Brad Pitt packt aus: "Ich konnte keinen Tag ohne Alkohol und Joint"

Wie hart die vergangenen Monate für Brad Pitt waren, war unübersehbar. Ausgemergelt und müde trat er vor die Kameras, der Schmerz stand ihm ins Gesicht geschrieben. Doch der Schauspieler hat die Zeit genutzt und sich entschieden, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen.

Monatelang spekulierten die Medien über die Gründe für das Ehe-Aus von Angelina Jolie und Brad Pitt. Dabei wurde vor allem der 53-Jährige aufgrund angeblicher Drogen- und Alkohol-Probleme verantwortlich gemacht. Sowohl Jolie als auch Pitt schwiegen dazu allerdings vehement. Bis jetzt! Denn in einem ausführlichen Interview mit der 'GQ Style' legt der Oscar-Gewinner jetzt so etwas wie eine Lebensbeichte ab.

Dabei gibt er zu, sein Leben viele Jahre nicht im Griff gehabt zu haben. Er könne sich nicht an einen Tag seit dem College erinnern, an dem er nicht Alkohol getrunken oder einen Joint geraucht habe.

Ich habe zu viel gesoffen, es wurde zum echten Problem. Ganz ehrlich, ich konnte einen Russen mit seinem eigenen Wodka unter den Tisch trinken, ich war ein Profi.

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Dank Therapie: "Ich bin glücklich, dass ich mit all dem durch bin"

Eine Therapie, die er kurz nach der Trennung seiner Noch-Ehefrau begonnen hatte, half ihm aber schließlich, die Sucht zu überwinden. Seit etwa sechs Monaten trinke er nun schon keinen Alkohol mehr – sogar seine Fingerkuppen könne er endlich wieder spüren. Heute trinke er nur noch Cranberrysaft und Mineralwasser: "Ich habe jetzt garantiert den saubersten Urin von ganz L.A. Ich bin wirklich glücklich, dass ich mit all dem durch bin."

Dieses Gefühl will er nutzen, um sich wieder verstärkt um seine Kinder zu kümmern, die vor allem in den letzten Monaten viel durchmachen mussten. Weil in den Medien immer mehr Details aus dem Rosenkrieg der Eltern bekannt wurden, stimmte er schließlich auch einem überwachten Umgang mit ihnen zu. In Zukunft wollen er und Jolie sich aber um ein gemeinsames Sorgerecht bemühen.

Es tut mir weh, dass sie dem allen ausgesetzt sind. Als jemand, der immer viel weg war, weil er gearbeitet hat, sage ich: Kinder sind sehr empfindlich, sie saugen alles auf. Sie brauchen jemanden, der ihre Hand hält und ihnen Dinge erklärt. Man muss ihnen zuhören. Wenn ich mich in meine Arbeit vertiefe, schaffe ich das oftmals nicht. Darin möchte ich besser werden.

Brad Pitt wollte die Trennung von Angelina Jolie erst nicht

Doch nicht nur seine Kinder sollen bald wieder ein normales Leben führen können, auch er möchte sich wieder wohlfühlen. Seit die 41-Jährige die Scheidung eingereicht hat, hatte er mit allerlei Ängsten zu kämpfen.

Ich hatte den Drang, mich festzuklammern. Aber es gibt da dieses Klischee: Wenn du jemanden wirklich liebst, dann musst du ihn loslassen. Jetzt weiß ich, was damit gemeint ist, denn ich habe genau das gefühlt. Man muss lieben können, ohne Besitzansprüche zu stellen und für seine Liebe nichts als Gegenleistung erwarten.

Besonders schwer war die Zeit in seinem Haus, das einfach viel zu groß für eine einzige Person sei. Er sei deswegen vorerst zu einem Freund gezogen. "Zuhause war es einfach zu traurig. Dort war es immer verrückt und chaotisch. Stimmen und Krach kamen aus allen Richtungen. Und dann gab es da plötzlich diese sehr, sehr ernsten Tage."

Brad Pitt beteuert, dass es ihm heute wesentlich besser gehe. Er verbringe viel Zeit damit, zu basteln, denn die Handarbeit sei gut für ihn. So offene Worte eines Mannes, der zumindest privat noch so einige Trümmer zu beseitigen hat, verdienen Respekt. Bleibt zu hoffen, dass Brad Pitt und vor allem seine sechs Kinder bald wieder einen Hauch Normalität zurückerlangen. 

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ag
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