg in die Erde gelassen wurde, kam es zum Eklat. Trauergäste, die Toni gar nicht persönlich kannte, machten sich über ihre Figur lustig:

Es kam von der anderen Seite des Sarges, wo jemand sagte: 'Sie trägt ihren Mann zu Grabe. Man hätte erwarten können, dass sie ein paar Pfund abgenommen hat und ein netteres Kleid trägt …'

Ein absolut unpassender Spruch – in jeder Situation, aber am Grab des Mannes ganz besonders! Doch Toni und ihre Schwester haben einen fantastischen, selbstbewussten Umgang mit dieser Mobbing-Attacke gefunden.

Die Witwe schildert weiter: "Ich dachte, nur ich hätte das gehört, aber eine Sekunde später drehte sich meine Schwester zu mir und sagte: 'Okay, neuer Plan: Wir beerdigen sie und gehen anschließend 20 Burger essen!'"

Gesagt, getan! Gemeinsam gingen die Schwestern in ein Fast-Food-Restaurant. "Ich habe mir Burger und Pommes bestellt. Und ich habe sie aufgegessen. Weil die Trauer dich so trifft, wie du es nicht nachvollziehen kannst, wenn du es nicht selber erlebt hast. Und ich kann euch versichern, das letzte, worum du dir Gedanken machst, ist dein Gewicht!"

Toni beendet ihren Bericht mit einem coolen Gruß an ihre Mobberin: "An die Frau, die mich gefatshamed hat: Zum Wohl! Ich habe fünf Burger auf dich gegessen!"

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fm

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