"Bin nicht ihr Sklave!" Diese Mutter macht ab 19.30 Uhr nichts mehr für ihre Kinder

Völlig daneben oder eine gute Idee? Diese Mutter hat beschlossen: Ab 19.30 Uhr hat sie Feierabend – und kümmert sich ab dann nicht mehr um ihre Kinder.

"In einer großen Familie braucht es klare Grenzen": Unter dieser Überschrift verrät die Australierin Constance Hall auf dem Blog Mamamia, wie sie das trubelige Leben mit ihren vielen Kindern managt. Laut "news.com" hat sie sieben Kinder, die sie zusammen mit ihrem zweiten Ehemann erzieht. Eine ihrer Strategien lautet: Ab 19.30 Uhr bin ich raus! Ab dieser Uhrzeit zieht sie sich zurück. 

In dem Artikel erklärt Constance Hall: "Was immer sie danach brauchen, können sie selbst erledigen, es sei denn, es handelt sich um einen Notfall. Ich sag dann: Ich bin nicht deine Mutter, und ich bin eigentlich auch gar nicht hier. Ich bin nicht dein Sklave, ich bin nur eine Frau, die noch vor einer Stunde deinen Hintern abgeputzt hat, ab jetzt aber Wein trinkt und mit ihrer Schwester am Telefon plaudert".

Eine gute Idee?

Ganz klar, das Leben mit Kindern kann super aufregend und anstrengend sein. Wohl jede Mutter und jeder Vater träumt nach einem langen Tag voller Aufgaben und Herausforderungen davon, einfach nur noch abzuschalten und die Füße hochzulegen. Aber ist so Eltern-Feierabend wirklich eine gute Idee? Dazu gehen die Meinungen sehr weit auseinander. 

"Kinder sind emotional oft unterversorgt"

Gegenüber RTL.de nimmt eine Kinder- und Familienpsychologin zu dem Thema Stellung und erklärt: "Auf der einen Seite lernen die Kinder so, sich um sich zu kümmern, sind aber auf der anderen Seite emotional oft unterversorgt. Sie wissen also, es gibt Zeitpunkte, da sind meine Anliegen und meine Bedürfnisse nicht wichtig – und dann fangen sie auch an, sich selbst nicht so wichtig zu nehmen". 

Popsängerin Pink mit Sohn Jameson Moon

Die Kinder sich selbst zu überlassen klingt demnach nicht nach einer guten Idee. Gerade, wenn die Kinder und ihre Eltern sich den ganzen Tag über nicht sehen, ist es mehr als verständlich, wenn die Kinder sich abends nach der Aufmerksamkeit und Zuwendung ihrer Eltern sehen. Aber klar ist auch, dass es ganz normal ist, wenn Eltern sich nach Ruhepausen sehnen. Es ist wichtig, dass auch sie Pausen machen und neue Energie sammeln können. Dafür braucht es Lösungen und Unterstützung, ganz besonders dann, wenn die Mutter oder der Vater auch noch alleinerziehend sind. 

Zum sogenannten "Eltern-Feierabend" ist die Meinung der Psychologin aber ganz klar: "Gerade wenn die Kinder noch im Kita- oder Grundschulalter sind, können wir nicht einfach Feierabend machen von unseren Kindern". 

Constance Hall ist übrigens völlig klar, dass es negatives Feedback zu ihren Erziehungstipps geben könnte. Sie schreibt: "Überlebenstipps für Großfamilien können dich immer in Schwierigkeiten bringen. Wann immer jemand seine 'Geheimnisse" verrät, um durch den Tag zu kommen, gibt es Gegenwind. Aber was soll's! Es braucht Leute, die ganz klar sagen, wie sie es schaffen, ihren Familienalltag zu regeln".

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mh
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