Brie Larson gratuliert Affleck nicht zum Oscar - und der Grund macht stinkwütend!

Fast so sehr wie über den falschen Sieger in der Kategorie 'Bester Film' wurde über die unterkühlte Reaktion von Brie Larson auf den Oscar-Sieg von Kollege Casey Affleck gesprochen. Kein Wunder bei der Vorgeschichte!

Es war keine allzu große Überraschung, dass Casey Affleck in der Nacht zum Montag einen Oscar als bester Hauptdarsteller erhielt. Seine Darbietung eines traumatisierten Hausmeistern in ‚Manchester by the Sea’ war definitiv auszeichnungswürdig. Dennoch wird sein Sieg derzeit viel diskutiert. Das liegt vor allem an der Reaktion von Laudatorin Brie Larson und einem Vorfall, der wohl einen großen Schatten auf den Erfolg von Affleck wirft.

Kein Applaus, kein Lächeln - Brie Larson versteckt ihre Emotionen nicht

Bereits zum zweiten Mal in der Award-Season 2017 musste Brie Larson ihrem Kollegen Casey Affleck einen Award übereichen. Das erste Mal bei den Golden Globes, wo der jüngere Bruder von Ben Affleck ebenfalls als bester Hauptdarsteller geehrt wurde und das nächste Mal eben bei den diesjährigen Oscars. Beide Male hielt sich die 27-Jährige mit überschwänglicher Freude zurück - klatschte nicht, lächelte nur zaghaft und machte nach der Überreichung der Preise schnellstmöglich die Biege.

Ihr unterkühltes Verhalten hat einen Grund


Seinen Ursprung hat die Geschichte im Jahr 2010. Der heute 41-Jährige wurde von zwei Arbeitskolleginnen beschuldigt, sie fast täglich sexuell belästigt zu haben. Affleck soll während der Dreharbeiten zum Film 'I’m Still Here' ständig über die Länge seines Penisses gesprochen und einen Assistenten dazu genötigt haben, sein Geschlechtsteil vor den Frauen zu entblößen. Zudem soll sich der Schauspieler eines nachts halbnackt zu einer der Frauen ins Bett gelegt und sie gestreichelt haben, berichtet der 'Focus'.

Kein Prozess wegen sexueller Belästigung

Die beiden Frauen reichten damals Klage ein und forderten umgerechnet rund zwei Millionen Euro. Bevor es zum Prozess kommen konnte, haben sie Parteien allerdings außergerichtlich geeinigt. Affleck sagte damals zu dem Vorfall: "Die Sache wurde zur Zufriedenheit aller beigelegt. Ich war verletzt und bestürzt. Ich bin mir sicher, allen ging es so, aber es ist für mich abgehakt. Es war eine unglückliche Situation, vor allem für unschuldige Familienmitglieder."

Viele können die Vorwürfe nicht vergessen

Auch wenn Casey Affleck bis heute seine Unschuld bekundet, so lastet der Vorwurf bis heute auf dem Hollywood-Star. Und vor allem Frauen wie Brie Larson haben damit zu kämpfen, denn seit Jahren setzt sich die Schauspielerin für Opfer sexueller Gewalt ein. Und sie war nicht die einzige, die den Sieg von Casey Affleck trotz seiner herausragenden schauspielerischen Leistung für höchst fragwürdig hielt.

"Glückwunsch, dass ihr nicht aus der Vergangenheit gelernt habt!" 

Auch Schauspielerin Constance Wu machte ihrem Ärger nach der Gala via Twitter Luft: "Ein Oscar für Männer, die Frauen sexuell belästigen! Eine gute Schauspielleistung zählt wohl mehr als Menschlichkeit. Glückwunsch, dass ihr nicht aus der Vergangenheit gelernt habt! Glückwunsch, dass ihr die Misshandlung von Frauen in Hollywood hinter den Kulissen auch noch bestärkt!"

ag
Themen in diesem Artikel

Unsere Empfehlungen

Brigitte-Newsletter

Brigitte-Newsletter

Trends und Tipps aus den Bereichen Mode & Beauty, Reise, Liebe und Kochen - lies zum Wochenstart das Beste von Brigitte.